Zeit zum Reden – WOMAN Balance

Zeit zum Reden – WOMAN Balance

Transkript

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00:00:00: Schokolade.

00:00:00: Marmelade.

00:00:02: Jetzt machen wir es miteinander.

00:00:03: Diese Tonschleife.

00:00:07: Ja, und von oben nach unten.

00:00:10: Ja, so schön, langsam.

00:00:13: Ja, fester Luft mehr geben.

00:00:15: Ja, puhst einmal drei Kerzen aus in deiner Vorstellung.

00:00:20: Da tut sich was im Zwerchfell.

00:00:22: Ja.

00:00:22: Das hebt ganz und macht's mal scharf am Ess.

00:00:27: Und nochmal den hier.

00:00:29: Minimumgeschichte.

00:00:30: Schokolade.

00:00:32: Schokolade.

00:00:34: Marmelade.

00:00:35: Marmelade.

00:00:36: Na, äußer.

00:00:55: Stimme schafft Präsenz und Erfolg.

00:00:58: Sie macht uns attraktiv und ist der Sound unseres Wesens.

00:01:02: Wir sprechen heute mit Österreichs bekannter Stimmtrainerin Ingrid Armon über die Macht der Stimme, wie wir sie richtig einsetzen, pflegen und gesund halten.

00:01:15: So ist es und ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Professorin Ingrid Armon, die uns ganz genau erklären wird, warum die Stimme ein so mächtiges Instrument ist, wie wir lernen können, wirkungsvoll und authentisch zu kommunizieren und warum mit zunehmenden KI-Einsatz die Anforderungen an echte Stimmen steigen.

00:01:35: Nach einer kurzen Werbepause geht's schon los.

00:01:40: Sich im Alltag etwas Gutes zu tun, muss gar nicht kompliziert sein.

00:01:44: Oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.

00:01:47: Eine klare Routine, einen Moment an der frischen Luft oder auch ein Glas Joya pur.

00:01:53: Das Besondere, die Joya pur trinkst, bestehen wirklich nur aus drei Zutaten.

00:01:58: Wasser,

00:01:58: Hafer oder Mandel und einer Prise Salz.

00:02:01: Kein Schnickschnack, keine Zusätze.

00:02:04: Ein klares Produkt, das dem Körper nur das gibt, was er wirklich braucht.

00:02:08: Dieser Fokus auf das Wesentliche erinnert auch daran, wie wichtig es ist, neben bewussten Entscheidungen für den Körper auch auf die eigenen seelischen Bedürfnisse zu achten.

00:02:18: Achtsamkeit, Selbstfürsorge und innere Balance gehen Hand in Hand und schaffen ein gutes Bauchgefühl.

00:02:25: Genau dafür steht Joya pur.

00:02:28: Für Klarheit, Einfachheit und das Prinzip weniger ist mehr.

00:02:38: Hallo und herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörer, im noch ganz jungen Jahr.

00:02:45: Mein Name ist Christine Pelzer Scheroger.

00:02:46: Ich bin die Chefredakteurin von Hohem Balance und hoffe, es geht Ihnen gut, wo auch immer Sie uns gerade hören.

00:02:54: Freuen Sie sich mit mir auf eine spannende Stunde und auf ein ganz besonderes Gespräch.

00:03:00: Es gibt Stimmen, die man nie vergisst.

00:03:03: Und es gibt Menschen, die einem beibringen können, wie man seine eigene Stimme optimal zur Geltung bringt.

00:03:10: Meine heutige Gästin weiß ganz genau, wie das geht.

00:03:13: Und ich freue mich sehr, sehr, dass sie heute hier ist zur ersten Podcast-Episode im neuen Jahr.

00:03:19: Ganz herzlich willkommen, liebe Ingrid Amon.

00:03:22: Das

00:03:22: ist so eine schöne Idee.

00:03:23: Danke, schon die Einladung.

00:03:25: Darf ich dir gleich den Vorradlberger Neujahrsgruß entbieten und all die uns zuhören.

00:03:32: dass du lange leer bist und gesund bleibst und zu guter Letzt in Himmel kommst.

00:03:37: Meistens schön.

00:03:38: Das ist

00:03:38: einfach schön.

00:03:39: Ich habe es

00:03:39: sogar verstanden.

00:03:41: Du hast es sogar verstanden und zu guter Letzt in Himmel kommst.

00:03:43: Wollen wir noch nicht?

00:03:44: Wir wollen über die Stimme sprechen.

00:03:45: Ich finde es toll, dass wir so ... gut gestimmt ins neue Jahr gehen?

00:03:49: Ja,

00:03:49: dank deines Aufwärbentrainings.

00:03:52: Ingrid, du giltst ja als Profilierter des Stimmexperten im deutschsprachigen Raum.

00:03:57: Du warst zwanzig Jahre lang Sprecherin und Moderatorin im ORF und bist, ich glaube, seit nirgends, also schon sehr lange Trainerin für Sprechtechnik, Rhetorik und Präsentation.

00:04:10: Zudem bist du Präsidentin des Europäischen Netzwerks Stimme.at, Gründerin des Instituts für Sprechtechnik in Wien und der Bundespräsident hat dir den Professoren-Titel verliehen.

00:04:23: Unter anderem deshalb, weil du dich unermüdlich für eine gepflegte Sprechkultur einsetzt.

00:04:30: Jetzt hast du dem Alexander van der Bellen auch Sprach- und Rhetorik-Tipps gegeben, ganz ehrlich?

00:04:35: Nein,

00:04:36: nein, hab ich nicht.

00:04:37: Weil der Herr Bundespräsident unterschreibt ja eigentlich das, was eine Kommission ihm empfiehlt.

00:04:43: Und da gibt es Menschen, die haben mich empfohlen um diese Verdienste.

00:04:46: Aber dem Van der Bellen muss man eigentlich nicht wirklich was sagen, wenn du mich so fragst, weil was er schon tut, ist, er überlegt sich jedes Wort genau.

00:04:55: Es klingt gut und er hat immer die innere Ambition, das ist ein Zeichen für wirkungsvolle Stimme.

00:05:00: Ich will zu den Menschen kommen.

00:05:02: Wenn du im Wohnzimmer sitzt, sollst du dich angesprochen fühlen.

00:05:06: Und das ist eigentlich die große, große Intention.

00:05:08: Es entsteht so das Gefühl von einem Dialog.

00:05:11: Er redet mit dir.

00:05:13: Das stimmt, das stimmt.

00:05:14: Sag, hast du eine Waagevorstellung davon, wie viele Menschen bereits mit dir an ihrer Sprache und Stimme gearbeitet haben?

00:05:22: Ja,

00:05:22: das habe ich gerade, weil wir letztes Jahr thirty-fünf Jahre Stimmtraining hatten, so offiziell.

00:05:28: Und es werden schon an die

00:05:29: zweihunderttausend

00:05:30: gewesen sein.

00:05:31: Zweihundert.

00:05:32: Weil

00:05:32: ich habe ein Jahrzehnt lang in Deutschland große Events gemacht, mit was es sich sechshundert Menschen im Publikum, im Expo-Wahl, in Hannover, dreitausendfünfhundert.

00:05:42: Leute bei einer Firmenveranstaltung in der Bonner Arena, Sport Arena, dieser Markt, der ist zusammengebrochen mit Corona, aber da gab es diese Großgruppenvorträge.

00:05:51: Und da kamen dann im Jahr schon einige Menschen zusammen.

00:05:54: Ich bin eine von den zweihunderttausend, allerdings.

00:05:58: Deswegen machst

00:05:58: du jetzt Podcast,

00:05:59: oder?

00:06:00: Ja, es war, muss ich auch dazu sagen, ein Blitztraining bei dir und das ist auch schon über zehn Jahre her.

00:06:04: Ich würde eine Auffrischung dringend brauchen.

00:06:07: Ich würde überhaupt sagen, wenn dir etwas auffällt an meiner Stimme, feel free.

00:06:11: any time, du darfst mich gerne unterbrechen und mich aufmerksam machen.

00:06:16: Aber was ich jetzt zunächst mit dir noch wissen möchte, warum ist die Stimme überhaupt so?

00:06:20: was wie unsere akustische Visitenkarte?

00:06:24: Ja, du hast ja nichts anderes, wenn man dich nur hört, sprich immer, wenn kein Bild dabei ist, hast du nichts anderes als das Organ.

00:06:33: Wir sprechen ja auch vom Organ des Menschen.

00:06:35: Wenn wir sagen, jemand hat ein lautes Organ oder ein tolles Organ, dann meinen wir die Stimme.

00:06:39: Wir meinen nicht irgendeinen anderen Teil schon gar keine Äußerlichkeiten.

00:06:43: Und wir sieht ein Karte.

00:06:44: deswegen, weil Stimmen ganz schnell ein Signal geben, in Kontakt zu gehen mit jemanden.

00:06:51: Das kommt daher, weil wir die Stimme sehr, sehr früh kriegen und sich ein Überlebens-Tool ist.

00:06:55: Das heißt, wenn du auf die Welt kommst, musst du innerhalb kürzester Zeit durch irgendein Signal jemanden anderen Menschen erreichen.

00:07:03: Und ihn dazu bringen, dass er eine Handlung setzt, die dich versorgt, Hausnummer.

00:07:09: Und wenn du als kleine Christin auf die Welt kommst, dann ist ein optisches Signal einfach zu wenig.

00:07:13: Weil bis man dich hinter dem großen Baum im Urwald gesehen hat, war der Löwe immer schon schneller.

00:07:19: Wenn du deine Schallwellen rausgeblasen hast und die breiten sich ja in drei Hundertsechzig gerade in alle Richtungen aus, dann war die Überlebenschance höher.

00:07:29: Das heißt, wenn ich jetzt meine Stimme gebe, auch heutzutage kommunikativ, dann will ich dich erreichen.

00:07:36: Und das ist das Zeichen, mit dem ich das tue.

00:07:39: Ob das Wörter sind oder nur Töne, das ist eigentlich zweitrangig.

00:07:43: Aber die Schallenwelle sorgt dafür, dass du gehört wirst.

00:07:46: Und in dem Moment nehme ich dich wahr, das ist so etwas wie eine Visitenkarte.

00:07:49: Es ist extrem spannend.

00:07:51: Gibt es für dich so was wie eine perfekte Stimme?

00:07:54: Oder anders gefragt, gab es Männer und Frauen, die dich mit ihrer Stimme beeindruckt haben?

00:08:00: Oh, immer wieder.

00:08:01: Also das Radio hat sich ja sehr stark geändert.

00:08:04: Wenn wir jetzt in Österreich bleiben, dann gab es dort eine Zeit, als ich noch gearbeitet habe, da hat man Sendungen nach Stimmen ausgesucht.

00:08:13: Da wusstest du, um elf Uhr klingt der, um zwölf Uhr moderate Zieh und dreizehn Uhr moderate Zieh, da gab es ganz viele sehr oft sehr gut ausgebildete Schauspieler und Schauspielerinnen Stimmen, weil nur die über die damalige Technik wirklich in unsere Wohnzimmer kamen.

00:08:28: Heute kannst du mit der Technik jede Stimme übertragen und deswegen sind Stimmen heute in den Medien oft austauschbar.

00:08:35: Aber wenn ich heute jemanden nennen möchte mit einer wirklich einprägsamen Stimme, dann ist das zum Beispiel die Synchronstimme von Bruce Willis.

00:08:45: Wenn der Mann

00:08:46: redet und er redet heutzutage Werbung, dann wird ein Kleinstwagen zu einer Luxuslimousine.

00:08:54: In unserer Vorstellung, der redet über Medikamente und du hast das Gefühl, du musst dir das kaufen, weil dann bist du gesund.

00:09:01: Es gibt so ganz Einprägsame.

00:09:03: Mich fasziniert persönlich die Stimme von der Barbara Streisens.

00:09:07: Ganz, ganz stark oder von Nora Jones.

00:09:09: Ich mag diese Tiefen, Frauenstimmen, die finde ich ganz besonders toll.

00:09:13: Ich mag aber auch das Organ von Michael Publé.

00:09:16: Es sind so charakteristische Stimmen, wo man immer sofort eine Person damit verbindet.

00:09:22: Du warst ja zwanzig Jahre lang im ORFT-Tick selbst, eben als Moderatorin auch.

00:09:27: Sind da aus dieser Zeit besonders markante Stimmen in Erinnerung geblieben?

00:09:32: Mir schon.

00:09:34: Aber ich hatte einmal einen Gast, der hieß Peter Alexander.

00:09:38: Das war faszinierend.

00:09:40: Das hat ja bis heute eine Stimme, die Menschen fasziniert, jedweden Alters.

00:09:45: Ja, wen hatte ich denn sonst noch?

00:09:47: Ewa viele, viele.

00:09:48: Ich hatte auch den Harald Seraphine, der auch nach seiner OP dann wieder zu seiner Stimme gefunden hat.

00:09:55: Ich hatte Maria Bilde, finde ich, bis heute ganz wunderbar.

00:09:59: Erika

00:09:59: Bluha natürlich.

00:10:01: Also, die Frau Bluha hat ja nach wie vor eine Stimme, die unfassbar einprägsam ist.

00:10:06: Eine der bekanntesten ist sicher auch Chris Loner, weil man sie auch eben in der ÖBB hört.

00:10:10: Wir

00:10:11: kennen Chris Loner's Stimme genau, weil sie uns einfach unglaublich vertraut ist und das popt auch dann sofort immer ein Bild auf.

00:10:16: Genau.

00:10:17: Und wer auch, finde ich, ein sehr markante, wenn auch jetzt nicht vielleicht sehr ... Wie sagt man, vielleicht gar nicht sogar eine sehr angenehme Stimme, aber das ist die Gerda Rogers.

00:10:26: Die ist, finde ich, auch sehr ... Die hat ja eher so eine fast ... Ich weiß nicht, so halt, ja?

00:10:33: Ja, so spricht für ...

00:10:35: Man kennt sie.

00:10:35: ... relativ

00:10:36: hoch.

00:10:36: Ich habe nie die Gelegenheit gehabt, muss ich auch sagen.

00:10:39: Will ich fairerweise dazu sagen, zu fragen, ob das ihre angeborene Stimme ist oder manchmal legt man sich ja als Starr auch eine Stimme zu.

00:10:48: Heidi Klum macht das.

00:10:49: Ah ja.

00:10:50: Also die redet normalerweise, wenn du sie ganz woanders erwischt, anders als in diesen Shows.

00:10:56: Aber bei der Gerda Rosches ist auch ein tolles Zeichen dafür, dass hier der Inhalt wichtiger ist als die Verpackung.

00:11:02: Weil jeder von uns an ihrem Inhalt.

00:11:04: Ich bin ein Stier, ich bin ein Witter, ich will wissen, was heute los ist.

00:11:08: Da schlägt definitiv der Inhalt die Stimme.

00:11:10: Das ist nicht immer so.

00:11:12: Ganz viele Leute ... ruinieren sich ihren Inhalt, sabotieren ihren Inhalt, weil sie einfach nicht sprechen können.

00:11:20: Bei vielen Autoren und Autorinnen ist das der Fall.

00:11:23: Wenn die ihr Buch bei einer Lesung präsentieren, dann fangst du das Buch, das du gelesen hast, super.

00:11:28: Aber wenn du sie hörst, dann ist der Inhalt plötzlich nicht mehr wichtig.

00:11:32: Das ist mir auch schon mal aufgefallen.

00:11:34: Was fasziniert dich persönlich so an der menschlichen Stimme, dass du beschlossen hast, ich werde Stimmtrainerin?

00:11:42: Oh, das ist jetzt wahrscheinlich eine ganz banale Antwort.

00:11:44: Ich habe das nicht beschlossen.

00:11:45: Das hat sich so ergeben.

00:11:47: Ich hatte wunderbare Lehrer und Lehrerinnen, die mich sehr gefördert haben darin.

00:11:52: Ich durfte beim ORF Vorarlberg mit zweiundzwanzig Jahren meinen ersten eigenen Stimmkurs halten.

00:11:58: Weil meine Lehrerin gesagt hat, ich mache nur eine Supervision für die Moderatoren.

00:12:02: Also die Anfänger übernehmen sie.

00:12:05: Und wenn du Menschen irgendetwas beibringen musst, dann lernst du das einfach.

00:12:12: Und irgendwann kam dann so die erste große Präsentationstechnikwelle in den Achtziger, Neunziger Jahren.

00:12:20: Und dann haben viele Menschen gelernt, zwar den Overhead und die Folien zu basteln, so wie heute die Powerpoint-Folien.

00:12:26: Aber beim Vortragen hat die Stimme nicht gehalten.

00:12:29: Die konnten keinen Raum füllen.

00:12:31: Und da habe ich gemerkt, dass das Bedarf ist und dass ich Wissen habe, es ihnen beizubringen.

00:12:37: Ja, so hat sich das ergeben.

00:12:39: Und du hast ja dann auch, ich glaube, das war im Jahr zweitausends, also

00:12:42: vor

00:12:42: über fünfundzwanzig Jahren, einen Ratgeber geschrieben mit dem Titel Die Macht der Stimme.

00:12:48: Das Buch war ein Bestseller und gilt heute so als der Rhetorik-Klassiker und es wurde im Vorjahr in einer überarbeiteten Version neu aufgelegt.

00:12:57: Für wen hast du dieses Buch geschrieben?

00:12:59: Also wer sollte es lesen?

00:13:01: Es

00:13:01: gab schlichtweg keines.

00:13:02: Es gab ein Interesse an der Stimme damals.

00:13:05: Und ich kam zum damals überreuter Verlag zum Oskar Mendelwein von Adelberger und schaue seine Bibliothek ran und sage, ihr habt alles neu, ihr habt kein Stimmbuch.

00:13:14: Und der schaut mich an und sagt, den schriebst halt Urs.

00:13:17: dann schreibst du eines.

00:13:19: Und es war echt faszinierend zu wissen, es gibt viele Rhetorikbücher, aber es gibt keines, das Menschen sagt, achte mal auf deinen Klang, achte auf der Sprechtempo, achte auf die Betonung, sind ja nicht alle, alle wird da gleich wichtig.

00:13:34: Es sind manche halt nicht so wichtig.

00:13:37: Ja, auf solche Dinge zu achten, auch auf die Atmung.

00:13:42: Und dann hab ich mir gedacht, dann musst du ein Buch schreiben.

00:13:44: Aber natürlich gibt es jetzt Berufsgruppen, die für die die Stimme wichtiger ist.

00:13:49: Radiomoderatoren, ganz klar, wahrscheinlich auch Podcast-Hosts.

00:13:54: Aber würdest du meinen, dass die Stimme für jeden und für jede ein unterschätztes Instrument ist?

00:14:00: Das ist

00:14:01: ganz gewiss.

00:14:02: Gehen wir davon aus.

00:14:03: oder was ich auch kommunikativ getan hat, das wusste ich damals im Jahr zweitausend nicht.

00:14:08: Aber heute musst du als Computerfachmann.

00:14:11: deine Dinge verkaufen.

00:14:13: Heute musst du als Notar deine Sachen erklären.

00:14:16: Was musste?

00:14:17: ein Friseur, mein Großvater war im Weinviertel, Friseurmeister, der hat nicht zu wahnsinnig viel geredet, der hat zuhören müssen.

00:14:24: Das waren nicht so große kommunikative Berufe.

00:14:27: Heute erklärte ihm Frisiersalon jeder und jede, was sie gerade machen.

00:14:31: Also nennen wir irgendwo Leute, deren Gehaltszettel beruflich nicht mit dem Gebrauch der Stimme zusammenhängt.

00:14:39: Und da finden wir heutzutage nur mehr ganz, ganz, ganz wenige.

00:14:44: So viele Menschen mehr müssen heute das, was sie tun, auch kommunizieren.

00:14:51: Was mich so beeindruckt ist, wir machen uns ja ... oft nur aufgrund der Stimme eine bestimmte Vorstellung von einem Menschen.

00:15:00: Also wenn ich jetzt zum Beispiel mit jemandem telefoniere, den ich nicht kenne, habe ich dann meistens sehr schnell so ein bestimmtes Bild von diesem Menschen vor mir.

00:15:08: Jetzt, welche Stimmen oder Stimmlagen assoziieren wir denn mit welchen Eigenschaften?

00:15:14: Kann man das irgendwie so zuordnen?

00:15:16: Ich würde gerne dazu etwas erklären, was mir immer am Herzen liegt.

00:15:19: Das ist doch irgendwie absurd.

00:15:21: Leute, bitte draußen einmal überlegen.

00:15:23: Physikalisch ist das unmöglich.

00:15:26: blaue Augen mit Schallwellen zu übertragen.

00:15:30: Diese Bilder entstehen bei uns im Kopf, weil unser Kopf nicht ohne Bilder leben kann.

00:15:35: Das heißt, wenn du etwas hörst, stellst du dir ein Bild vor.

00:15:39: Das ist dasselbe bei einem Buch.

00:15:40: Das liest du und dann schaust du den Film an und das stimmt mit deinen Bildern nicht überein.

00:15:45: Es ist unmöglich, die Körpergröße auf den Zentimeter genau zu übertragen.

00:15:50: Akustisch, das geht nicht, aber ... Da gibt es ein tolles Wort von einem alten chinesischen, antiken chinesischen, sprich Lehrer, der hat gesagt, lass mich die Stimme eines Menschen hören und ich sage dir, welche Seelenkraft er hat.

00:16:05: Wir übersetzen das heute mit, ich sage dir welche Persönlichkeit.

00:16:08: Und was wir immer zum Beispiel aus einer großen vollen Stimme nehmen, das ist ein Löwenmensch, also ein König.

00:16:17: Wir sagen ja auch, Prüllen der Löwe, wir sagen aber auch Piepsmaus.

00:16:20: Das heißt, mit einer kleinen, dünnen, ganz leise zurückgehaltenen Stimme wirst du nicht aus der König der Tiere, als die Königin der Tiere betrachtet, sondern als halb kleine Maus sozusagen.

00:16:32: Dass die Bilder stimmen mit unserer Seelenkraft überein.

00:16:36: Und das lässt sich schon sagen, wobei es manchmal so Versuche gibt.

00:16:39: Also Frauen können aus den Stimmen von Männern zum Beispiel das Körpergewicht ziemlich genau hervorsagen.

00:16:44: Das ist spannend.

00:16:45: So unfassbar

00:16:45: hat man so.

00:16:47: Wobei, was mir auch aufgefallen ist, also bei mir haben diese Assoziationen manchmal auch schon nicht gestimmt.

00:16:54: Also es kann ja auch umgekehrt sein.

00:16:55: Genau, es

00:16:56: kann umgekehrt sein.

00:16:56: Du

00:16:57: schreibst mit jemandem Lange oder Mehl und kennst den nicht und hast auch seine Stimme noch nie gehört.

00:17:05: Und hast aber vielleicht denkst du, okay, wie könnte der klingen?

00:17:08: Und dann ist man vielleicht sogar überrascht, wenn man ihn persönlich trifft oder mit ihm telefoniert, dass die Stimme so ganz anders ist, als man sich die Person

00:17:15: vorhanden kann.

00:17:16: Gibt

00:17:16: es auch.

00:17:17: Und der

00:17:17: Kopf kann einfach nicht ohne Bilder leben.

00:17:20: Was zum Beispiel fragst du mich noch so zusammenhängen, was man sagen kann.

00:17:24: Was würdest du jetzt jemandem für Charaktereigenschaft geben, wenn er immer schnell spricht, pausenlos und schnell spricht?

00:17:31: Dass er in Stress

00:17:32: ist.

00:17:32: Im Moment, das heißt doch nicht, dass das dauerhaft ist, dass das sein Charakter ist, aber das ist jemand, der in seinem Leben derzeit ein ziemlich starkes Tempo hat.

00:17:41: Das kann schon lange her sein.

00:17:44: Wenn jetzt jemand zu dir redet, sodass du wirklich gut mitkommen kannst und jedes Wort auf die Waagschale, dann wirst du eher davon ausgehen, dass er auch im normalen Leben eher langsam unterwegs ist.

00:17:59: Ja, das stimmt.

00:18:00: Es ist auch lustig, dass du das jetzt erwähnst.

00:18:02: Ich habe eine sehr schöne Podcast-Folge aufgenommen mit Lars Arment, ein deutscher Bestsellerautor, der auch einen eigenen Podcast hat und hat mir erzählt, er spricht so langsam, dass seine Hörer und Hörerinnen das dann auf den doppelten Tempo abspielen müssen, sagen.

00:18:19: Das ist ja schon zu langsam.

00:18:20: Und tatsächlich ist das einer der gechildersten Menschen, die je in meinem Leben getroffen haben.

00:18:26: Also

00:18:26: diese Gelandside hat eine Pause zu machen.

00:18:28: zum Beispiel wirklich keine Pausen einlegen kann beim Sprechen.

00:18:33: Da bin ich fast sicher mittlerweile, dass der auch in seinem normalen Leben ein Problem mit Pause hat.

00:18:39: Ganz vielen Frauen gibt es so.

00:18:40: Wenn jemand zum Beispiel eine ganz hohe Stimme hat, vor allem Frauenstimmen, die auch noch zu sehr jung klingt, dann kann das auf der einen Seite sehr viel Fröhlichkeit australen, eine sonnige Grundnote haben.

00:18:52: Dann ist dieser Mensch normalerweise auch mit einem hohen Sympathiewert unterwegs in seinem Leben.

00:18:57: Es kann aber auch sein, dass er einfach zu jung oder dass sie zu jung wirkt.

00:19:02: Und dann nehmen wir sie nicht ernst.

00:19:03: Frauen zum Beispiel.

00:19:04: Ja.

00:19:05: Wenn Männer so ganz tief reden, überhaupt halten wir oft einmal auch den Juniurschiff für viel älter, als er eigentlich ist.

00:19:11: Auch kompetenter vielleicht?

00:19:13: Ja, wir halten ihn für kompetenter.

00:19:14: Deswegen tief ist kompetenter, liebe Gott und der Nikolaus.

00:19:17: Sie haben ja immer diese Ho Ho Ho Organe, oder?

00:19:20: Diese Sonne haben wir gerade hinter uns.

00:19:22: Aber das ist so, weil wir damit eine Wertigkeit verbinden.

00:19:26: In dem Zusammenhang finde ich eines sehr spannend.

00:19:28: Ich habe da ein bisschen recherchiert, nämlich.

00:19:30: Und vor ein paar Jahren haben Sprachforscher festgestellt, dass die Stimmen der Frauen tiefer geworden sind und sich denen der Männer angeglichen haben.

00:19:39: Und dass die Männer gleichzeitig weniger promen.

00:19:43: Und jetzt ist es aber, also es stammt zumindest in der Zeitschrift immer, wieder zu einer Trendumkehr gekommen und die Stimmen der Frauen werden wieder höher.

00:19:52: Also viele Frauen piepsten wieder.

00:19:55: Jetzt wollte ich dich fragen, hast du das auch beobachtet?

00:20:00: Ja, was ich beobachte, also die Menschen sind größer geworden.

00:20:04: Wenn du Filme in den Fünfzigerjahren anschaust, da waren die Menschen auch kleiner.

00:20:07: Kleinerer kehlkopf bedeutet höhere Stimme, da waren auch die Männerstimmen höher.

00:20:12: Dann sind wir größer geworden.

00:20:13: Dann kam der Business-Ton dazu.

00:20:15: Dann haben Frauen angefangen von Margaret Thatcher versucht, tiefer zu sprechen.

00:20:20: Hätten eh schon genug gehabt.

00:20:22: Und ich betrachte das jetzt mit einem sehr gemischten Gefühl, weil jetzt kommt aus Amerika Schwab die Welle wieder herüber.

00:20:28: Amerikanerinnen lassen sich zum Teil die Stimmbänder lieften.

00:20:31: Oh mein Gott.

00:20:34: Aber das hat damit zu tun, Amerika, also England verwendet völlig andere, die englische Sprache, andere Sprachfrequenzen.

00:20:42: Was dort normal ist.

00:20:45: Das sind bei uns Tucitöne.

00:20:47: Entschuldigung, ich muss es jetzt so sagen.

00:20:49: Aber wenn wir zu viele Influencer haben und bis das Sprache Englisch wird, versucht man das nachzuahmen, weil man nicht hinterfragt, ist das jetzt korrekt oder nicht?

00:20:58: Hochinteressant.

00:20:59: So wie unsere Kinder zum Beispiel durch die ganz vielen Influencer, die es mit Podcast und so weiter gibt, aus Deutschland, plötzlich in der zweiten Klasse Gymnasium sagen, nee, also da hole ich dann meinen Freund ab, nicht wahr?

00:21:12: So was von erwischt?

00:21:13: Unfassbar!

00:21:15: Da muss man sich doch einfach vorbilden, muss man einfach drüber nachdenken, wie schnell das geht mit Vorbildern.

00:21:21: Also Eltern, redet mit euren Kindern zu Hause.

00:21:25: Aber mich

00:21:26: redet am Abend meiner Tochter zu Hause und sie hat trotzdem und das haben alle ihre Fragen.

00:21:30: Sie haben alle diesen, ja, ich glaube, dass das

00:21:33: wirklich warum.

00:21:34: Aber ich glaube, die sind sich dessen gar nicht bewusst.

00:21:36: Aber sie werden

00:21:37: sich aber dessen bewusst.

00:21:38: So ein Akzent.

00:21:40: Und nicht nur sie, dass sie die ganze Generation kommt mir vor.

00:21:44: Aber ein spannender Aspekt noch, um das ja klammer auch zu schließen, dass die Frauen eben jetzt wieder höher sprechen.

00:21:50: Angeblich wollen sie sich so ein bisschen als Weibchen darstellen.

00:21:53: Also wie gesagt, dass meine Stradewipes

00:21:56: schutzbedürftig auch werden muss.

00:21:58: Und die Hoffnung dahinter, so was ich kenne, dann tut man nichts, lasst mich hier hoch.

00:22:03: Das

00:22:03: sage ich auf den Herrn der Schöpfung, die kommt, weil die Macht, das Stimme lockt natürlich mittlerweile genauso viele Männer an wie Frauen, um das zu lernen, sage ich, wenn in einer Sitzung die Frauen zu Piepsen anfangen, Dann sind sie unsicher.

00:22:17: Dann fühlen sie sich schutzbedürftig nach dem Motto, ich tue dir nix und du tust mir auch nix.

00:22:22: Und wenn Männer das kapieren, können sie ganz schnell wieder die Ebenen auf Gleichstellen.

00:22:27: Weil da entsteht das eine Dominanzgeschichte dann.

00:22:31: Wir wollen ja, auch viele Frauen, vielleicht sogar die meisten, auch im Beruf autoritär irgendwie wirken oder kompetent zumindest, aber nicht dominant.

00:22:44: Und deswegen sagen Frauen, ich will schon, dass wir das entscheiden.

00:22:47: Wenn's leicht geht.

00:22:49: Wir

00:22:49: sabotieren das.

00:22:50: Das sind Doppelbutter.

00:22:51: Das ist so wie körpersprachlich.

00:22:53: Du machst ein Bokefes und dann legst du den Kopf um und bittest die Halssäne, wo der andere zubeißen kann.

00:22:59: Das sind unbewusste Unterwürfigkeitsgeschichten.

00:23:02: Wir haben einfach noch lange zu tun, bis wir das nicht mehr tun.

00:23:06: Eine Frau, die als Chefin, als Führungskraft tätig ist, die muss davon ausgehen, dass nicht alle Leute sie und so nett ist sie auch noch finden.

00:23:17: Da erwische ich die allermeisten Frauen, sag ich, und so nett willst du auch noch sein.

00:23:21: Hör mal auf.

00:23:22: Das heißt, wir sollten das sehr bewusst anschauen, mit welcher Höhenlage wir besprechen.

00:23:27: Genau,

00:23:27: mache ich das.

00:23:29: Und uns Frauen werfen, dass die Männer oft vorsagen, die können nicht reden, ohne dass sie emotional sind.

00:23:35: Also, wenn ich den Frauen helfe, diese hohen Töne, dieses, ach, wenn es gleich geht, wegzulassen, dann ist das, wo die Männer sagen, Können wir es bitte sachlich abhandeln?

00:23:45: Viel schneller umsetzbar.

00:23:46: Und ich kotze viele Politikerinnen und Politiker.

00:23:49: Und die Frauen sind durchsetzungsfähiger, wenn sie das nicht tun.

00:23:53: Sehr, sehr spannend.

00:23:54: Man muss halt aushalten, dass nicht jeder sagt, tut so nett, ist die auch noch.

00:24:00: Aber unsere Stimme verändert sich mit dem Alter auch.

00:24:04: Soll man das einfach gegeben hinnehmen?

00:24:06: Oder soll man dem entgegenwirken?

00:24:08: Weil wir wollen ja eigentlich trotzdem ... Das ist ja auch sein Ideal unserer Zeit.

00:24:12: Unvoll Energie.

00:24:16: Eine Stimme sagt immer auch etwas über die Lebenskraft und die Lebensenergie aus.

00:24:20: Und im Alter, wenn wir nichts tun, so wie Muskeln, wenn wir nichts tun, diese ganz kleinen Muskeln formen, dann wird die Stimme halt eben auch alt.

00:24:30: Wenn wir aber was tun, dann bleibt die Stimme, die reift nur, sage ich dann immer, die verändert sich und die reift nur.

00:24:39: Was tust du da speziell?

00:24:40: Und das finde ich spannend.

00:24:41: Ja, einfach mal Übungen machen.

00:24:42: Zum Beispiel.

00:24:45: Ich singe ganz viel.

00:24:46: Ich singe.

00:24:47: Oder ich töne.

00:24:48: Wenn die tönen nicht europäischer Harmonie entsprechen, dann töne ich halt.

00:24:52: Ich lasse ganz viel Playlisten laufen und singe, was das Treuk hält.

00:24:56: Das ist mal der eine Teil.

00:24:57: Und das trainiert die Stimme?

00:24:58: Ja, das

00:24:59: trainiert die Stimme.

00:24:59: In jeder

00:25:01: Ton,

00:25:01: den wir singen, fördert die Sprechstimme.

00:25:05: Nicht zu viel,

00:25:05: nicht zu laut.

00:25:06: Auch wenn ich nicht musikalisch bin.

00:25:08: Alle Menschen können singen.

00:25:11: Die Töne der europäischen Harmonien nicht.

00:25:13: Und das ist mir auch so, das ist auch sein Mütter, der immer wieder, ich kann nicht singen.

00:25:17: Da stimmt nicht, jedes Kind kann den Ton halten.

00:25:21: Aber Musikalität messen wir hier immer am europäischen Harmonieverständnis.

00:25:26: Hör mal chinesische Oper an oder japanisches Nottheater.

00:25:30: Das sind Harmonien, die behagen uns nicht.

00:25:33: Aber auch das ist Gesang.

00:25:35: Und es ist eine hohe Kunst.

00:25:37: Also da sollte man sich ganz schnell lösen.

00:25:39: Man braucht ja nicht im Chor mitsingen.

00:25:40: Aber mit Spotify-Listen geht das heute ja super.

00:25:44: Also zum Haus, im Auto.

00:25:46: Im Hause, im Auto.

00:25:48: Wo

00:25:48: immer es geht.

00:25:49: Ich rede auch gelegentlich mit meinem Pflanzen, weil das ist mein zweites Hobby.

00:25:53: Und ich mach halt, wenn ich.

00:25:55: Im Dienst bin, also wenn ich trainiere, wirklich klare Aufwärmenübungen, viel mehr noch, so fünf bis sieben Minuten, die wir jetzt am Anfang gemacht haben.

00:26:04: Da ist ganz wichtig, das Zwerchfell, das hat mit der Atmung zu tun, Kerzen, Ausblaseübungen.

00:26:10: Oder, sch, sch.

00:26:11: Da bewegt sich das Zwerchfell ganz stark, oder eben diese Tonschleife dieses...

00:26:17: Also wie aufwärmen beim Sport,

00:26:18: bevor ich... Genau.

00:26:20: Genau.

00:26:20: Und ich werde immer wieder gefragt, das ist ja doof.

00:26:23: und Stimmübungen.

00:26:23: Ja, die sind immer wachsenalter doof, weil das erinnert uns an Kinder mit Spinat im Mund oder so.

00:26:30: Aber jetzt kommt gerade diese Sonne.

00:26:32: Wenn wir Linzi Warn anschauen, da oben im Aufwärmraum, dann macht doch diese Frau völlig schräge Verränkungen noch dazu mit Skiern an den Füßen.

00:26:42: Die siehst du auf der Piste nicht.

00:26:44: Keine einzige dieser Bewegungen siehst du auf der Piste nicht.

00:26:47: Aber wir wissen, wenn sie es nicht macht, steht sie nicht auf dem Stockerl.

00:26:51: Sie verletzt sich sogar.

00:26:53: Also warum sollte das bei so einem tollen Instrument, das auch muskulär produziert wird, nicht anders sein?

00:27:02: Du schreibst in deinem wunderbaren Buch, die Stimme öffnet oder schließt das Ohr in wenigen Sekunden.

00:27:09: Ein Satz, der mich beeindruckt hat.

00:27:11: Was würdest du sagen, kann ich denn tun, damit Menschen mir gerne zuhören?

00:27:20: Meinst du jetzt konkret Übungen oder auch die mentale Einschränke?

00:27:23: Es gibt so zwei Dinge.

00:27:25: Also eine Stimme klingt dann mal schon grundsätzlich gut, wenn wir eine gute Körperhaltung haben.

00:27:28: Ah ja, damit die Körberhaltung ist so was wie die Lautsprecherbox.

00:27:32: Und es kann jeder ausprobieren, wenn du in die Position mit Chipspotato, Couchpotatomästig gehst, ja, Chips kauernd und dann sagst du schon schneidig, herzlich willkommen, meine Damen und Herren.

00:27:43: dann ist das nicht das, was wirkungsvoll ist.

00:27:46: Wenn man zu stark anspannt, so General-Töne hat.

00:27:49: Herzlich willkommen, funktioniert auch nicht.

00:27:51: Aber wenn du einen lockeren Tonus hast, eine gute Körperspannung, gespannt bist auf dein Gegenüber sozusagen, dann hast du meist eine aufrechte Haltung.

00:28:00: Und das alleine macht die Stimme schon einmal voller.

00:28:04: Da brauchst du eine mentale Einstellung.

00:28:06: So die mentalen Faktoren sind unfassbar wichtig.

00:28:09: Ich will jemanden erreichen.

00:28:12: Und das Dritte ist so diese Entschlusskraft, ich komme da auch rüber.

00:28:15: Stimme ist nix, wo man sagen kann, das passiert halt einfach.

00:28:19: Wenn ich wirkungsvoll sein muss, muss ich mich immer entscheiden.

00:28:23: Ich will darüber, Schallwelle raus schicken.

00:28:26: Dann bin ich eine gute Lautsprecherbox mit entsprechender Einstellung.

00:28:29: Ja,

00:28:29: das sind hier schon super Tipps.

00:28:32: Gibt's, wie haben wir schon gesagt, also dem einen, also Stimme ist ja auch was sehr subjektives, wie ihm etwas gefällt

00:28:38: oder nicht.

00:28:40: gibt es jetzt überhaupt objektive Kriterien.

00:28:42: Also was macht eine gute präsente Stimme aus?

00:28:45: Kann man das objektiv überhaupt beschreiben?

00:28:47: Also so auf physikalische Schallwellen oder so auf Frequenzen kann man das nicht machen.

00:28:52: Das kann man nicht machen.

00:28:53: Aber das Frequenzspektrum einer guten Stimme ist immer hoch.

00:28:57: Das hat hohe Töne.

00:28:59: Und es hat tiefe Töne.

00:29:00: Und wenn ich jetzt mit dir spreche, dann kommen manchmal tiefe, manchmal mittelhohe, manchmal hohe Töne rein.

00:29:07: Das heißt, eine gute wirkungsvolle Stimme hat eine abwechslungsreiche Tonqualität.

00:29:13: Sie hat eine volle Tonqualität.

00:29:16: Ich nehme dann natürlich immer die Sprechtechnik dazu.

00:29:19: Du sollst mich verstehen können.

00:29:22: Seit die Buchstarten müssen da sein.

00:29:24: Ich werde jetzt nicht zu deutlich sprechen, dass du das Gefühl hast, ich betone jetzt, die jeden Buchstaben besonders.

00:29:33: Aber du sollst hören, dass ich sage Rot und nicht nur Rot.

00:29:36: Das ist ja was, was man auf jeden Fall trainieren kann.

00:29:39: Aber wie

00:29:40: ist es mit der Stimme?

00:29:42: Kann jetzt wirklich jeder Mensch lernen, gut zu sprechen?

00:29:45: Oder gibt es da auch natürliche Grenzen?

00:29:48: Mit dem Willen.

00:29:49: Du musst das wollen.

00:29:50: Das gibt Leute, die wollen das

00:29:52: nicht.

00:29:52: Und manchen ist ja einfach so eine schöne Resonanzstimme, einfach angeboren.

00:29:57: Wenigen Leuten.

00:29:58: Wirklich.

00:29:59: Ernst Grissemann, der Sohn von Der Mann und Grissemann, der hat immer gesagt, die Leute glauben, dass ich so eine Stimme habe.

00:30:06: Ich tue täglich was dafür.

00:30:09: Man könnte auch die Chris Loner fragen.

00:30:11: Man kann auch die Erika Bloha fragen.

00:30:13: Man kann den Andre Heller fragen.

00:30:15: Aber wenn die gute Auftritte haben, dann tun sie was vorher.

00:30:19: Die müssen natürlich nicht mehr so viel tun.

00:30:21: Lin Ziwon muss sich beim Ski fahren nicht mehr so aufwärmen, wie ich das tun muss, oder du.

00:30:26: Weniger.

00:30:27: Aber die achten auf dieses Ding.

00:30:29: Da bin ich mehr hundertprozentig sicher.

00:30:31: Also du meinst, eine gute Stimme ist weniger angeboren.

00:30:34: Viel davon trainiert

00:30:36: man.

00:30:36: Ich kenne ganz wenige Leute, die wirklich angeboren gute Stimmen haben.

00:30:40: Und selbst dann, wenn du eine angeborene gute Stimme hast, musst du die, wenn du in die Oper willst, trainieren.

00:30:45: Wenn du Opernsängerin oder Sänger werden willst.

00:30:48: Also ich denke immer so, Talent ist für mich.

00:30:51: Du kannst ein Talent haben und es nicht fördern, dann kommt es nicht.

00:30:54: Du kannst wenig Talent haben, aber das üben, dann kommst du gut.

00:30:58: Wenn wir Glühbirnen einschrauben, Du hast ein Talent dafür und ich hab keins.

00:31:03: Du schraubst aber keine ein, aber ich schraube jeden Tag zweihundert Glühbirnen rein.

00:31:08: Dann werde ich nach einem Jahr besser sein als du.

00:31:10: Ja,

00:31:10: es ist wie bei allem.

00:31:11: Es ist wie bei allem.

00:31:14: Warum ist es eigentlich so, dass man auf die eigene Stimme nicht hören kann, so wie man sich auch auf Fotos manchmal nicht sehen kann?

00:31:20: Was ist das für ein Mechanismus?

00:31:21: Beim

00:31:21: Hören ist es noch dazu so, da leiden viele Leute, ich nenne das Stimmerkennungsschock, weil sie sagen, was hat der fremde Mensch mit mir zu tun?

00:31:28: Heutzutage haben wir so viele Soundfiles, wo wir das Ding so gut aufnehmen können.

00:31:33: Das ist eine banale Geschichte, weil wir physikalisch uns selber doppelt hören.

00:31:38: Deine Stimme geht einmal zum Mund raus und kommt über den Außenraum und die Luft in diesem Außenraum wieder ans Ohr.

00:31:45: Das ist ein Teil.

00:31:47: Und wenn man sich aber die Ohren zum Beispiel zustofft und wieder zählen tut, von zehn bis zwanzig.

00:31:52: dann wird man innerlich etwas hören.

00:31:54: Denn unser scharlosem Kellkopf, der breitet sich auch über die Knochen im Körper aus.

00:32:00: Es gibt einen direkten Draht hinauf ins Hirn.

00:32:03: Das heißt, wenn du redest, dann kommen in deinem Kopf gleichzeitig zwei Stimmen an.

00:32:10: Der Innerteil

00:32:10: und der Außenteil.

00:32:11: Und auf einem Tomband ist aber nur der Außenteil.

00:32:16: Aber auf dem Tomband ist noch der Außenteil.

00:32:17: Andere Leute hören immer nur das, was rauskommt.

00:32:21: Und sie werden niemals hören, was die Tonmischung ist.

00:32:24: Ich sage dann immer der einzige Mensch auf der Erde, der sich selber so wahrnimmt, stimmlich, wie du dich wahrnimmst, bist du.

00:32:31: Du bist alleine, Mutter, Sälen, allein auf der Welt.

00:32:34: Das ist die einsamste Erfahrung, deren Mensch eigentlich haben kann.

00:32:37: Warum können wir es nicht bewältigen, so wie beim Auge?

00:32:40: Weil wir beim Auge gelernt haben, Spiegel zu nehmen.

00:32:44: Wenn ich das sehen will, was du von mir siehst, brauche ich ein Hilfsmittel, Spiegel oder Handyfoto.

00:32:51: Die Hilfsmittel für die Stimme, sprich Soundfalt oder Tonbandaufnahmen, die nehmen wir nicht wahr.

00:32:56: Was wir sind heutzutage so oft vor dem Spiegel gestanden, dass wenn du am Morgen früh reinschaust und sagst, es kann ja wohl nicht ich sein, musst du immer schon lächeln, oder?

00:33:05: Weil wir wissen, dass das, was wir im Spiegel sehen, etwas mit uns herauszutun hat.

00:33:10: Und wir verbessern auch noch unser Äußeres, um das Spiegel wie besser zu machen.

00:33:14: Und behaupten auch noch, das ist ja nicht ganz normal, wenn wir uns im Spiegel gut gefallen, dann sind wir so selbstbewusst.

00:33:23: Ist das nicht so?

00:33:25: Ja, ich finde es auch naiv, zu sagen, ist bewuscht, wie ich ausschaue.

00:33:28: Ich sehe es ja nicht.

00:33:30: Aber bei der Stimme machen wir das.

00:33:32: Ist mir egal, wie ich klinge, ich höre es ja nicht.

00:33:36: Und da ist die, dabei ist sich sozusagen die Katze in den Schwanz, wenn ich nicht höre, was da rauskommt, womit ich wirke auf andere Leute, kann ich auch nicht Voice Styling machen.

00:33:47: Das ist ja der moderne Begriff, den wir Menschen beibringen.

00:33:50: Was bedeutet

00:33:50: das?

00:33:51: Voice

00:33:51: Styling.

00:33:53: So wie du dich steilst sozusagen.

00:33:57: Outfit, wo du sagst, ich ziehe jetzt eine blaue Jacke, eine grüne Jacke an, sollte man sagen, okay, den ersten Satz mache ich etwas emotionaler, in der Mitte beim vierten, fünften Dingsbums deutlicher betonen.

00:34:08: Gegen Schluss muss ich ein bisschen schneller werden und da noch mal vollmännend mit Emotionen rein.

00:34:13: Also das ist Voice Styling.

00:34:15: Ah ja.

00:34:16: Jetzt bist ja du jemand, der eben beruflich mit Stimme zu tun hat.

00:34:19: Du achtest sicher auch im Alltag sehr genau darauf, wie du sprichst, wie du atmest.

00:34:24: Kannst du das jemals überhaupt loslassen?

00:34:27: Oh ja, oh ja, Gott sei Dank.

00:34:29: Also ich bin nicht immer in Dienst, ich höre auch nicht.

00:34:31: Ich höre da nur ganz außergewöhnliche, wenn jemand zu mir redet, wenn ich eine Bestellung irgendwo aufgebe und ungefähr so eine Antwort bekomme, dann reist es mich natürlich schon auf außergewöhnliche Dinge.

00:34:45: Nein, mir fällt da nicht zum Beispiel nur auf, dieses Mikrofon hier ist sehr, sehr gut.

00:34:49: Das verstärkt meine Ansicht nicht lauten Atemgeräusche.

00:34:54: Und da höre ich mich jetzt so schnaufen und denke mir, oh mein Gott,

00:34:58: will

00:34:58: ich eigentlich nicht.

00:35:00: Und so was fällt mir dann auf.

00:35:01: Bleiben wir vielleicht ganz kurz noch bei der Atmung, weil das so ein wichtiger Aspekt ist.

00:35:06: Welche Rolle spielt die Atmung beim

00:35:08: Sprechen?

00:35:09: Eine große, weil wir beim Ausatmen reden.

00:35:13: Viele Menschen atmen ein, bevor sie sprechen, stauen dann die Luft.

00:35:18: Herzlich willkommen, meine Damen und Herren, und pressen dann das zu viel Luft raus.

00:35:23: Also, Ausatmen vor Beginn wäre mal schon ganz gut.

00:35:25: Also, bevor ich zu sprechen...

00:35:27: Bevor ich zu sprechen soll ich es ganz gut machen.

00:35:30: Guten Morgen, meine Damen und Herren.

00:35:31: Ich bin sofort da.

00:35:33: Hab ich dann genug Kraft?

00:35:35: Gib dir ein anderes Beispiel.

00:35:36: Wenn ich dich mit einer Nadel ganz hinter rücks in den Allerwertesten piksen würde, könntest du auch schreien oder müsstest du vorher Luft holen?

00:35:44: Spannend.

00:35:46: Wenn jemand von uns sich den Ellbogen am Kasten anrennt, dann schreien wir alle auf, niemand macht.

00:35:51: Oh.

00:35:52: Du meinst, es bleibt immer noch in Luft

00:35:54: da.

00:35:55: Weil das ist so im Kopf.

00:35:56: Im Kopf ist es so,

00:35:57: im Kopf da viel Luft zu brauchen.

00:35:59: Ganz im Gegenteil ist der Fall.

00:36:00: Wir brauchen ganz wenig Luft.

00:36:03: Und das führt sogar zu der berühmten Sängerprobe.

00:36:06: Wenn wir Töne, Volltöne erzeugen, Sänger müssen nach Ende ihrer Laufbahn, zehn Zentimeter vor dem Mond eine brennende Kerze haben.

00:36:14: Und dann kommt das nicht zu hohe C, aber dann kommt ein Volltöne des O. Und da kommt so wenig Luft raus, dass die Kerze nicht flackert.

00:36:23: Jetzt kann man sich kaum vorstellen, schaffe ich auch nicht.

00:36:26: Aber eigentlich verbrauchen wir so wenig Luft, wenn wir den Apparat effizient einsetzen.

00:36:32: Das ist eine faszinierende Geschichte.

00:36:33: Das

00:36:34: ist echt faszinierend und ganz neu für mich.

00:36:36: Jetzt sind wir eh schon bei diesen Alltags-Sprechen auch.

00:36:39: Jetzt gerade, wenn man viel spricht, also ich denke da auch an Berufsgruppen wie zum Beispiel Lehrer und Lehrerinnen.

00:36:46: Wie kann ich meine Stimme schonen?

00:36:49: Geht eigentlich nicht, weil wir sollen nicht flüstern, das tut der Stimme noch viel weniger gut.

00:36:54: Wir sollen sie voll tönet.

00:36:56: machen, was immer wichtig ist.

00:36:57: Solche sprechintensiven Berufe müssen sich aufwärmen.

00:37:01: Sieben Minuten, acht Minuten vor einem langen Unterrichtstag.

00:37:04: Sieben Minuten, fünf Minuten im Auto irgendetwas tun vor einem langen Präsentationstag.

00:37:10: Und da meine ich jetzt nicht die Leute, die mit Stimme Brötchen verdienen, Radiomudaktoren.

00:37:15: Aber den normalen Alltagssprecher gibt ja ganz viele Verkäuferinnen in einem Kosmetikladen bisschen viel, viel Reden.

00:37:25: Apothekerinnen, Arzthilferinnen,

00:37:28: Ärzte, Mediziner, das ist so alt.

00:37:30: Immer ein bisschen aufwärmen, aufwärmen, aufwärmen.

00:37:33: Und die ersten Anzeichen von Stimmermüdung bedeuten, dass ich mehr die Klappe halten muss.

00:37:38: Heißt nach acht Stunden Unterricht, eine Stunde schweigen.

00:37:43: Ungefähr im Verhältnis eins zu acht.

00:37:45: Das regeneriert

00:37:46: das Stimmen.

00:37:46: Ja, Manager fahren nach Hause und anstatt sie im Zug nach vier Stunden sprechen oder Konferenzen, die Klappe halten, telefonieren, die hören das Handy ab, machen wieder verbale Geschichten.

00:37:58: Nein, hinein in den Zug, ein gutes Buch nehmen, eine Zeitung und Ende, Stimme, Ruhe nennt man das.

00:38:05: Und seien das nur zwanzig Minuten, jede Kindergärtnerin, wenn sie nach Hause geht, sollte jeder Kindergärtner die Stimme schonen im Verhältnis eins zu acht, also Stimm, Ruhe halten, das ist schonung.

00:38:18: Und was man auch wissen muss, sobald es ein bisschen kratzt, braucht man Stimmpastillen.

00:38:22: Eine einwerfen pro Stunde, weil dieses, ab der Apparate im Hals, an eine gute Feuchtigkeitsbalance gebunden ist.

00:38:31: Das heißt, in dem Moment, wie wir trockene Mund kriegen, schlägt sich das ziemlich schnell auf den Kälkopf und auf den Hals hinunter.

00:38:37: Hast du da einen speziellen Tipp, was man da lutschen

00:38:40: sollte?

00:38:41: Man darf keine Werbung machen.

00:38:42: Kein Menthol, das trocknet aus.

00:38:44: Aber schwarze Johannesbäre ist super.

00:38:47: Es gibt ein Isle, die Schmursch

00:38:49: gibt auch.

00:38:50: Eibischzuckerl sind ganz gut.

00:38:51: Eibischzuckerl

00:38:52: sind wunderbar.

00:38:53: Seilbeizuckerl, es geht fast alles.

00:38:56: Und das hilft auch und beugt der Heiserkeit vor.

00:38:59: Du könntest es rausschneiden.

00:39:00: Der Frosch im Hals vom Sonnentor ist ein Hammer.

00:39:02: Gerät das Pastillen, wenn du es rauskneiden.

00:39:04: Ich mag Sonnentor, lass mal drinnen.

00:39:06: Stimmpastillen, die die Stimme pflegen, noch nicht medikamentös sind.

00:39:12: Jetzt sind wir ja eben im Winter, mitten im Winter, trockene Heizungsluft.

00:39:16: Das ist schon eine sehr herausfordernde Zeit für die Stimme, oder?

00:39:19: Genau.

00:39:20: Was rätst du da?

00:39:22: Luft irgendwie feuchthalten?

00:39:23: Wer kann

00:39:24: Luft befeuchter?

00:39:25: Pflanzen mit Hydro-Kultur aufstellen.

00:39:28: Das machst du.

00:39:29: Du bist ein Pflanzen-Fan, hast du uns schon verraten?

00:39:31: Ja.

00:39:32: Und auch im Büro.

00:39:33: Große Pflanzen mit Hydro.

00:39:35: Also große Kübel, die man nicht ständig gießen muss.

00:39:37: Große Kübel.

00:39:38: Einfach mal messen auch, ob das so ist, dass tatsächlich die Luft sehr trocken

00:39:43: ist.

00:39:43: Echt auch Wäsche aufhängen oder?

00:39:45: Ja, super.

00:39:45: Auf dem Wäsche trocken.

00:39:46: Das ist überhaupt die banalte Geschichte.

00:39:48: Handtücher, einmal im Wohnzimmer, Schlafzimmer sind vor allem wichtig.

00:39:52: Wenn der Nacht

00:39:53: auf den Mund offen lässt.

00:39:55: Ich frag dich jetzt auch noch so ein Mythos.

00:39:57: Also man sagt immer, man soll nicht zu kalt trinken, dass das den Stimmbändern schadet.

00:40:02: Stimmt das?

00:40:03: Also trinken kommt überhaupt nicht an die Stimmbänder.

00:40:06: Das ist der falsche Kanal.

00:40:07: Das Wasser geht in die Speiseröhre.

00:40:09: Das ist auch so ein Mythos.

00:40:10: Ich muss trinken um meine Stimmbänder zu befreichten.

00:40:13: No, das geht überhaupt nicht, weil das Wasser ... Das sorgt nur in der Umwegring-Tabilität dafür, dass wir einfach genügend Schleim haben.

00:40:22: Deswegen schon, trinken, trinken, trinken, trinken, zwei bis drei Liter pro Tag.

00:40:27: Und man muss ein bisschen ausprobieren.

00:40:29: Ich würde vorschlagen, temperiertes Wasser.

00:40:32: Aber es gibt Zeiten, da kann ich eiskalt das Bier trinken und das tut der Stimme genau nix.

00:40:37: Und ab Oktober ist es fertig.

00:40:40: Da geht das nicht, da geht es nicht.

00:40:44: Aber Stimmmanagement ist individuell, das lernt man mit der Zeit.

00:40:47: Wenn man ein bisschen beobachtet, merkt man sofort, wenn man zu hüsteln anfängt.

00:40:53: Auch zu heiß ist manchmal nicht gut.

00:40:55: Manchmal ist Scharf nicht gut.

00:40:57: Es gibt viele Leute, die kriegen ja total heißere Stimme.

00:41:00: Wenn sie viel Curry essen, viel hoch stark gewürzte Pfeffer sachten, muss man ein bisschen ausprobieren.

00:41:07: Ich schwöre ja immer auf Salbei-Tees.

00:41:08: Wenn ich so ein bisschen Halsweh habe, das tut wahnsinnig gut für dich.

00:41:12: Genau,

00:41:19: du hattest ja vor kurzem eine Kehlkopfentzündung.

00:41:23: Da haben wir geschrieben und nicht telefoniert.

00:41:26: Du warst da wirklich streng, hast dir striktes Sprechverbot verordnet selbst.

00:41:31: Muss man da wirklich so streng sein?

00:41:33: Also

00:41:33: das musst du auch.

00:41:34: Du bringst da keinen Ton raus.

00:41:35: Ich hab tatsächlich, also, fünfzehn Jahre hatte ich, das ist nicht, grassiert gerade ein sehr starker Virus.

00:41:40: Das hat Gott sei Dank meine Stimmärztin mir gesagt, weil ich mir schon gedacht hab, was hab ich gemacht.

00:41:45: Virus aufgefangen, man hört es manchmal eh noch ein bisschen kratzen.

00:41:49: Und wenn du fünf Tage keinen Ton rausbringst, wenn du fernst, wuchs.

00:41:54: dann hält so ganz schnell die Klappe.

00:41:56: Also in meinem Fall war es dann noch so, dass ich wirklich gefürchtet habe, jeden Morgen vorursichtlich ausprobiert, kommt da schon ein Ton.

00:42:02: Fünf Tage war definitiv nix.

00:42:06: Und was hätte da am meisten geholfen, außer das Schweigen?

00:42:09: Fencheltee, ich trinke Fencheltee, dünner, ganz dünner Fenchel und Anistee, das ist mein Mittel.

00:42:16: Dann gibt es einen Taschen-Inhalator, wo man tatsächlich die Stimmbänder befeuchten kann.

00:42:23: Ja, und ansonsten zuwarten.

00:42:25: Also es war dann, Gott sei Dank, die mentale Vorgabe meiner Ärztin, die gesagt hat, dauert drei Wochen.

00:42:30: Und was so?

00:42:32: Es war so.

00:42:33: Ich habe mich in der Zwischenzeit durch Bücher gefressen, schalt gestrichen, Wolle aufbewerbt.

00:42:38: Kannst nichts machen.

00:42:39: Ingrid, wir kennen das alle.

00:42:40: Wir rufen meinen Menschen an.

00:42:42: Er spricht mit uns und wir wissen sofort, wie es dem geht.

00:42:46: Warum drückt die Stimme?

00:42:49: Unsere Stimmung, unsere Befindlichkeit aus.

00:42:52: Wie kann man sich diesen Zusammenhang erklären?

00:42:54: Das ist ihr Job.

00:42:55: Dafür hast du das.

00:42:56: Wenn ein Baby schreit, musst du wissen, das braucht dich.

00:42:59: Und das wissen die bei einem Unterton.

00:43:01: Aber ich find grad beim Baby, wenn meine Tochter geschrien, aber hab ich jetzt nicht gewusst, schreib's, weil sie unerhört.

00:43:09: Am Anfang geht's nicht an.

00:43:10: Das sind wir nicht gewöhnt, weil die Töne zuerst kommen.

00:43:13: Aber irgendwann kriegst du mit, ist das ein Hunger oder ist das ein Müdighets?

00:43:17: Oder was ist das für ein Gequenge, das jetzt aus den Tönen kommt?

00:43:20: Ich sag's meistens beim Baby, weil das der Job ist unserer Stimme.

00:43:25: Und dann geht's ja dann noch weiter.

00:43:28: Alle anwesenden Herren, wer jetzt immer uns zuhört, wissen am Ton ihrer Herzallerliebsten.

00:43:35: Am Freitag, Nachmittag um sechzehn Uhr.

00:43:37: Hallo, Schatz.

00:43:39: In welcher Stimmung das Wochenende losgeht.

00:43:42: Es ist doch immer dasselbe Wörding.

00:43:44: Alle uns zuhören, den Eltern, wissen am Ton aus dem Kinderzimmer.

00:43:49: Ja, Mama, ich hab's gehört.

00:43:51: Was passieren wird.

00:43:53: Das ist immer derselbe Wort, immer derselbe Buchstabe.

00:43:56: Aber du weißt, was du für eine Stimmungslage damit erreicht hast, oder?

00:44:02: Ja, ja.

00:44:03: Und du bist

00:44:04: darauf angewiesen.

00:44:05: Du bist darauf angewiesen.

00:44:07: Es hat uns Mutter Natur so gegeben, wenn ich jetzt sage, liebe Frau Pilzischer, sie sind aber jetzt wirklich die interessanteste und die netteste und intelligenteste Interviorene, die ich je gehabt habe.

00:44:20: Fühl ich mich verarscht.

00:44:21: Ganz genau.

00:44:22: Und woran hörst du das?

00:44:23: Weil wenn ich die Botschaft in ein Mail schreibe und dir später sage, sie waren Dittin, dann fühlst du dich nicht verarscht.

00:44:30: Also, da kommt der Ton dazu, indem ich das sage.

00:44:34: Und du weißt etwas über meine Befindlichkeit.

00:44:37: Du weißt, ob diese Botschaft dich dir schicke, ernst gemeint ist oder völliger Käse.

00:44:43: Du meinst, also man hört auch an der Stimme, ob jemand lügt.

00:44:46: Ja, selbstverständlich.

00:44:48: Worauf können wir uns da... Das ist, wenn dann die Mimik

00:44:51: nicht zusammenpasst.

00:44:53: Es geht auch am Telefon.

00:44:55: Es geht auch am Telefon.

00:44:57: Wie entlarvst du Lügner oder Lügnerinnen?

00:45:03: Wenn ich ganz ehrlich bin, du musst sie natürlich ein bisschen kennen.

00:45:06: Du musst den Menschen vorher gehört haben und seine normalen Töne kriegen.

00:45:13: Aber dann, wie ich es mache... Ich sage halt einfach, ich höre das einfach.

00:45:19: wenn meine Mama zu mir sagt, na na, du musst mir jetzt nicht mehr anrufen morgen.

00:45:23: Weiß ich doch, falls es geschlagen hat.

00:45:26: Also, ich kann

00:45:26: dir nicht sagen, dass ich auch geschwuldig bin.

00:45:28: Das ist ein feines Ohr für das schon.

00:45:31: Aber...

00:45:32: Ach, du sagst mir im Alltag alle.

00:45:34: Ich trete nehm drum immer die Männer als, die hören das auch, die wissen, wie ihr Teenager drauf ist.

00:45:39: Ja, oder die Frau, das Beispiel.

00:45:41: Oder die Frau.

00:45:42: Ich weiß auch sofort, wie mein Mann

00:45:44: drauf ist.

00:45:45: Und du weißt, wie die Mitarbeiter drauf sind, schon wenn der über den Gang hinein ruft, hallo, guten Morgen, dann weißt du doch, wie hoch die Energie ist oder nicht.

00:45:54: Und das ist ein Wissen, das unser Ohr ganz unmittelbar gibt.

00:45:58: Der Ton macht die Musik, heißt das Spricher.

00:46:01: Und können wir das auch fähigen?

00:46:02: Also angenommen, ich bin müde, bin nicht gut drauf und ich versuche aber so zu klingen als ob.

00:46:10: Das geht nur dann, wenn die Stimme dir zur Verfügung steht.

00:46:13: Und es ist ein großes Kapitel des Stimmtrainings.

00:46:16: Man nennt das emotionale, funktionale Stimmgebung, wenn du grundsätzlich weißt, wie dein normaler, positiv, neutraler Ton ist.

00:46:27: Dann kannst du auch ein Wörting von, es geht mir schlecht, so färben, dass das positiv neutral klingt.

00:46:32: Also

00:46:32: ich kann

00:46:33: nicht verstellen.

00:46:34: Ich weiß nicht, ob es Verstellen ist oder eine, ich entscheide mich, dich nicht hören zu lassen, wie es mir geht.

00:46:40: Das ist eine Entscheidung, die, finde ich, steht jedem Menschen frei.

00:46:44: Ja, aber ich denke jetzt auch speziell zum Beispiel an Schauspieler und Schauspielerinnen.

00:46:47: Die müssen ja über ihre Stimme sehr viel transportieren.

00:46:51: Das ist eine Kunst und deswegen heißt das auch Schauspiel-Kunst.

00:46:56: und nicht Schauspielern und Verstellen.

00:46:58: Die müssen sehr genau wissen, wo sie auf ihrer Stimmpalette welchen Ton, welche Emotionen abrufen und die muss ihnen am Bruchteil einer Sekunde zur Verfügung stehen.

00:47:10: Bringt mich auch gleich zu einem neuen Thema, Stichwort KI, künstliche Intelligenz.

00:47:16: Mittlerweile werden ja immer mehr Stimmen von der KI ersetzt.

00:47:20: Was bedeutet das für uns?

00:47:23: Was es genau bringen wird, weiß ich nicht.

00:47:25: Im Moment sind die KI-Geschichten für geschulte Menschen noch sehr einfach zu erkennen.

00:47:30: Wir haben viele Experimente gemacht.

00:47:32: Ich hab mich selber chinesisch reden lassen oder Englisch oder Spanisch oder Sprachen, die ich nicht spreche.

00:47:38: Ich merke an der Tonalität, das bin ich nicht.

00:47:40: Ich weiß ganz genau, so würde ich niemals atmen.

00:47:43: Du merkst das, aber willst du auch die anderen merken?

00:47:45: Ja, und viele andere merken es nicht mehr.

00:47:48: Und da wird die Geschichte schwierig.

00:47:49: Das heißt, wenn du einen Menschen nicht kennst, Wird die Geschichte schwierig und ich will mir gar nicht ausmalen, was die Betrüger und Betrügerinnen dieser Welt damit noch vorhaben.

00:48:00: Ja oder auch, wie siehst du da zum Beispiel in die Zukunft von Synchronsprecherinnen und Sprechern?

00:48:05: Ja, schwierig.

00:48:06: Also Synchronsprecher leiden massiv unter der Bedrohung und das kann natürlich schon sein.

00:48:12: Ich habe mir aufgrund unserer Vorgespräche darüber Gedanken gemacht und denke mir, wird ein James Bond Film in Zukunft von KI?

00:48:23: gemacht werden.

00:48:25: Rentechnisch würde das gehen, aber ich stelle mir halt vor, dass der Regisseur schon sagt, kann ich da bitte ein bisschen einen anderen Ton haben.

00:48:34: Und ich glaube, dass der Aufwand dann den Befehl KI-mäßig einzutippen, weil das musst du ja dann in ein Computer tippen, dann muss der KI sagen, ich brauche hier ungefähr vier Prozent mehr heitere Beschwingtheit.

00:48:47: Ich weiß nicht, ob das vom Handling her tatsächlich so gehen wird.

00:48:52: Und ob dann nicht Menschen einfach wesentlich schneller reagieren, weil selbst wenn ich einen Film mache und ich lasse den Vertronen mit einer KI-Stimme und mir gefallen dann Passagen nicht, muss ich mich wieder hinsetzen und der KI einen Befehl einschreiben, wie sie denn nun diese zwei Sätze machen.

00:49:09: Also ich bin mir

00:49:10: nicht ganz

00:49:10: sicher.

00:49:11: Aber es ist wahrscheinlich günstiger.

00:49:12: Das weiß ich nicht.

00:49:14: Das

00:49:14: machen halt andere Leute die Arbeit.

00:49:17: Das muss der Regisseur mehr haben.

00:49:18: Das ist die Frage, wer mehr kostet.

00:49:19: Das wird nicht mehr.

00:49:20: Wahrscheinlich

00:49:21: wird das eben was meiner Sicht daran hängen.

00:49:23: Ich kann mir auch schwer vorstellen, dass wenn das Hausnummer Woman wieder mal irgendeinen Event macht, dass ihr dann die Begrüßung von KI machen lasst.

00:49:30: Das nicht, aber es ist tatsächlich schon überlegt worden, zum Beispiel meine Stimme für den Podcast zu verwenden.

00:49:38: Was genau macht ihr da?

00:49:40: Nein, das ist alles noch nicht verhaubend.

00:49:41: Also eine

00:49:41: Überlegung?

00:49:42: Eine Überlegung.

00:49:42: Das war einfach, ja, also wir haben das, also dass das rein ... Du kannst ja mit Sprechproben eines Menschen...

00:49:49: Ja, du stehme Nachmach.

00:49:50: Genau.

00:49:51: Und müsst ihr dann nicht mehr ich da sitzen, sondern... Ich

00:49:54: nehme halt

00:49:54: dann an der Zukunft

00:49:55: in sich her.

00:49:56: Dann wird die KI auch auf ihre Algorithmen und auf ihr Wissen zurückgreifen und dann nur da sagen, was sie weiß.

00:50:03: Aber das bist nicht so.

00:50:05: Und jemand, der dich kennt oder jemand, der auch von außen dich nicht kennt wird sagen, hat dir aber komische Ansichten, diese Chefredakteurin davon.

00:50:12: Also mir wäre das auch zu gefährlich.

00:50:13: Natürlich,

00:50:14: ich würde es mir auch nicht wünschen.

00:50:15: Aber

00:50:16: es sind spannende Überlegungen.

00:50:17: Ich sitze genauso wie du jetzt da und denk mir drüber nach.

00:50:20: Manche Stimmen werden nichts mehr zu tun haben.

00:50:25: Der andere Teil ist... Was ich nicht genau weiß, ist, ob die junge Generation gewohnt ist über Chatbots und lauter solche künstlichen Dingen.

00:50:33: Sie sind verbunden mit der Schallfelle von... oder so künstliche Dinge wie... Wenn Sie ein Taxi rufen wollen, dann drücken Sie bitte die Eins.

00:50:44: Sind die das alle gewohnte Jungen?

00:50:45: Wie nervt so was?

00:50:47: Wenn ich eine Kunstgestimme habe...

00:50:50: Andererseits muss man ja sagen, beim Einsatz jetzt in der Medizin, ich denke da an Psychotherapie, angeblich werden ja ganz viele Erstgespräche schon von ...

00:50:58: von K.I.s gemacht.

00:50:59: Die vermitteln das, was eine Stimme tun muss, nämlich Zuwendung.

00:51:03: Das kann die manchmal besser, weil die Zuwendung kann so einschalten.

00:51:06: Bei uns kann es nicht immer.

00:51:08: Oder wir

00:51:09: Menschen ... Ja, aber das ist schon, da denke ich mir schon, ja.

00:51:11: Mal schauen, wieder.

00:51:12: Wir wissen es nicht.

00:51:14: Aber es bleibt auf alle Fälle spannend.

00:51:16: Spätestens denke ich mir beim ersten Date.

00:51:20: Wird ich dann sagen, das ist aber nicht deine Stimme, du klingst doch eigentlich ganz anders.

00:51:24: Und dann wird man zugeben müssen, ja ich hab mit KI gefegt.

00:51:27: Also ich kann mir das irgendwo im Endeffekt eigentlich ausmalen zwar, aber funktionieren wird ein Detail nur mit zwei Menschen, die miteinander reden.

00:51:39: Oder schalten die dann einen Übersetzer ein?

00:51:41: Ich verstehe

00:51:42: es nicht.

00:51:43: Das kannst du dir auch nicht so wirklich vorstellen.

00:51:45: Und da denke ich mir, irgendwo hat es dann Grenzen.

00:51:47: Nein, ich sehe das auch mehr im beruflichen Kontext, nicht im privaten, muss ich ganz ehrlich sagen.

00:51:52: Wir sind schon sehr gegen Ende, liebe Ingrid.

00:51:54: Jetzt frage ich dich einfach, gibt es noch Mythen über Stimme und Sprechen, die du gerne gerade rücken würdest?

00:52:02: Ja, würde ich.

00:52:03: Stimme ist angeboren, was kann ich da schon tun?

00:52:06: Das ist der größte Mythos.

00:52:09: Wir

00:52:09: haben eine Stimme, wir haben Stimmbänder, wir haben eine Lunge, wir haben alle Organe, die dafür zuständig sind, wir haben ein Körper, der ist die Lautsprecherbox, wir haben Artikulationswerkzeuge, aber wenn ich den Mund nicht aufmache, weil ich das irgendwie ganz seltsam benutze, dann ist das Messer stumpf, bildlich gesprochen.

00:52:26: Dann verstehst du auch nichts, ich mache jetzt gerade den Mund nicht auf, aber das wird man auch draußen hören.

00:52:31: Also ich kann diese Werkzeuge alle Lernen gut einzusetzen.

00:52:36: Deswegen ist die Stimme nicht angeboren.

00:52:41: Wie wird diese Organe nutzen, ist angelernt.

00:52:44: Jetzt stelle ich dir noch eine unangenehme Frage.

00:52:47: Oder gibt es noch weitere Mythen?

00:52:49: Nein, nur dass immer Menschen sagen, sie können nicht singen.

00:52:52: Und ich sage einfach, das stimmt nicht.

00:52:54: Jeder Mensch kann singen.

00:52:56: Also eigentlich können wir alle sprechen und singen.

00:52:57: Und

00:52:57: Kinder, die die Töne nicht treffen, das ist mir noch wichtig für Eltern oder für Lehrpersonen.

00:53:02: Die brauchen die Rhythmusinstrumente.

00:53:06: denen muss man nicht Drehangel geben.

00:53:07: Meistens kann ein Kind das sehr... Ist das

00:53:09: ein Entwederoder?

00:53:11: Ist das ein Entwederoder?

00:53:12: So quasi, wenn ich die Zöne nicht treffe, dann... Vorläufig.

00:53:14: Dann gibt dem Kind einen Schritt zurück.

00:53:16: Denn was ist zuerst in unserem Leben der Herzschlag?

00:53:18: Und erst nachher kommt die Stimme.

00:53:21: Ein Herzschlag haben wir schon als Baby da drin.

00:53:24: Ja, aber es gibt auch Menschen, so wie ich, die auch keine Rhythmusgefühl haben.

00:53:29: Da muss man ein bisschen arbeiten, weil ich bin sicher, du hörst etwas, die Umsetzung im Körper ist schwierig.

00:53:34: Mein Vater konnte weder singen noch klatschen überhaupt, aber er hat jeden falschen Ton bei den Winners im Pfundlichand.

00:53:40: Die spielen keine falschen Ton, aber in der Musik gehört.

00:53:43: Also es gibt

00:53:43: eine passive Musik-Kalität.

00:53:45: Also ich singe wahnsinnig gern auch im privaten, aber ich setze meistens falsch ein, zu früh oder zu spät.

00:53:52: Und das ist sehr oft eine Lerngeschichte, weil wir durch die vielen perfekt gestalteten Songs im öffentlichen Raum.

00:53:59: Ganz wurscht welche Richtung du gerne hörst.

00:54:02: So ein Spundus haben auch nur ein einziges, falsches Lied zu singen.

00:54:08: Einfach Tram bleiben, weiter

00:54:10: singen.

00:54:11: Nicht

00:54:11: perfekt, aber es muss sich gut verblügen.

00:54:15: Und ich hasse es immer noch der Mythos, wenn Leute sagen, ach, das mutige zu meinen Zuhörern nicht zu.

00:54:20: Käse ist absolut der Käse.

00:54:22: Der einzige falsche Ton ist der, den du nicht singst.

00:54:25: Also das nehme ich sicher mit, ich werde noch mehr singen.

00:54:27: Jetzt aber wirklich zu meiner noch ein bisschen unangenehmen Frage, die ich aber gegen Schluss irgendwie stellen muss.

00:54:33: Was ist an meiner Sprache, an meiner Stimme aufgefallen?

00:54:35: Was könnte ich besser machen?

00:54:37: Hast einen einfachen Tipp, den ich zukünftig einsetze?

00:54:39: Ja, ich habe einen

00:54:40: ganz einfachen Tipp.

00:54:41: Ich darf ein bisschen melodisch nach unten aufgehen, das Spektrum.

00:54:44: Stell dir vor, deine Stimme ist ein Klavier.

00:54:46: Du hast Tasten, da sind die höheren Töde drauf und es gibt Tasten, da sind die unteren.

00:54:51: Also auf Deutsch gesagt, was immer du tun kannst, du hörst jetzt mir zu, setzt den Satzanfang nach unten.

00:54:59: Du meinst, ich sollt mehr in diesen Regionen

00:55:01: sprechen?

00:55:02: Genau.

00:55:02: Wann immer es mir einfällt, sprich mal nach.

00:55:04: Wann immer es mir einfällt?

00:55:05: Wann

00:55:05: immer es mir einfällt?

00:55:06: Nach einer Pause.

00:55:07: Nach einer Pause.

00:55:08: Nach einem Wort.

00:55:11: Nach einem Wort.

00:55:11: Wenn ich einfach will,

00:55:12: dann gehe ich runter.

00:55:13: Genau.

00:55:14: Dann fange ich von unten an.

00:55:16: Okay.

00:55:17: Ja, fang ich von unten an.

00:55:18: Du bleibst dort nicht.

00:55:20: Ich geh ja dann rauf, du bleibst dort nicht.

00:55:23: Aber du holst den Ton von ganz unten.

00:55:25: Und damit geht dein Klavier weiter auf.

00:55:27: Das ist aber wirklich der wohnend Only.

00:55:29: Aber

00:55:29: das ist ein super Tipp.

00:55:31: Ich danke dir vielmals.

00:55:32: Und jetzt, alle allerletzte Frage, weil es geht ja nicht um mich, sondern es geht auch um unsere Hörerinnen und Hörer.

00:55:40: Welche tägliche Miniroutine empfüllst du?

00:55:43: jeden und jeder?

00:55:44: für eine langfristig gesunde und charismatische Stimme.

00:55:49: Wenn wirklich mini, mini, mini, mini ist, dann ist das Mund aufmachen.

00:55:53: Alle Kinder der Welt fangen mit M, Mama und Papa mit der Lippe anzuarbeiten.

00:55:59: Das Wichtigste, was wir wieder können müssen, ist dieses Pferdeschnauben oder Lippenflatten.

00:56:07: Von oben nach unten.

00:56:09: Fest Gas geben, da sage ich immer Motorradfahren.

00:56:13: Und das bitte ungefähr eine halbe Minute.

00:56:17: Den Lieblingssong nehmen, jetzt haben wir gerade im Neujahrskonzert Donauwalzer.

00:56:24: Oder den Song der Saison ist vollkommen egal.

00:56:27: Irgendetwas, eine Minute wäre noch besser, aber wenn es gar nicht anders geht, dann bitte.

00:56:33: Das aktiviert alle anderen Organe, die wir für Sprechen brauchen.

00:56:36: So gut, Frist.

00:56:37: Und ist auch eine wahnsinnig schöne Klammer zu Beginn unseres Gesprächs.

00:56:41: Liebe, liebe Ingrid, ich danke dir vielmals für deinen Besuch bei uns im Studio, für die spannenden Einblicke in ein Thema, das uns alle betrifft und für deine vielen guten Tipps.

00:56:51: Auch Ihnen, liebe Hörerinnen, sage ich wie immer, danke fürs dabei sein, bis bald und von unten jetzt geholt nach einer Pause auch wieder hören.

00:57:00: War das gut?

00:57:01: Das war super.

00:57:03: Danke dir!

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Über diesen Podcast

Wir sprechen in diesem Podcast über relevante Themen unserer Zeit und wollen unseren Hörerinnen und Hörern damit neue Inspirationen für ein besseres Leben geben.
Sie können sich hier Anregungen holen aus den Bereichen Spiritualität, Achtsamkeit, Psychologie, Wellness, Gesundheit, Medizin, Bewegung und Ernährung. Kompetent, sympathisch und authentisch machen wir Lust auf ein genussvolles, gesundes Leben und bieten eine Fülle an Ideen, wie man mit ganz einfachen Methoden und Tipps den Alltag bunter und bewusster gestalten kann.
Die Gespräche führt Kristin Pelzl-Scheruga, Chefredakteurin von WOMAN Balance, Österreichs Magazin für achtsamen Lifestyle.
Treten Sie mit uns in Kontakt und werden Sie Teil unserer Community: wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen zu unseren Themen!

von und mit Kristin Pelzl-Scheruga

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