Zeit zum Reden – WOMAN Balance

Zeit zum Reden – WOMAN Balance

Transkript

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00:00:00: Die Art und Weise, wie wir mit uns selbst umgehen ist immer die Basis von allem.

00:00:06: Auch für unsere eigene Gesundheit – mental und körperlich!

00:00:11: Zeit zum Reden.

00:00:14: Der Podcast von Bummern Balance.

00:00:16: Ich bin Christine Peltzer-Scheroger, Chefredakteurin und ihre Gastgeberin.

00:00:20: Hier geht's um ganzheitliche Gesundheit, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung.

00:00:25: Neu dazu persönliche Einblicke, Tipps und Impulse von mir.

00:00:30: Los geht's!

00:00:31: Jetzt gibt es gleich den ersten Tipp und weitere folgen dann im Laufe des Gesprächs.

00:01:01: Körper und Seele stehen in einem fortwährenden Austausch.

00:01:04: Davon ist mein heutiger Gast überzeugt!

00:01:06: Ganz herzlich willkommen Dr.

00:01:08: Sabine Victoria Schneider!

00:01:09: Hallo, danke für die schöne Einladung!

00:01:12: Sabine wir kennen einander ja schon sehr lange beruflich und auch ein ganz kleines bisschen privat.

00:01:17: du bist Psychologin, Gesundheitswissenschaftlerin genau genommen heißt Doctor of Public Health Und du betreibst eine psychologische Praxis in Salzburg und manchmal, glaub ich, bist du für Klientinnen auch in Wien und Bayern erreichbar.

00:01:32: Genau!

00:01:33: Wir tauchen heute gemeinsam mit dir ganz tief ein in das Gebiet der Psychosomatik – und du hast darüber einen über siebenhundert Seiten dicken Hartgeber veröffentlicht – wenn der Arzt nicht weiter weiß.

00:01:48: Erschienen bei Edition A Und das ist eigentlich so eine Art Nachschlagewerk, dass rund zweihundert Beschwerden auflistet von A wie Abgeschlagenheit bis Z wie Züsten und dann passende naturheilkundliche Empfehlungen eben für die einzelnen Symptome

00:02:06: tippt.

00:02:07: Für wen hast du das Buch eigentlich geschrieben?

00:02:09: Für alle Gesundheitsinteressierten.

00:02:12: Psychosomatik ist heute ein so großes Thema.

00:02:15: Irgendwie kennen wir alle Beschwerde Zum Glück keine organische Ursache gibt, die uns aber begleiten.

00:02:23: Und wenn man diesen Beschwerden mal auf den Grund gehen möchte, mal überlegen möchte was ist eigentlich die Botschaft dahinter?

00:02:31: Oftmals akzeptieren wir sie einfach.

00:02:33: Sie sind für uns unbequem, aber wir sehen sie als Teil von uns selbst an.

00:02:38: Was ja aber wiederum bedeutet?

00:02:39: Wir drücken sie einfach weg und das ist mit der Zeit das Ungesunde!

00:02:44: Weil alles was ich wegdrücke kann sich genau dagegen wehren und immer noch massiver kommen und im Notfall sogar chronifizieren.

00:02:54: Und mein Ansinnen mit dem Buch war Und ist, dass man die Möglichkeit hat, einmal punktuell reinzulesen.

00:03:02: Einmal zu überlegen was sind Themen?

00:03:04: Was sind Beschwerden, die mich selber interessieren?

00:03:07: Was weiß ich vielleicht auch bei meinen Kindern in der Familie, bei meinen Freunden?

00:03:12: Dass man das so als Wegbegleiter nimmt ein bisschen wie eine moderne Hausapotheke der Psychosomatik wo man immer mal nachlesen kann Was kann bei Ursprung sein?

00:03:23: Auch was kann ich selbst dagegen unternehmen.

00:03:26: Ich finde, man tut das ja auch ganz gern!

00:03:28: Das ist so ein bisschen fast... Verzeih mal jetzt den Vergleich aber es hat so etwas wie Astrologie oder sich wiederfinden einfach.

00:03:36: Dass man sagt okay, ich habe Kopfweh, was könnte denn eigentlich dahinter stecken?

00:03:40: Jetzt ist aber doch so glaube ich psychosomatisch wird ja oft missverstanden.

00:03:45: Manche siedeln das ein bisschen im Bereich der Esoterik fast an, aber es ist eigentlich ein medizinisches Fachgebiet.

00:03:51: Gibt's da sowas wie eine medizinische Definition dafür?

00:03:55: Was jetzt eigentlich Psychosomatik ist?

00:03:57: Ja, in Wirklichkeit ist das Zusammenspiel aus den beiden Wörtern, aus denen sich auch Psychosomatik per se zusammensetzt.

00:04:05: Es ist unsere Psyche also unsere Seele gepaart mit unserem Körper.

00:04:10: Und vereinfacht gesagt kann man sagen, dass Dinge die uns belasten in unserem eigenen Innenbrinn, die wir verdrängen wollen.

00:04:19: Die können oftmals über den Körper dann spürbar werden.

00:04:23: also die Seele kann über dem Körper mit uns zu kommunizieren beginnen wenn wir das Seele selbst zu lange zu wenig zuhören.

00:04:33: und gibt es dafür auch wissenschaftliche Belege?

00:04:36: da ist es etwas wo man sagt ja das ist Erfahrungsmedizin

00:04:39: Es gibt ganz viele wissenschaftliche Belege.

00:04:41: Es gibt auch wirklich den Zweig der psychosomatischen Medizin, bei uns in Österreich immer mehr.

00:04:49: Ich selbst kenne es aus Deutschland, da gibt's schon in meiner Wahrnehmung viel länger als in Österreich psychosomatische Kliniken.

00:04:57: Es gibt die psychotherapeutischen Medizin.

00:05:00: sehr viele psychosomatische Mediziner sind zugleich auch in Deutschland abprobierte Psychotherapeuten.

00:05:07: also dieses Zusammenspiel gibt schon unglaublich lange.

00:05:12: aber es wird jetzt in unserer Zeit immer mehr entdeckt, dass hinter Krankheiten ohne organischen Befund ein seelisches Leid stehen kann.

00:05:24: Aber ist es dann auch wirklich so einfach mit der Zuordnung?

00:05:27: Also wenn man das Beispiel Kopfschmerzen erwähnt, dass ich sage ja, ich habe Kopfschmetzen und das heißt keine Ahnung.

00:05:34: wie auf der Volksmund sagt Ich zerbreche mir über zu viele Sachen den Kopf!

00:05:37: Ist das wirklich nicht so einfach zu sagen Das ist die Ursache.

00:05:41: Das ist schon ein bisschen vereinfacht und was auch ganz, ganz wichtig ist.

00:05:45: Ich muss immer zuerst abklären, was ist möglicherweise der organische Ursprung?

00:05:51: Ich hatte vielleicht noch nie Kopfschmerzen, plötzlich habe ich Kopfscherzen!

00:05:55: Was hab' ich sonst für körperliche Veränderungen?

00:05:58: Wache ich öfter mal nachts auf?

00:06:00: Habe ich vielleicht sogar Nachtschweißfieber?

00:06:03: Nämlich ungewollt Gewicht

00:06:04: ab?!

00:06:05: Also ich muss immer, wenn ich irgendwelche neuen Symptome entwickle im ersten Schritt unbedingt einmal schauen ob ich organisch gesund bin.

00:06:14: Das heißt ich brauche meinen Hausarzt im ersten schritt eine Blutabnahme gegebenenfalls bildgebende Befunde.

00:06:22: Ich muss der Sache wirklich auf den Grund gehen Auf somatischer Ebene bevor ich dann sagen kann ich tauche jetzt auf psychologische Ebene wirklich in die Tiefe

00:06:35: Was ich erlebt habe, Events und Begegnungen.

00:06:52: gut ziehen.

00:06:53: Das ist ein ganz wichtiger Nährstoff, insbesondere für Frauen weil er die Energieversorgung in unseren Zellen unterstützt.

00:07:00: und lustigerweise hat man der Wiener Thermatologe Dr.

00:07:03: Markus David in einem Interview verraten das auch eher dieses Coenzyme Q-X seit Jahren nimmt.

00:07:09: es soll also auch sehr gut für eine schöne Haut sein.

00:07:13: ich bin am ausprobieren.

00:07:18: Zunächst aber vielleicht noch einmal ein Begriff, der in den Zusammenhang auch häufig fehlt ist eben die Psychoneuroimmunologie.

00:07:25: Das ist ja... Ich glaube, dass das Gebiet sich mit den wechselseitigen Beziehungen zwischen Psyche und unseren Gedanken- und Emotionen im Nervensystem und dem Immunsystem darstellt.

00:07:37: Das ist der modernere Zweig aber inwiefern unterscheidet es sich jetzt von der klassischen Psychosomatik?

00:07:44: Gibt's da überhaupt einen Unterschied?

00:07:46: Ja, da gibt es schon einen Unterschied weil hier wird wirklich darauf geschaut Wie geht es unserem Nervensystem?

00:07:53: Was macht dauerhafter Stress mit uns.

00:07:55: Stress zum Beispiel schüttet Stresshormone aus, dann bin ich vielleicht anfälliger für gewisse Entzündungen.

00:08:03: Ich habe ein geschwächteres Immunsystem.

00:08:06: also Es ist ein Kreislauf der hier beschrieben wird In der Psychosomatik per se, insbesondere bei meinem Schwerpunkt der Psychodynamik.

00:08:16: schauen wir was ist eine zugrunde liegende Botschaft.

00:08:20: Was ist möglicherweise ein innerer Konflikt dem ich immer versuche auf unbewusster Ebene auszuweichen und weil das wahnsinnig anstrengend ist um mich ja bewusst und auch unbewusst die ganze Zeit massiv stresst Darf spannen wir dann schon den Bogen, weil dieser permanente Stress wiederum mein Immunsystem schwächen kann?

00:08:41: Oder ich eher zu Entzündungswerteneige.

00:08:44: Also es ist vom Prinzip her ein Zusammenspiel aber von der Wahrnehmung her sind zwei verschiedene Disziplinen.

00:08:53: Ja und ich glaube was bei der Psychonauimmunologie der Fall ist da die wird ja auch.

00:08:58: Da gibt es tatsächlich sehr viele

00:09:00: gute Belegestudien

00:09:02: darüber.

00:09:03: Ich glaube, dass Stress oder Depressionen eben jetzt zum Beispiel körperliche Symptome verstärken können – das ist mittlerweile wird niemand mehr abstreiten.

00:09:10: Stimmt?

00:09:11: Genau!

00:09:12: Für unsere Hörerinnen und Hörern vielleicht ganz kurz noch damit ich auf eine Podcast-Episode verweisen mit dem Psychoneuroimmunologen Professor Dr.

00:09:20: Dr.

00:09:20: Christian Schuber.

00:09:20: der war hier im September zu Gast, war auch sehr, sehr spannend.

00:09:25: So, jetzt hast du das irgendwie so angedeuteter Körper spricht mit uns wenn wir die Seele nicht mehr hören oder nichts hören wollen.

00:09:33: Warum

00:09:33: tut er das?

00:09:35: Er möchte irgendwie die Seeles dabei unterstützen dass wir doch gehört werden weil es gibt ganz oft Dinge in unserem Leben die wir unabsichtlich gar nicht bewusst verdrängen.

00:09:48: vielleicht habe ich als Kind gelernt gewisse Gefühle nicht zu spüren weil ich selber noch nicht gelernt habe, damit umzugehen.

00:09:57: Ich habe als Kind natürlich nicht gelernt sie in Worte zu fassen.

00:10:00: Ich hatte vielleicht Angst durch meine Bedürfnisse andere zu stören, weil eh sehr viel los war und ich habe einfach versucht möglichst wenig zu stören.

00:10:09: Ich hab mich angepasst!

00:10:11: Und diese Anpassung ist für mich dann selbstverständlich und die nehme ich mit.

00:10:17: Und genau daraus resultieren können aus unseren Erfahrungen heraus gewisse innere Konflikte entstehen, wie beispielsweise ein näher Distanzkonflikt.

00:10:28: Ich würde mir auf der einen Seite eigentlich Nähe wünschen habe aber gelernt das mich Nähe auch verletzlich macht und geht deshalb immer unbewusst auf Distanz.

00:10:41: also ich hab mir irgendwie Verhaltensweisen angewohnt die nicht gesund sind.

00:10:47: Die habe ich zum Selbstschutz vielleicht schon in meiner Kindheit erlernt, dass ich mir zwar eigentlich Nähe wünsche aber weil die Nähe oftmals weh getan hat.

00:10:58: Ich bin enttäuscht worden und zurückgewiesen worden.

00:11:02: Habe ich auch gelernt?

00:11:03: Ich gehe auf Distanz, denn dann bin ich weniger verletzlich!

00:11:07: Und wie würde der Körper mit dieser Problematik umgehen?

00:11:10: oder was würde er uns sagen?

00:11:13: Das ist individuell völlig unterschiedlich gewisse Muster, die mit Krankheitsbildern gut vereinbar sind.

00:11:23: Also wenn ich jetzt zum Beispiel gewisse Gefühle einfach nicht so gut vertauen kann oder nicht loslassen kann – das ist dann oftmals so der Magendamm-Prakt.

00:11:33: Jemand, der eher zu Verstopfung neigt, der haltet gern an Dingen fest und tut sich ein bisschen schwer möglicherweise mit dem Loslassen Jemand, der gelernt hat Dinge die ihm nicht gut tun sofort loszulassen neigt vielleicht eher zu einem Durchfall.

00:11:48: Aber all diese Dinge kann man überhaupt nicht vorallgemeinern weil jeder Mensch hat irgendwo seine körperlichen Schwachstellen und da gilt es dann ganz individuell in einer gezielten Anamnese zu schauen.

00:12:03: Was sind die biografischen Hintergründe?

00:12:06: Was könnte ein möglicher innerer Konflikt sein, da gibt es verschiedenste.

00:12:10: Einen haben wir schon erwähnt, es gibt beispielsweise auch einen Selbstwertkonflikt Es gibt Versorgung versus Autonomie.

00:12:18: Also wir haben hier ganz verschiedene Konflikte, die sich im Laufe der Kindheit meistens zeigen und dann auch etablieren.

00:12:26: Und selber aber nicht bewusst sind.

00:12:28: Aber das ist bei einem einen, da sind die Kopfschmerzen beim nächsten das Rückenproblem, dass über unsere Schwachstelle

00:12:36: versuchen unser

00:12:36: Körper aufmerksam zu machen.

00:12:38: Du?

00:12:39: Da ist mit deiner Seele was nicht in Ordnung!

00:12:41: Ja

00:12:41: genau!

00:12:42: Und da hilfst du denn den Patienten oder deinen Sins-Patienten oder Klienten?

00:12:48: Das ist unterschiedlich.

00:12:49: also da sehen wir uns irgendwie nie ganz einig im Wörding

00:12:53: Wenn man ganz streng ist, du bist ja keine Ärzte.

00:12:56: Ja

00:12:56: genau.

00:12:56: Sondern du bist ein Psychologin eben?

00:12:59: Ich weiß nicht, ob wir davon Patienten sprechen können.

00:13:02: Also ich spreche immer viel lieber von Klienten.

00:13:04: Es gibt ja auch beispielsweise die berühmte klientenzentrierte Therapie aber auch der Physiotherapeut spricht oft von Patienten.

00:13:14: Das ist eine Frage des persönlichen Wördings.

00:13:18: Im Endeffekt wollen wir alle den Menschen, die zu uns kommen vollumfänglich helfen und schauen dass es ihnen nachdem sie bei uns waren wieder besser geht.

00:13:28: Und wie machst du das jetzt genau?

00:13:30: Weil ich nehme mal an zu dir kommen Menschen die vielleicht schon bei vielen Ärzten waren mit ihren Beschwerden hat nichts gefunden und dann schaust du da genauer hin.

00:13:41: aber wie funktioniert das?

00:13:43: was machst Du?

00:13:44: Wir tauchen wirklich ein Wir gehen zurück in die Kindheit.

00:13:48: Aber das bedeutet jetzt nicht, dass meine Klienten dreihundert Stunden zu mir kommen müssen um ihre Kindheit aufzuarbeiten aber wir schauen trotzdem... also mein Schwerpunkt ist die psychodynamische Kurzzeittherapie.

00:14:03: Wir schauen aber trotzdem in die kindheit weil da oftmals der biografische Ursprung eigenen Objektbeziehungen, wie ist die Beziehung zu meinem eigenen Ich?

00:14:16: Wie ist aber auch die Beziehenung zu meinen Bezugs- und Bindungspersonen?

00:14:20: habe ich eine sichere Bindung erfahren.

00:14:23: Eine unsichere Bindung.

00:14:25: haben sich meine Eltern vielleicht scheiden lassen.

00:14:27: Habe ich immer darauf geachtet wenn sich die Eltern viel streiten das trotzdem eine Harmonie?

00:14:33: da hat die Mama vielleicht unter Kopfschmerzen gelitten und ich habe immer darauf geschaut schon als Kind, dass es der Mama gut geht.

00:14:41: Ich habe einen Tee gekocht, ich hab mich um die Geschwister gekümmert.

00:14:45: Aus all diesen Verhaltensweisen, die wir als Kind adaptieren aus unserer Umgebung entstehen unsere Überzeugungen über uns selbst, unsere Schematas – ich arbeite auch sehr gerne mit der Chemotherapie.

00:15:00: Was ist das genau?

00:15:00: nochmal?

00:15:01: Die Chemotherapien sind ... gewisse, ich sage mal vereinfacht gesagt Glaubenssätze die in uns entstehen.

00:15:08: Ich muss mich um andere kümmern, ich muss schauen dass es den anderen gut geht, ich muß Verantwortung übernehmen, ich bin nicht wertvoll genug etwas zu brauchen.

00:15:18: solche Dinge

00:15:20: also.

00:15:20: ihr schaust da gemeinsam was ist der welche Muster prägen mich

00:15:24: genau

00:15:26: und siehst du dann sehr schnell den Zusammenhang zwischen diesen Mustern und dem körperlichen Symptom?

00:15:34: Manchmal sagt mir mein Bauchgefühl schon etwas, aber daran darf ich dann auf keinen Fall festhalten.

00:15:41: Weil jeder Mensch komplett anders ist und vielleicht sagen wir meine Erfahrungswerte das könnte das und das sein.

00:15:49: Aber dann wäre der allergrößte Fehler dass irgendwie zu vereinheitlichen und aus meiner subjektiven Sichtweise heraus über den Klienten etwas drüber zu stülpen was aber vielleicht gar nicht zutrifft.

00:16:02: also Das Wichtigste ist immer zu hören, nachfragen und es wirklich zu spüren.

00:16:09: Den Klienten zu begleiten, dass er sich braude zu spürn und ihn da hinzuleiten, das er sich nicht nur braut sondern auch in die richtige Richtung das erste Mal denkt, das überhaupt spülen zu können.

00:16:23: Dazu mehrere Fragen.

00:16:26: Erstens einmal ist das dann so... dass dem Patienten der Zusammenhang klar wird.

00:16:30: Ich habe Kopfschmerzen, weil ich das angepasste Kind war.

00:16:34: Ist es dann so?

00:16:36: Im schönsten Fall ja!

00:16:37: Wenn es so ist, dass ihm selber etwas bewusst wird, dann decken wir einen sogenannten Blindenfleck auf.

00:16:45: Genau und das wäre jetzt mal eine zweite Frage gewesen ... deine Klienten, Klientinnen das dann überhaupt annehmen.

00:16:53: Weil ich denke mal wenn ich so einen blinden Fleck habe, dann tue ich mir wahrscheinlich sehr schwer damit das auch zu akzeptieren.

00:16:59: Das hab' ich ja jahrelang vielleicht auch verdrängt, will das vielleicht auch gar nichts wahrhaben.

00:17:04: und in welchem Zeitraum passiert das alles?

00:17:06: Du arbeitest eher schnell oder effizient?

00:17:10: Ja

00:17:10: es ist die Kurzzeittherapie aber trotzdem.

00:17:13: also es ist jetzt nicht nur eine Sitzung.

00:17:16: Die Frage ganz wichtig ist einmal, dass ein Vertrauen entsteht zwischen meinen Klienten und mir.

00:17:23: Weil ohne Vertrauen dürfen wir nicht in die Tiefe abdauchen.

00:17:26: Und dann geht es um ein ganz behutsames Aufdecken.

00:17:30: Also ich kann da keine sogenannte Verdachtstiagnose ... Da steht sicher der innere Konflikt dahinter oder da ist dieses Modi das jemand sofort ins ängstliche Kinder-Ich geht wie auch immer.

00:17:43: Also wir schauen ganz behutsam gemeinsam hinein.

00:17:47: und wenn es aber so ist, dass das für den Klienten verständlich ist.

00:17:53: Dass wir gemeinsam etwas aufdecken wo er sagt... Stimmt, da lohnt es sich näher hinzuschauen.

00:18:00: Und wenn er das dann mitnimmt und auch ohne mich lernt immer wieder in Situationen wo er merkt, wo jetzt kommen die Beschwerden?

00:18:09: Ja, jetzt laufe ich wieder ständig auf die Toilette!

00:18:11: Es kommen die Kopfschmerzen, es kommen die Rückenschmerzen... Also wenn er lernt seinen Schmerz mit seinen Effekten, mit seinen Gefühlen zu verbinden Dann ist er am allerallerbesten Weg und dann ist es so, dass er mich mit der Zeit auch nicht mehr braucht weil er selber in eine völlig neue Richtung denkt.

00:18:33: Es wird ihm klar das er sich selber erlauben kann den Schmerz mit Gefühlen in Verbindung zu bringen

00:18:40: Was bald kommt?

00:18:42: Ein Blick nach vorne.

00:18:43: Am fünfundzwanzigsten April findet im Hotel Anders am Belvedere unser großes Event Kunst der Balance statt, mit Top-Expertinnen wie zum Beispiel Krebsforscherin Dr.

00:18:52: Hannah Heikenwälder rund ums Thema Detox für Body und Soul.

00:18:57: Sichern Sie sich noch Schnelltickets!

00:18:59: Ich freue mich auf sie.

00:19:04: Im besten Fall ... gehen da doch die Beschwerden zurück.

00:19:07: Und der Körper muss sich nicht mehr melden, oder?

00:19:09: Genau?

00:19:09: also im besten Fall kann ich mir selber so gut zuhören dass ich schon im Vorfeld merke wann kommen Symptome und dann kann ich in eine Umfeldanalyse gehen.

00:19:21: ja das kann ich auch im Nachhinein machen in diesem Lernprozess dass ich dann noch einmal in die Retrospektive gehe und schaue okay wo war ich wie die Schmerzen gekommen sind?

00:19:32: Wie war die Situation, wie war die Umgebung?

00:19:35: mit wem war ich zusammen?

00:19:37: Gibt es vielleicht Situationen wo ich etwas zum Ausdruck hätte bringen wollen.

00:19:41: Ich habe mich aber nicht getraut.

00:19:43: also gehe ich jetzt aus psychoanalytischer Sicht zb in eine sogenannte Reaktionsbildung hinein und ich reagiere im Außen anders Als eigentlich im Innen, ich möchte wahnsinnig gern etwas ansprechen.

00:19:57: Ich bin wütend!

00:19:58: Ich bin ärgerlich!

00:19:59: Bin aber im Außen total freundlich und tue mich sogar unterordnen Und das kann dazu führen dass Symptome entstehen weil ich handle ja gegen mein eigenes ich.

00:20:11: Aber ich habe vielleicht nie gelernt mich zu trauen Im außen auch einmal wütent zu sein meine Meinung zu sagen Grenzen zu setzen.

00:20:20: Würdest du dann sagen, dass sich Menschen die schwer damit tun, authentisch zu sein?

00:20:26: Es sind eher Menschen, die es noch nicht gelernt haben, sich zu brauen aus der eigenen Ich-Stärke herauszuhandeln.

00:20:34: Sondern gelernt haben sich der Umgebung mehr anzupassen um Konflikten auszuweichen?

00:20:41: Und hast du dann so etwas wie eine Erfolgsquote, dass du sagst?

00:20:44: Ich weiß nicht.

00:20:45: Ja, so und so viele Menschen kann ich im Schnitt oder prozentuell helfen wenn sie bei mir sind mit körperlichen Symptomen.

00:20:52: Also ich hoffe das ich es kann...ich kann jetzt keinen Prozentwert nennen aber der schönste Geschenk ist immer wenn Sie mich nicht mehr brauchen und da ist das allerchönste Gesenk Wenn Sie mich weiter empfehlen oder wenn in Ihrer eigenen Umgebung irgendetwas Aufbritt etwas Neues, das Sie wieder an mich denken und sagen jetzt hätte ich total gern wieder mal eine Stunde.

00:21:15: Das ist dann schon etwas, wo man vielleicht auch länger dran bleibt.

00:21:19: Weil ich kann mir vorstellen wenn das Symptome sind oder Beschwerden die du vielleicht dein Leben lang schon irgendwo hattest, dann geht es ja auch nicht innerhalb von einem halben Jahr weg.

00:21:26: Da muss man sich selber Zeit geben und darum hoffe ich auch dass das Buch hilft weil da braucht man mich nicht dazu.

00:21:34: Da kann man zu Hause selber nachlesen.

00:21:36: Das soll schon mal anstupsen in die richtige Richtung zu denken In der eigenen Seele mal abzutauchen Botschaften auf den Grund zu gehen.

00:21:45: und wenn man sich dann denkt irgendwie bei diesem Tauchvorgang fühle ich mich noch ein bisschen alleine.

00:21:50: Ich hätte gerne jemanden der mich an der Hand nimmt, dann freue ich mich über eine temporäre Begleitung.

00:21:57: aber in Wirklichkeit muss man diesen Weg schon allein gehen weil man kriegt Eine Anleitung, man hat einen Wegweiser.

00:22:07: Man weiß es gibt jemanden der mich an der Hand nimmt aber gehen muss ich alleine.

00:22:12: Ja bleiben wir vielleicht kurz beim Buch.

00:22:15: Du hast ja dann bei jedem Symptom irgendwie seelische mögliche seelischen Ursachen aufgelistet und danach mögliche Lösungsansätze also heilende Gedankenmuster.

00:22:28: das ist immer wieder bei den Affirmationen.

00:22:32: Wirkt das wirklich?

00:22:34: Also das wirkt wirklich nicht nur, weil es in meinem Buch drinnen steht sondern auch ganz unabhängig vom Buch im Alltag.

00:22:41: Weil wenn du dir mal vorstellst, du hast eine große Aufgabe vor dir und deine Hauptüberlegung ist – das schaffe ich nicht!

00:22:48: Dann gehe ich ja an die Sache ganz anders heran viel unbeholfener, hilfloser Bis hin zu einer inneren Ohnmacht, einer innerer Überforderung.

00:22:58: Versus wenn ich mir überlege... Wahnsinn!

00:23:01: Das ist zwar unglaublich viel aber natürlich schaffe ich das.

00:23:04: Ich bringe jetzt erst einmal eine Struktur rein.

00:23:07: Ich habe schon ganz andere Dinge geschafft.

00:23:09: Ich überlege wie hätte ich das jetzt?

00:23:11: Was habe ich hier aus der Vergangenheit gelernt?

00:23:13: Wie möchte ich es machen?

00:23:14: Wo brauche ich vielleicht auch Unterstützung?

00:23:17: Also rausgehen, aus der Hilflosigkeit reingehen in eine Strukturplanung und auch in die Überlegung wenn ich fühle etwas nicht alleine zu schaffen.

00:23:27: wer kann mir helfen?

00:23:29: Ich möchte aber trotzdem noch ein bisschen bei diesen Affirmationen bleiben weil über die wurde ja viel geredet natürlich und viel diskutiert.

00:23:38: Ich weiß nicht gibt es da wissenschaftlich fundierte Belege dass Affirmations tatsächlich wirken oder um mich so sagen heilen?

00:23:48: Das ist eine sehr gute Frage.

00:23:50: Ich persönlich kenne sie leider nicht, das bedeutet nicht dass es die wissenschaftliche Belege nicht gibt.

00:23:56: aber ich trau mich jetzt auf keinen zu verweisen wo ich sage da sind wir hundertprozentig sicher da gibt es einen wissenschaftlichen Beleg auf den wir bauen können voll umfänglich.

00:24:07: Aber trotzdem empfiehlst du es deinen Klienten?

00:24:09: Ich

00:24:09: empfehle es weil ich es auch bei mir selber merke.

00:24:12: also ich habe zum Beispiel manchmal wenn irgendwie so ein absoluter Stress ist, sage ich zu mir selber.

00:24:20: Ich bin in

00:24:20: Sicherheit.".

00:24:21: Und jetzt darf ich da einhaken?

00:24:23: Weil das finde ich eine so zentrale und wichtige Frage.

00:24:26: Muss ich das glauben?

00:24:27: Weil ich fühle mich ja nicht sicher genügend zu sagen, dass ich in Sicherheit bin.

00:24:31: Aber ich glaube es ja nicht!

00:24:32: Sonst hätte ich ja... Ich habe ja offensichtlich Angst.

00:24:35: Weißt du was ich meine diesen Unterschied zwischen?

00:24:37: muss ich das fühlen diese Affirmation?

00:24:39: Da tu' ich mal doch schwer.

00:24:40: Ich kann mir doch nichts sagen.

00:24:44: Wenn ich gerade furchtbar Angst oder Stress habe.

00:24:47: Da muss man unterscheiden!

00:24:49: Ich spreche hier von einer sogenannten Reparantifizierung.

00:24:53: Das heißt, ich gebe mir selber eine Sicherheit, selber Gefühle die ich mir in meiner Kindheit von meinen Bezugspersonen gewünscht hätte vielleicht aber in dieser Form nicht bekommen habe weil warum bin ich in dieser Situation ängstlich?

00:25:07: Also da ist jetzt zu unterscheiden Ist es eine Realangst oder ist es eine subjektive Angst Die ich hab?

00:25:14: Aber vielleicht hätte jemand anderes in dieser situation überhaupt keine angst.

00:25:18: und Dann ist die Überlegung, was hätte ich mir gewünscht, dass eine Bezugsperson zu mir sagt?

00:25:24: Dass sie mir diese Angst nimmt.

00:25:26: Und aus dieser Perspektive heraus kann ich so in meinem inneren Dialog mit mir selbst sprechen das es mir wirklich die Sicherheit gibt weil ich lerne als Erwachsener zu verstehen Ich bin nicht mehr das hilflose Kind das jetzt Angst haben muss.

00:25:45: Parenterisierung heißt?

00:25:46: Reparantifizierung.

00:25:49: Und das schafft man, dass man sich selbst dann der Elternteil oder die Bezugsperson ist so wie man sich die gewünscht hätte im Sinn von du bist in Sicherheit und deswegen...und das funktioniert!

00:26:01: Das funktioniert, es ist ein Lernprozess.

00:26:03: da gibt es die zwölf Schritte der Reparentifizierungen wo ich genau diese Dinge lernen kann.

00:26:09: Auch das braucht ein bisschen Zeit.

00:26:12: Weil eines der größten Herausforderungen, eine der größte Herausforderungen für uns ist es dass wir unsere eigenen Bedürfnisse überhaupt erst einmal erkennen.

00:26:23: und mit bedürfnis meine ich nicht!

00:26:25: Ich bin müde, ich habe Hunger, ich hab Durst sondern wirklich meine tiefen seelischenbedürfnisse.

00:26:36: Und diese, ich möchte jetzt noch ganz kurz bei deinen Affirmationen bleiben.

00:26:41: Du ordnest ja den verschiedenen Beschwerden eben die möglichen Ursachen zu.

00:26:47: und diese Affirmationsen, die du angebst, woher weißt du dass dann diese Affimation für dieses oder jenes Leiden passt?

00:26:57: Ob es wirklich passt soll ein Denkanstoß sein!

00:27:00: Dass wenn ich einmal etwas lese und mich bringt das auf eine Idee, heißt es noch lange nicht dass genau diese Affirmation jetzt wirklich mir etwas bringt und auf mich zutrifft.

00:27:12: Aber es soll eine Beispiel-Affirmation sein die mir ein bisschen einen Fundament bietet um davon abgeleitet dann meine eigene zu definieren.

00:27:22: aber dass es wirklich hilft nützt nichts wenn ich irgendeine vorgegebene Affirmations auswendig lerne die nicht meine ist.

00:27:30: Also man muss schon in Resonanz damit gehen und das auch irgendwo fühlen.

00:27:34: Und du gibst ja nicht nur Affirmationen, sondern du liest es glaube ich auch Akkupressurpuppe aus zu den einzelnen Symptomen und gibst doch manchmal Nährstoffempfehlungen.

00:27:45: Wie kommst Du zur Akkopressur?

00:27:49: Die Akkorpressur ist etwas was ich selber unglaublich schätze weil sie gibt mir das Gefühl selbstwirksam zu sein.

00:27:57: Ich habe einen Punkt, wo ich weiß, den kann ich selber drücken.

00:28:02: Egal wo ich bin – ich bin total unabhängig!

00:28:04: Ich brauche niemanden dazu und alleine dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit ist schon ein erster Schritt, der mich aus der Hilflosigkeit herausbringt.

00:28:16: Und in der chinesischen Medizin gibt es ja über unsere Meridiane ... Der ganze Körper ist unglaublich großartig miteinander verbunden.

00:28:24: Und hier geht es aber nicht darum, dass ich unbedingt zu hundert Prozent genau diesen Punkt treffen muss.

00:28:31: Es geht darum – Ich weiß!

00:28:32: Ich kann selber etwas tun und auch wenn ich ein bisschen neben diesem Punkt bin immer dort wo ich wirklich etwas spüre, bin ich am richtigen Punkt.

00:28:42: Das heißt dort wo's weh tut,

00:28:43: tropft man

00:28:44: dann noch ein bisschen fester.

00:28:45: ist das so?

00:28:46: Ja ja

00:28:48: und dann warte mal quasi bis der Schmerz nachlässt.

00:28:50: Genau.

00:28:54: einfach aktivieren, indem ich durch Druck auch durch leichte Kreise draufbleibe.

00:28:59: Ich kann noch so lange drauf bleiben bis ich selber spüre er wird besser und dadurch gehe ich ja nicht nur in die Selbstwirksamkeit sondern ich gehe auch raus aus meinem Gedankenkarussell weil ich fokussiere mich auf diesen Punkt.

00:29:14: also ich kann mich dadurch kognitiv selbst ein bisschen austricksen dass ich aussteige Krübelspirale und rein gehe in die Selbstwirksamkeit.

00:29:24: Also Hinweis auch im Buch, das ist sehr schön aufgelistet mit Illustrationen wo diese Punkte für die einzelnen Beschwerden zu finden sind.

00:29:32: Da gibt es mal auch wenn so viele

00:29:34: gute Stichworte.

00:29:36: Die Krüberspirale dieses Zerdenken eben von von Beschwerden.

00:29:41: Also da muss ich mich selber auch am, wie sagt man, shopfen nehmen.

00:29:46: Ich bin wirklich eine Hypochonderin, wie sie im Buch ist steht das heißt wenn mir was wehtut beginnt sofort Was könnte das sein?

00:29:54: und dass bei mir immer gleich das Schlimmste?

00:29:57: Du lachst jetzt aber das ist sehr belastend.

00:29:59: Ja das ist absolut belastet und ich muss mich da selber auch auf dem Shopfe nehmen.

00:30:04: Das is so weil wir in einer Zeit leben in der man alles sofort nachschauen kann.

00:30:11: Und der aller, allergrößte Fehler den wir machen können ist wenn wir unsere Symptome

00:30:15: googeln.".

00:30:16: Aber Sabina ich sage dir jetzt was?

00:30:18: Jetzt plaudere ich wirklich aus dem Nähenkästchen!

00:30:20: Für mich war das schon lange vor dem Internet so.

00:30:23: Ich glaube ich war in meiner Jugend ja hatten wir so ein... Auch sein Gesundheitslexikon.

00:30:28: Und ich hab wirklich ... Das war ein Schmöcker, ich bin mit denen im Bett gelegt und immer gedacht was könnte ich haben?

00:30:34: So auf die

00:30:35: Art!

00:30:35: Also

00:30:36: auch kein Wunder dann dass ich wahrscheinlich gesundheitsationalistengeworden bin.

00:30:41: Weil mich das dann einfach fasziniert oder überhaupt auch welche Krankheiten es gibt ja und eben die Zuordnung etc.

00:30:49: Gut jetzt ist so dass ich definitiv nicht alleine bin was psychosomatische Beschwerden betrifft.

00:30:54: Ich habe gelesen von rund dreißig bis vierzig Prozent aller Patientinnen in Österreich unter Beschwerden leiden, die psychosomatischen Ursprungs sind und das finde ich wahnsinnig viel.

00:31:05: Mein Tipp für Sie!

00:31:06: Ein Live-Hack den mir Biohacker und Psychologe Max Gottzler verraten hat.

00:31:11: er gibt MCT Öl in seine Frühstücks Bowl.

00:31:14: Das liefert nämlich schnelle Energie fürs Gehirn hält den Blutzucker spiegelisch stabil und soll angeblich sogar beim Abnehmen unterstützen.

00:31:26: Welche Beschwerden gelten denn so als ganz typisch, psychosomatisch?

00:31:31: Ich sage immer zum Spaß.

00:31:32: Wenn man am Abend im Hauptabendprogramm Fernseht und man sieht die Apotheken-Werbungen was alles rezeptfrei zu kaufen ist dann haben wir eigentlich diese Krankheitsbilder.

00:31:44: Wir haben die Kopfschmerzen, wir haben die Verspannungen, die Rückenbeschwerden den Reizdarm, Sod brennen all diese Dinge die für uns ja wirklich maximal unbequem sind.

00:31:57: und da ist es wieder, was wir heute schon mal gesagt haben.

00:32:01: Es ist ein Individualschmerz.

00:32:03: der eine neigt eher zum Kopfschmerz, der andere neigt vielleicht eher zum Reizdarm.

00:32:08: Der nächste hat die Verspannungen.

00:32:10: vieles hängt auch zusammen weil wenn ich Kopfschmärzen habe ist es naheliegend das oftmals auch Nackenbeschwerden dazu gehören habe ich einen Reiz daran und ich fokussiere mich immer darauf, wo ist die nächste Toilette.

00:32:24: Hoffentlich passiert jetzt nichts in bestimmten Situationen.

00:32:27: Darf ich das essen?

00:32:29: Sollte ich lieber nix

00:32:29: essen?".

00:32:30: Also auch diese Gedanken führen zu einer permanenten inneren Anspannung und die wiederum führt auch zu einer muskulären Verspannung.

00:32:39: Stressverstärktverspannungen!

00:32:42: Ich glaube, es sind wir soweit.

00:32:43: Vielleicht hast du Lust, dass wir uns ein paar dieser Häuflerstunden ein bisschen genauer anschauen.

00:32:47: Bleiben wir vielleicht gleich bei den Magenschmerzen, das ist auch etwas was ich kenne.

00:32:51: Jetzt frage ich dir einfach, was könnte da dahinter stecken an selischen Ursachen und vor allem auch was hilft?

00:32:58: Was schlägt sich mir auf den Magen?

00:33:00: Das ist wirklich eine Überlegung, die hier zugrunde liegt.

00:33:04: In welchen Situationen spüre ich das?

00:33:07: Magenbeschwerden kommen vielleicht auch schon im Vorfeld.

00:33:10: Ich lese möglicherweise schon eine Woche vorher einen Termin in meinem Kalender und spüre schon in meinem Körper eine Reaktion, die ich wegdrücke weil ich vielleicht in dem Moment doch überhaupt keine Zeit habe.

00:33:23: Und dann gilt es einmal, der Sache auf den Grund zu gehen und zu überlegen.

00:33:28: Was löst das in mir aus?

00:33:30: Was für ein Gefühl löst es aus?

00:33:33: Warum löst ist das aus?

00:33:35: Welche Erfahrungen die ich hier aus der Vergangenheit schon mitnehme.

00:33:40: Vor was habe ich auch Angst in diesem Moment vor dem Termin?

00:33:44: Ich oder sich vielleicht viele andere als erstes stellen würde, was habe ich gegessen?

00:33:51: Habe ich das nicht vertragen.

00:33:52: Also wir denken glaube ich nicht zuerst vielleicht an die seelischen Ursachen.

00:33:56: Ja das ist wieder die Geschichte mit der Verdrängung wobei wir auch Bauchweh bekommen können wenn wir etwas Falsches gegessen haben.

00:34:02: Das möchte ich gar nicht außen vorlassen!

00:34:04: Ja ja es

00:34:04: ist ja auch so.

00:34:05: deswegen ist es glaube ich auch schwer zu differenzieren oder weil.

00:34:09: aber man beginnt auf alle Fälle sich zu fragen warum hab' ich das jetzt

00:34:12: und ich

00:34:13: will's weghaben?

00:34:16: Was wären dann zum Beispiel Affirmationen, mit denen ich Magenschmerzen vielleicht langfristig wegbekommen?

00:34:23: Ob es jetzt direkt eine Affirmion ist, da muss ich für mich selber schauen welche Form der Unterstützung würde ich mir in diesem Moment wünschen.

00:34:31: Also warum merke ich wenn ich diesen Termin lese eine körperliche Reaktion?

00:34:37: und wenn ich dann nämlich selber hineinfühle was gibt mir hier das Ursprung dieses Unbehagens?

00:34:44: Was befürchte ich möglicherweise bei diesem Termin?

00:34:47: Was macht mir hier Magenschmerzen und welche Form der Unterstützung würde ich mir wünschen, dass es mir besser geht.

00:34:56: Was beführte ich kann passieren und welche form der Unterstützung brauche Ich?

00:35:01: Und hier kann ich dann wieder in die Reparantifizierung gehen, das ich mir überlege was hätte ich mehr in so einem Moment wenn ich vor einem termin Bauchweh hab oder wenn ich Kollegen habe, wenn ich Personen in meinem Umfeld hab die mir immer wieder Bauchschmerzen machen.

00:35:21: Warum?

00:35:22: Warum reagiere ich auf die Situation, auf das Umfeld, auf die Person an?

00:35:28: was erinnert es mich?

00:35:29: Was habe vielleicht in meiner Kindheit, in meiner Jugend schon mal erlebt, was das bis heute in mir auslöst und was brauche ich?

00:35:39: dass ich mich sicherer fühle?

00:35:41: Und genau davon abgeleitet kann dann die Affirmation entstehen.

00:35:44: Okay, aber schafft man so was im Alleingang?

00:35:46: Das ist glaube ich sehr schwer, dass man sich da alleine zu diesen Fragen stellt oder?

00:35:53: Ja also das Buch soll eben anstupsen... Aber manchmal, wenn sich Schmerzen wirklich tief in einem Brinnen festgesetzt haben, verankert haben.

00:36:04: Man weiß schon im Vorfeld, da kriege ich sicher wieder Bauchwetter, werde ich ständig wieder auf die Toilette laufen oder ... Ich habe heute schon Kopfweber.

00:36:13: nicht nur daran denke also da ist es dann schon oftmals auch sinnvoll jemanden zu haben der mich eben temporär an der Hand nimmt der mit mir zurückgeht und einmal schaut, wo ist der biografische Ursprung dieser Beschwerden?

00:36:29: Und mir auch hilft aus diesem... Auch wieder Grübelkarussell oder aus dieser Hilflosigkeit Auszusteigen und in den gesunden Erwachsenen zu gehen um da wirklich selbstbestimmt zu sein.

00:36:44: Jetzt im Frühjahr leiden viele Frauen unter Blasenentzündungen.

00:36:47: Welche Botschaft steckt da dahinter?

00:36:49: Kann ich auch selbst ein Lied davon singen, vielleicht ganz kurz.

00:36:54: Ich hatte immer wieder Blasenentzündungen bei X- Ärzten und man hat eigentlich nichts gefunden weder in Ultraschallen noch im HM, noch bei der HM Kultur.

00:37:04: also liegt er da auch irgendwo.

00:37:05: dann wahrscheinlich das Schluss nahe dass irgendwas mit der

00:37:09: Psyche so

00:37:10: zu tun haben muss was Was können uns wiederholte Blasenentzündungen sagen?

00:37:16: Leiden ja auch viele Frauen darunter.

00:37:17: Ja, Blasentzünden widerspiegeln uns oft zu einem inneren Konflikt von Nähe und Abgrenzung.

00:37:26: Wie viel Nähe lasse ich zu?

00:37:29: Auch aus meiner Weiblichkeit heraus... Wo möchte ich mich mehr abgrenzen, wo möchte ich mehr Grenzen selber?

00:37:36: Ist das ein Beziehungsthema

00:37:37: an oder auch?

00:37:38: Ja.

00:37:39: Aber auch ganz allgemein also wo... Ich kann ja jetzt nicht nur in einer Beziehungsnähe zulassen sondern auf verschiedensten Ebenen also dass sich mich emotional jemandem gegenüber öffnen.

00:37:50: Ich spreche da nicht nur von der sexuellen Nähe, sondern ganz all gemeint.

00:37:54: inwieweit bin ich in der Lage mich zu öffne nähe zuzulassen?

00:37:59: Inwieweit möchte ich mich aber auch abgrenzen?

00:38:02: Habe ich gelernt, mich abgrenzend zu dürfen.

00:38:06: Habe gelernt, Grenzen zu setzen?

00:38:08: Nein zu sagen?

00:38:10: Ah ja!

00:38:11: Was möchte ich vielleicht auch loslassen?

00:38:14: Weil Blasenentzündung heißt ja immer es ist ein Stau und dieser Stau der ist auch schmerzhaft das ist eine Entzündungen Und das möchte sich lösen.

00:38:24: eigentlich möchte es fließen.

00:38:26: Es kommt aber nicht wirklich ins Fließen Zitzahlweise, wie wir in Österreich sagen.

00:38:30: Und weil es zitzahlweiße ist, laufe ich erständig wieder und es lenkt mich von anderen Dingen auch ab, weil mein Hauptgedanke ist, wo ist die nächste Toilette?

00:38:42: Gar nicht überhaupts Haus verlassen!

00:38:44: Was ist, wenn ich jetzt eigentlich soll'ich viel trinken?

00:38:47: aber wenn ich viel trinke muss ich ja nur öfter wischalengehen hat das bei uns in der Familie geheißen.

00:38:53: Also man isst auch da wieder in so einem Karussell drinnen Und da ist eben die Überlegung, oftmals kann dieser innere Konflikt dahinterstehen zwischen Nähe und auch Abgrenzung.

00:39:07: Okay ich möchte mal noch deine Rücken anschauen weil ganz viele ja auch unter Rückenschmerzen leiden und man weiß ja das kommt ein bisschen vom viel Tragen müssen.

00:39:17: Ja rücken ist irgendwie so die Tragfläche für innere Lasten.

00:39:23: Ist es ein Unterschied, ob es der untere Rücken ist oder der obere?

00:39:26: Oder differenziert man da nicht so genau.

00:39:28: Es kommt darauf an wo ich die Last spüre und was er trage und frage ich eigentlich alles.

00:39:39: Ich habe mir zu viel auf die Schultern geladen.

00:39:41: Ja, ich stemme ganz viele Dinge auch für andere Menschen.

00:39:45: Ich funktioniere einfach weiter unten.

00:39:49: unterer Rücken ist oftmals früher haben Frauen so ein Quassett getragen und wir haben oft ein unsichtbares Leistungskorsett.

00:39:59: also wir wollen ständig leisten leisten leisten.

00:40:02: Wir haben möglicherweise einen Selbstwertkonflikt und glauben einen unbewussten meistens und glauben nur wertvoll zu sein, wenn wir leisten.

00:40:11: Das glauben wir sogar uns selbst gegenüber.

00:40:14: D.h.,

00:40:15: wir drücken den Schmerz weg.

00:40:17: Dieses Leistungskorsett manifestiert sich gerne im unteren Rücken.

00:40:21: die Last ganz alleine tragen, sich ganz viele Dinge aufzuschultern ist weder Name schon sagt oftmals im Schulterbereich.

00:40:28: Aber das sind viele gute Hinweise!

00:40:31: Ich komme jetzt noch auf die klassischen Erkältungssymptome wie Heilswee oder Husten.

00:40:36: Hals, wir husten.

00:40:38: Alles was etwas mit dem Hals zu tun hat ist eine Form von Ausdruck.

00:40:42: Wir rücken ja unsere Bedürfnisse auch unsere Grenzen.

00:40:46: alles was wir zum ausdruck bringen wollen das geschieht über den hals über unsere stimme.

00:40:52: Und wenn wir jetzt einen Glos im Hals haben, wenn wir heißer sind und wir uns nicht in Vorfeld verkühlen, sondern es ist irgendwie so ein Globus-Gefühl, ein psychosomatisches oder immer dieses Reuspern.

00:41:05: Mir verschlägt das Wortwörtlich die Stimme?

00:41:08: Oder der Husten ist.

00:41:09: ich möchte endlich was loswerden!

00:41:11: Es muss endlich etwas raus aber ich kann's noch nicht den Wort befassen.

00:41:15: Ich finde noch keine Worte dafür.

00:41:17: dass kann hier sehr oft dahinter stehen.

00:41:19: Spannend!

00:41:20: Sabine, würdest du so weit gehen und sagen jedes körperliche Symptom?

00:41:25: Vielleicht sogar auch dann eben wenn es klare Diagnosen gibt.

00:41:28: Hat seelische Ursachen?

00:41:31: Ja bis zu einem gewissen Grad schon weil es unglaublich eng zusammenhängt.

00:41:36: Weil warum werde ich

00:41:37: krank?!

00:41:38: Also auch da muss man schauen, natürlich ich kann eine genetische Disposition haben.

00:41:43: Es liegt jetzt auch an der Krankheit per se aber die Psyche hängt ganz stark damit zusammen ob ich krankheitsanfällig bin wie wir eingangs auch schon mal gesagt haben.

00:41:55: es hat Stress hat Auswirkungen auf unser Immunsystem unsere Hormonhaushalt hat auch Auswirkung auf unsere Entzündungsparameter und Wie wir auch unser Leben leben, wie krankheitsanfällig sind wir?

00:42:08: Und wie siehst du das bei Unfällen.

00:42:10: Passieren die zufällige?

00:42:12: Das legt dir zum Unfall!

00:42:14: Also wenn ich ganz abgelenkt bin weil ich total gestresst bin und ich übersehe eine Stufe ist ein Bech.

00:42:22: Aber es gibt auch Unfälle... Wenn mir beim Autofahren jemand reinfährt dann ist es passiert.

00:42:28: aber das hat nichts mit meiner Psyche zu tun.

00:42:30: also da ist es dann wichtig mal draufzuschauen Was für ein Unfall war es, kann ich selber was dafür?

00:42:37: War ich unaufmerksam.

00:42:39: Ist es ein Fremdverschulden wo ich überhaupt nichts dafür kann?

00:42:43: und manchmal ist es vielleicht sogar auch etwas wo uns unser Körper ganz bewusst entschleunigen möchte weil wir selber überhaupt nicht in der Lage sind unsere Auszeit zu nehmen sondern ständig vor uns hinwuseln.

00:42:58: Und dann passiert irgendwas und plötzlich müssen wir dann lernen Es geht doch auch ohne uns.

00:43:04: Wir dürfen uns auch einmal

00:43:05: zurückziehen.".

00:43:07: Ja, das sind alles spannende Ansätze!

00:43:10: Jetzt frage ich mich ist es manchmal vielleicht sogar umgekehrt?

00:43:14: Also kennst du das auch... Ich glaube vielleicht meine Beschwerden sind unter Anführungszeichen nur psychosomatisch aber in Wahrheit steckt eine organische Ursache hinter den Beschwerten.

00:43:25: Welche Symptome glaubst du, werden da vielleicht am häufigsten übersehen oder kennst du sowas gar nicht?

00:43:30: Ich kenne das leider schon weil es ist ein Hauptrisikofaktor der Psychosomatik.

00:43:35: Weil sich natürlich jeder Mensch wünscht organisch gesund zu sein so sehr wir unter psychosomatischen Schmerzen leiden weil sie sicher total echt anfühlen Sie sind ja da Aber sie haben keinen organischen Hintergrund.

00:43:50: Und natürlich ist unser größter Wunsch, dass wir organisch gesund sein dürfen und dann ist auch oftmals die Gefahr da es zu verdrängen das wir uns selber überlegen gehen.

00:44:02: Das ist bestimmt nur psychosomatisch.

00:44:04: Das muss ich mir gar nicht anschauen.

00:44:06: Genau ganz großer Fehler.

00:44:07: immer unbedingt anschauen

00:44:09: ja das ist glaube ich ein ganz wichtiger Hinweis.

00:44:11: jetzt gegen Ende.

00:44:13: vielleicht gibt's so was.

00:44:15: noch einmal als abschließende Frage, woran merkt man selbst das Beschwerden psychosomatisch sein könnten?

00:44:22: Das merk ich wieder.

00:44:24: Wann präten Sie auf wenn ich da wirklich mal selbst reflektiert darauf schaue?

00:44:30: Sind sie konstant?

00:44:31: kommen sie in bestimmten Situationen?

00:44:34: wie geht es mir damit?

00:44:35: und was sind auch mögliche Begleiterscheinungen?

00:44:38: also merke Ich dass sich beispielsweise eben Fieber entwickelt eine gewisse Schwellung da ist, die sich aber warm anfühlt.

00:44:47: Habe ich eine Entzündung drinnen?

00:44:49: Wache ich nachts immer wieder auf!

00:44:51: Also ich muss schon auch in der Lage sein körperliche Symptome zu erkennen weil dann heißt es überhaupt schnell zum Arzt zu gehen.

00:45:00: wenn es wirklich etwas Organisches sein sollte Dann zählt ja jeder Tag je früher ich es entdecke Umso besser kann ich helfen.

00:45:10: und dann habe ich dieses unglaublich wertvolle interdisziplinäre Zusammenspiel aus Medizin und Psychologie.

00:45:17: Genau, weil das soll es ja eigentlich

00:45:20: sein!

00:45:21: Warum glaubst du werden Patientinnen und Patienten mit psychosomatischen Beschwerden in unserem Gesundheitssystem oft immer noch nicht ernst genug genommen?

00:45:31: Ich weiß nicht, ob Sie wirklich nicht ernst genug genommen werden.

00:45:35: Das Problem ist der Zeitfaktor.

00:45:37: Weil wenn man jetzt zum Arzt geht ... Da sitzen meistens schon ganz viele andere Patienten und Patientinnen im Wartezimmer.

00:45:45: Und der Arzt schaut einfach, ist der Patient organisch gesund?

00:45:48: Das ist seine Hauptaufgabe, dass er, wenn wirklich eine Diagnose zu stellen ist das richtig macht, das findet!

00:45:56: Aber es fehlt eben der Faktor Zeit, um gemeinsam in die Biografie einzutauchen.

00:46:02: In die Tiefe zu gehen und mal zu schauen was könnte ein innerer Konflikt sein?

00:46:06: All diese Dinge!

00:46:08: Und darum ist es in der subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen oft so dass sie zu wenig ernst genommen werden weil Sie hören zwar sie sind noch gar nicht gesund aber es bleibt ja der Schmerz und mit dem schmerz fühlt er sich total allein.

00:46:24: Das und finde ich.

00:46:25: aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, oft wird man dann auch zum nächsten Arzt geschickt.

00:46:31: Also die ... Ich habe eine Symptom, okay da ist keine Ursache der organischen Ordnung aber schauen wir mal ob da noch was... Und das ist ein endloser Kreislauf rauf und geholfen wird ja erst recht nicht!

00:46:44: Was würde es brauchen?

00:46:46: dass man da Patienten besser helfen kann.

00:46:47: Wie sollte dieses ideale Gesundheitssystem aussehen, das Körper und Geist irgendwie gleich berücksichtigt?

00:46:54: Und was würdest du da wünschen?

00:46:57: Also mein großer Wunsch wäre hier wirklich ein schönes interdisziplinäres Zusammenspiel, dass Ärzte und Psychologen ganz eng zusammenarbeiten!

00:47:08: Der erste Befund muss immer vom Arzt kommen Weil ich muss ja wissen, es ist organisch in Ordnung.

00:47:15: Aber bevor ich jemanden dann von Pontius nach Pilatus schicke ... Ohne dass ich natürlich wenn ich jetzt als Arzt denke Blutbild ist immer super!

00:47:25: Wir schauen uns jetzt einmal die und die Blutwerte an.

00:47:28: Notfalls auch bildgebend?

00:47:29: Ich merke bei jemandem er hat ein verändertes Gangbild ihm ist öfter schwindelig wie auch immer.

00:47:36: also da muss sich dann zu mehreren Ärzten zu mehrere Untersuchungen jemanden schicken.

00:47:41: Aber wenn ich dann als Arzt draufkomme, ich habe den Verdacht es liegt in der Psyche, dass sich dann ganz eng mit einem Psychologen zusammenarbeiten oder mit jemandem aus dem psychologischen Umfeld zusammenarbeiten und daran sagt du pass auf Ich hab das und das sind die Beschwerden.

00:48:00: Wir haben das von da schon abgeklärt.

00:48:02: Schau du bitte mal aus psychologischer Sicht drauf und dass man sich dann wieder abspricht und schaut, dass man den Patienten so am besten helfen kann.

00:48:12: Was hat dich eigentlich persönlich zum Thema Psychosomatik gebracht?

00:48:17: Vordergründig mein eigener Reizdarm weil ich der klassische Reizdam-Patient bin wenn ich gelernt habe, diesen Dingen auf den Grund zu gehen und ganz genau weiß welcher innere Konflikt dahintersteht.

00:48:31: Und alles wird ja trotzdem in manchen Situationen, wo ich fremdbestimmt bin, abhängig bin getrickert.

00:48:42: Dieses Zusammenspiel zu wissen auch nach unzähligen Untersuchungen – ich weiss nicht wie viele Magendam-Spiegelungen über Jahre hinweg habe ich begonnen, hier immer mehr einzutauchen und dann noch einen Schwerpunkt darauf zu setzen auch in einer zusätzlichen Ausbildung.

00:49:01: In psychotherapeutischer Medizin die man als Psychologe machen kann solche Ausbildungen und da einfach diese faszinierende Welt zu entdecken wie eng unsere eigenen Gefühle Ängste Konflikte all das mit körperlichem Beschwerden zusammenhängen kann.

00:49:21: Das ist so oft, dass man selbst quasi einen Leiden hat und dann tiefer eintaucht.

00:49:26: Und damit eigentlich am besten auch anderen Menschen helfen kann, wenn man sie dann so gut versteht oder?

00:49:30: Genau!

00:49:31: Man kann sich reinfühlen – das ist auch das ganz, ganz Wichtige bei psychosomatischen Beschwerden weil du hast zuerst angesprochen wie es in unserem Gesundheitssystem ist und für das System per se ist es am wichtigsten der Mensch hinter dem Symptom ist gesund Aber der Mensch selber fühlt sich ja nicht gesund, weil er die Beschwerden hat.

00:49:54: Jeden Tag wieder jede Woche wieder in bestimmten Situationen je nachdem wie häufig sie auftreten und da gilt es gemeinsam zu schauen.

00:50:03: wie kann ich den Betroffenen helfen?

00:50:06: Was würdest du dir wünschen dass jeder Mensch über seinen Körper versteht noch bevor er krank wird?

00:50:13: Wie wichtig ist das?

00:50:15: wir unsere eigenen Bedürfnisse kennen dass wir sie benennen können, dass wir uns brauen aus der Ichstärke heraus zu handeln.

00:50:25: Nicht immer überlegen was während die anderen sagen.

00:50:28: darf ich diese Grenzen setzen?

00:50:30: darf ich auch einmal nein sagen aufs eigene Bauchgefühl zu hören Weil es geht viel zu oft verloren, unsere eigene Intuition und das eigene Bauchgefühl.

00:50:41: Dass wir über Pro-und Kontralisten, über was auch immer versuchen wollen zum Manipulieren.

00:50:47: Weil in Wirklichkeit ein gesundes Bauch gefühlt braucht keine Pro- und Kontraliste.

00:50:52: Das spürt man oder?

00:50:53: Das spört man!

00:50:54: Was der richtige Weg für einen selber ist.

00:50:57: Dr.

00:50:57: Sabine Victoria Schneider ich danke dir für das Gespräch.

00:51:01: Danke dir für das ausgesprochen schöne Gespräch!

00:51:05: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, hinterlassen Sie gerne einen Kommentar.

00:51:09: Wir freuen uns außerdem wenn sie unseren Podcast abonnieren und weiter empfehlen.

00:51:13: Vielen Dank und auf Wiederhören.

Über diesen Podcast

Wir sprechen in diesem Podcast über relevante Themen unserer Zeit und wollen unseren Hörerinnen und Hörern damit neue Inspirationen für ein besseres Leben geben.
Sie können sich hier Anregungen holen aus den Bereichen Spiritualität, Achtsamkeit, Psychologie, Wellness, Gesundheit, Medizin, Bewegung und Ernährung. Kompetent, sympathisch und authentisch machen wir Lust auf ein genussvolles, gesundes Leben und bieten eine Fülle an Ideen, wie man mit ganz einfachen Methoden und Tipps den Alltag bunter und bewusster gestalten kann.
Die Gespräche führt Kristin Pelzl-Scheruga, Chefredakteurin von WOMAN Balance, Österreichs Magazin für achtsamen Lifestyle.
Treten Sie mit uns in Kontakt und werden Sie Teil unserer Community: wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anregungen zu unseren Themen!

von und mit Kristin Pelzl-Scheruga

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