Zeit zum Reden – WOMAN Balance

Zeit zum Reden – WOMAN Balance

Transkript

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00:00:00: Das gute Essen, das Klima die Sonne.

00:00:03: Die Strände.

00:00:04: aber es ist auch noch etwas anderes.

00:00:05: was tieferes ein Front von mir ist Kunsthistoriker und der hat mal den sehr schönen Satz gesagt andere Länder kommen und gehen Und Italien war irgendwie immer da.

00:00:17: Zeit zum Reden!

00:00:19: Der Podcast von Bummen Balance.

00:00:21: Ich bin Christine Pelzer-Scheroger, Chefredakteurin und ihre Gastgeberin.

00:00:26: Hier geht es um ganzheitliche Gesundheit, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung.

00:00:31: Neu dazu?

00:00:32: Persönliche Einblicke, Tipps und Impulse!

00:00:35: Los geht's!

00:00:36: Jetzt gibt´s gleich den ersten Tipp... ...und weitere folgen dann im Laufe des Gespräches.

00:00:41: Was mich gerade bewegt.

00:00:43: Passt danach nach zwanzig Uhr dazurod wenn uns vielleicht sogar eine Zigarette danach.

00:00:47: Trotzdem gilt das italienische Deutsche Vita als gesund und Langzeitstudien belegen, dass Menschen, die einen militäranen Lebensstil pflegen, länger leben.

00:00:57: Liegt's am Genuss?

00:00:58: An der Sonne?

00:00:59: Am Sozialleben?

00:01:00: Vielleicht finden wir es in dieser Episode heraus!

00:01:06: Hallo und herzlich willkommen liebe Hörerinnen und Hörern!

00:01:09: Auf das heutige Gespräch freue ich mich aus vielen Gründen ganz besonders – und das liegt natürlich an meinem wunderbaren Gast Aber auch an dem schönen Thema, für das er steht und dass perfekt zum Sommer passt.

00:01:22: Es geht um die Liebe, um unsere Sehnsucht nach Italien!

00:01:28: Der Duft von Espresso – Das Stimmengewirr auf einer Piazza Die Langsamkeit, das Meer.

00:01:35: Vielleicht ist es genau diese Sehmsucht nach Leichtigkeit, die uns immer wieder dorthin zieht.

00:01:41: Mein heutiger Gast jedenfalls hat aus dieser Sehnsucht ein Leben gemacht.

00:01:46: Ganz herzlich willkommen, bestselle Autor Stefan Maywald!

00:01:50: Hallo ich freue mich sehr hier zu sein.

00:01:52: Ich freu' mich sehr dass du hier bei uns in Wien bist.

00:01:55: Stefan.

00:01:56: Das ist ja für dich ungewohntes Terrain.

00:01:58: normal podcastest Du ja aus Grado.

00:02:01: Deswegen frage Dich gleich mal jetzt auf einer Skala von eins bis zehn Wie sehr bist Du gerade im Deiner Balance?

00:02:08: Also zu Beginn eines solchen Gesprächs ist man natürlich immer ein kleines bisschen aufgeregt.

00:02:11: Deswegen würde ich sagen, ich bin so irgendwo zwischen sechs und sieben.

00:02:15: Bin mir aber auch sicher, sobald wir über Italien reden wird sich das auf eine ganz stabile Neuen einpendeln.

00:02:21: Da muss ich die zuerst noch ein bisschen quälen.

00:02:23: Ich möchte nämlich noch kurz über Wien mit dir reden.

00:02:26: Bist du gerade auf Lesereise oder was hat dich überhaupt in die Stadt

00:02:29: gefühlt?

00:02:29: Ganz genau!

00:02:30: Ich bin auf Leserise werde in den nächsten zwei drei Tagen in und um Wien lesen Freu ich mich sehr drauf.

00:02:36: Es ist dann auch das Ende der ersten großen Lesereise, danach beginnt für mich der Sommer.

00:02:42: Dann bin ich also wieder in Grado.

00:02:43: aber jetzt genieße ich erstmal Wien und die wunderbaren sommerlichen Temperaturen hier.

00:02:49: Ja wir haben glaube ich heute fast dreißig Grad schon am Vormittag.

00:02:54: Zwischen Wien- und Grado gibt es ja eigentlich eine starke historische Verbundenheit.

00:02:58: Aber das weißt du sicher besser wie ich.

00:03:02: Ich würde jetzt mal so fragen, wie viel Wien ist in Grado und wie viel Grado ist in Wien?

00:03:08: Also aus gradeser Sicht ist natürlich ganz, ganz viel Wion in Grados.

00:03:13: Ganz viele Wiener übrigens auch!

00:03:16: In Grado weiß man schon sehr zu schätzen was Francesco Giuseppe im Jahr eighteenundzeinneunzig gemacht.

00:03:21: hat er geradezu einem KOK-Kurort gemacht.

00:03:25: Das bedeutete, dass der Tourismus anfing zu boomen und zwar richtig.

00:03:30: Gerade auch Ende des neunzehnten Jahrhunderts.

00:03:31: ganz viele Wiener haben ihre Sommerfrische in Grado verbracht.

00:03:36: Und deswegen ist die Verbundenheit noch sehr, sehr groß und in so mancher Trattoria hängt auch noch ein Bild von Franz Josef.

00:03:43: Ach wie schön!

00:03:44: Aber Grado ist doch also ein bisschen der Wieneraus Strand oder?

00:03:48: Ja es tatsächlich...Grado ist generell feste in österreichischer Hand.

00:03:52: das liegt Erstmal an der Historie, über die wir gerade gesprochen haben.

00:03:55: Es war ja auch lange österreichisches Küstenland.

00:03:58: Das liegt an der Nähe und es liegt wahrscheinlich auch daran dass gerade nun mal eine Insel ist und nicht unendlich expandieren kann.

00:04:04: also für Deutsche gibt's da fast keinen Platz mehr.

00:04:07: Die sind deswegen in Lignanen und Jesolo.

00:04:09: Dass du Glück gehabt hast?

00:04:10: Genau!

00:04:10: Und das Lustige ist, dass ich immer für einen Österreicher gehalten habe.

00:04:13: Also die meisten Gradesa denken Ich sei Österreicher.

00:04:16: Ich hoffe ich mache euch da keine Schande weil Österreich natürlich der Normalfall ist und ein Deutscher eher der Exotist dort.

00:04:22: Ah ja, das kann ich mal vorstellen.

00:04:23: Aber erst wenn Sie dich reden hören, dann ordnen sie dich schon eher dem Deutschen zu oder?

00:04:27: Ja, Sie hören jetzt nicht so gut die Dialekte raus zwischen Österreich und Deutschland und ich spreche natürlich meistens italienisch mit den Italienern was inzwischen auch ganz gut funktioniert bis auf die Tatsache dass sich das R nicht rollen kann und deswegen werde ich Zeit meines Lebens einen deutschen Akzent haben, nichts zu machen.

00:04:46: Immerhin halten mich die meisten schon für ein Südtiroler wenn sie mich sprechen hören.

00:04:51: Das ist das ist ein Fortschritt.

00:04:52: ich habe mich zumindest in den Süden vorgearbeitet aber so richtig perfekt wird es nicht ohne Rollen ist er.

00:04:58: Jetzt bist du... Ich glaube seit gestern in Wien.

00:05:00: Was magst dann Wien?

00:05:03: Jedes Mal wenn ich durch Wien spazieren gehe und sehr gerne spaziere Dann muss sich an einen Satz von Bill Bryson denken Ein amerikanischer Reiseschrift-Steller.

00:05:11: der hat mal sehr schön Wien zusammengefasst.

00:05:14: Er hat gesagt Wenn Außerirdische auf der Erde landen und die Hauptstadt der Welt suchen, dann würden sie wahrscheinlich denken es sei Wien.

00:05:23: Und das finde ich irgendwie sehr süß zusammengefasst denn dieses ganze Hofburg Ensemble ist natürlich absolut einmalig.

00:05:28: also da kommt ja nicht mal wer sei mit und dadurch zu spazieren auch gerade bei schönem Wetter das wird sich ja dann fast so fast eine Volksfeststimmung aber eben auch diese unglaubliche Geschichte die damit schwingt.

00:05:39: Also das finde schon ganz ganz faszinierend Was ich auch sehr mag, und jetzt autig mich vielleicht als Tourist.

00:05:44: Ich weiß nicht wie ihr das seht aber der Naschmarkt ist natürlich auch was Feines.

00:05:47: Auch sehr mediterran.

00:05:50: Ich weiss nicht ob man da hingeht, aber ich genieße das zumindest darüber zu gehen.

00:05:53: Und komischerweise obwohl das ja so ein Lebensthema von mir ist, Bars und Café habe ich es noch nicht in die großen Café-Häuser geschafft.

00:06:01: Ich wollte unbedingt mir mal das Zentral anschauen.

00:06:03: Das ist ja aber gerade wegen Restaurierung geschlossen.

00:06:06: Also das mache ich dann bei meiner nächsten Wien-Reise.

00:06:08: Ja, also was ich dir empfehlen kann, ist das Café.

00:06:10: Brücke mag ich sehr gern!

00:06:13: Es gibt schon einige sehr schöne Cafés in Wien grad so die Alten.

00:06:17: Mag' ich gerne, musst du unbedingt reiten?

00:06:18: Gerade du als Café Liebhaber...

00:06:20: Ja und vor allen Dingen auch als Schriftsteller ist das ja wirklich eine Heimat für ganz viele geworden.

00:06:25: Und ich habe ja in meinem Triäspuch Express unter Sternen auch ganz viel über das Cafés an Marco gesprochen Kaffeehaus nach Wiener Stil ist, wo bis heute.

00:06:34: die Literaten sitzen und schreiben.

00:06:36: Und jeder gefühlt Literatur-Nobelpreisträger dort.

00:06:38: Also das ist auch schon eine sehr inspirierende Atmosphäre.

00:06:42: Ja,

00:06:42: Kaffe Brauner hofst Berth jetzt wieder auf hat Thomas Bernhardt geschrieben viel zum Beispiel.

00:06:48: Stefan du bist ja mehrfach ein bestseller Autor man hört aber dir auch heraus deine Beschäftigung mit der Geschichte.

00:06:54: Du hast glaube ich auch historische Bücher geschrieben?

00:06:58: Genau.

00:06:58: also Ich interessiere mich sehr, sehr für Geschichte.

00:07:04: Das war schon immer so, das war schon als kleines Kind so.

00:07:09: Warum das so ist?

00:07:10: Es ist einfach eine Passion aber ich glaube es reflektiert auch viel auf unsere Zeit oder die Dinge, wie Menschen sich durch diese Welt bewegen.

00:07:23: Das hat hier alles eine große... Ja, wie soll ich sagen?

00:07:28: Ein Hintergrund der sehr wichtig ist um die heutige Zeit zu verstehen.

00:07:31: Aber auch um manche Menschen zu verstehen und was sich so an Grado so faszinierend finde... Auch Grado hat eine ganz lange Geschichte, die in der Römerzeit beginnt, das man gar nicht glaubt wenn man da am Strand liegt aber auch da.

00:07:44: es sind den letzten zweitausend zwei tausend fünfhundert Jahren sehr viel passiert.

00:07:48: Du bist auch, wir haben vorhin gesprochen, Journalist du schreibst Kolumnen.

00:07:53: Du bist Blogger, du bist Podcaster also du bist so eine One-Man-Show und hast mir zählt ständig am Arbeiten.

00:07:59: Also auch jetzt wenn du eigentlich Lesungen hältst am Abend arbeitest du zwischendurch sozusagen.

00:08:05: Also du hast Urlaub ist selten bei dir!

00:08:08: Ja, aber wenn man in Grado lebt dann ist natürlich jeder Tag so ein bisschen Urlaub.

00:08:11: Das finde ich immer ganz faszinierend.

00:08:14: Ich habe ja mal in meinem Buch meine Bar in Italien über einen Gärtner geschrieben im Grado namens Bruno der sich um eine Laguneninsel kümmert und er arbeitet auch jeden Tag.

00:08:24: Der ist auch sehr fleißig Aber er arbeitet eben jeden Tag nur fünf sechs Stunden Und hat danach noch Zeit mit seinen Freunden ein Kaffee zu trinken oder am Abend einer Peritivo zu nehmen.

00:08:35: Klar, du musst als Schriftsteller auch schon dir eine gewisse Disziplin aneignen.

00:08:40: Gerade wenn du ihn gerade setzt.

00:08:42: Da ist es ja so leicht zu sagen, ach komm heute mach ich mal Strand!

00:08:44: Ne?

00:08:45: Du musst schon dran bleiben und ich bin ja auch Überzeugungstäter.

00:08:48: also für mich ist das wirklich keine Arbeit.

00:08:50: Es immer noch eine große Freude zu schreiben.

00:08:52: Es ist eine große freude den Podcasts zu machen Radio Adria der ist seit einem Jahr am Start und es macht mir richtig viel Spaß und es auf diese Art meine Leserinnen und Leser zu erreichen.

00:09:06: Du hast uns schon verraten, du bist geboren und auch aufgewachsen in Norddeutschland Und in Italien gibt es ja so viele wunderbare Städte.

00:09:14: Jetzt hast du ein bisschen anklingen lassen.

00:09:16: die Geschichte fasziniert Jan Grado Aber trotzdem warum ist es bei dir gerade Grado geworden?

00:09:22: Eigentlich einen ganz banaler Grund Meine italienische Frau lebt dort.

00:09:26: Sie stammt selbst nicht aus Grado sondern aus Padua Aber hat dort ihren Lebensmittelpunkt, und als ich sie kennengelernt habe.

00:09:34: Und als wir zusammengekommen sind hatten wir auch die Idee eventuell nach München zu ziehen wo ich damals lebte.

00:09:39: München ist ja auch eine sehr schöne Stadt keine Frage sehr lebenswert aber in Italien sagt man immer der Mann zieht zur Frau.

00:09:48: Das ist so ein Sprichwort und liegt natürlich daran, dass in Italien die Familienverhältnisse so sind.

00:09:54: Dass die Familie der Frau sich auch massiv um den Nachwuchs kümmert – also um die Enkel.

00:09:58: Und das war tatsächlich eine große Hilfe weil ich in München niemanden hatte.

00:10:02: Da war ich allein.

00:10:02: Ich komme ja wie gesagt aus Norddeutschland Und deswegen haben wir uns entschlossen, in Grado zu leben.

00:10:09: Das Schöne an meinem Job ist ja dass ich ihn wirklich von überall aus machen kann und aber ich weiß es gibt wahnsinnig viele muss sich niemand mehr erzählen.

00:10:16: Wahnsinnig schöne andere italienische Orte.

00:10:18: Aber Grado war mehr oder weniger Zufall gewesen.

00:10:21: Aber konntest du damals schon Italienisch?

00:10:22: Oder wie habt ihr euch verständigt?

00:10:24: Deine Frau und Du?

00:10:25: Wann habt ihr überhaupt kennengelernt?

00:10:26: Was waren das ungefähr?

00:10:29: Ich war sechzehn Es war mein letzter Urlaubstag Wir haben uns beim Tenniszuschauen kennengelernt, das ist nichts passiert.

00:10:38: Nicht mal kurz.

00:10:39: wir haben Adressen ausgetauscht, E-Mails gab es noch nicht beziehungsweise gab es aber hatte man auch noch nicht und haben uns dann über Jahre geschrieben.

00:10:46: Das wurde natürlich weniger weil mit sechzehn dann wirst du siebzehn acht zehn neun sind dann gehst du auf die Universität und dann das Leben überholt dich so ein bisschen.

00:10:54: und dann schreibt man sich noch zum Geburtstag und irgendwann ist es dann eingeschlafen.

00:10:58: und als ich danach München gezogen bin zehn jahre später etwa ... hab ich mir gesagt, als ich das erste langen Wochenende frei hatte... ..."Auch Mensch, frag doch mal wieder nach Grado", wo ich damals mit meinen Eltern war.

00:11:08: Und bin nach Grano gefahren und habe sie wieder zufällig am letzten Abend getroffen auf der Straße.

00:11:15: Das war wirklich ein großer Zufall.

00:11:16: Damals lebte sich nämlich noch nicht in Grado, sondern in Pardua.

00:11:19: Da war uns wohl klar, dass das Schicksal zugeschlagen hat.

00:11:23: Dann hab' ich gesagt es war Pfingsten!

00:11:25: Ich hab' gesagt, Wasseraufwicht kommen im Juni, Juli nehme ich mein ganzen Sommerurlaub und komme hier

00:11:30: runter.".

00:11:31: Und dann haben wir uns eben wieder verabredet und am ersten Abend kamen sie mit ihren beiden Brüdern.

00:11:37: Und hat mich den ganzen Abend nicht angeschaut, und ich dachte auch jetzt habe hier irgendwelche Signale ganz falsch gedeutet und jetzt werde ich ja zwei sommerliche Wochen allein verbringen aber am nächsten Abend...

00:11:47: Das ist die Brüderwahn zu den Bodyguards oder was?

00:11:49: Ja also Sie bestreiten bis heute dass das so war.

00:11:51: Sie sagen es sei reiner Zufall gewesen, dass sie dabei gewesen sind.

00:11:54: Ich kann das nicht ganz glauben.

00:11:59: Das ist jedenfalls eine Geschichte, die in dieser Familie noch lange erzählt wird.

00:12:02: Das

00:12:02: kann ich mal vorstellen!

00:12:03: Aber offensichtlich wartet ihr wirklich füreinander bestimmt.

00:12:06: und du hast mir schon erzählt ja du hast zwei erwachsene Töchter um die zwanzig?

00:12:11: Einundzwanzig und dreinzwanziger ganz genau.

00:12:13: Und die leben noch bei euch

00:12:15: nicht mehr was mir natürlich das Herz bricht.

00:12:19: Sie studieren, also meine älteste studiert Literatur in Padua und die jüngere studiert Mode in Mailand.

00:12:27: Aber ich fühle dich gerade sehr.

00:12:29: Meine Tochter ist neunzehn und ist gerade am Ausziehen.

00:12:34: hart genau.

00:12:36: was sind so Deine frühesten Erinnerungen an Italien.

00:12:40: Du hast gesagt, mit sechzehn warst du in Grado?

00:12:42: Das war aber nicht dein erstes Mal mit deinen Eltern oder?

00:12:44: Ich glaube es war ein Jahr vorher, da war ich schon mal da und das war tatsächlich mein erster... also ich bin vierundfünfzig.

00:12:49: wir dürfen nicht vergessen in den achtziger Jahren waren Auslands-Urlauben noch nicht so häufig wie heute dass man mal schnell dem Flieger.

00:12:55: Es war tatsächlich das allererste Mal, dass ich im Ausland war.

00:12:58: Wir haben normalerweise Urlaub an der Nordsee gemacht bisschen was anderes Und dann kam ich halt mit fünfzehn auch so pubertierend nach Grado und dachte, was ist das hier für eine wunderschöne Welt?

00:13:12: Diese Düfte.

00:13:13: Diese warmen Nächte diese schönen Menschen dieses wunderbare Essen Eis an jeder Ecke.

00:13:19: Das ist ja ein Paradies.

00:13:20: Und ich habe immer gesagt irgendwann Ich habe damals natürlich noch als Kind in Norddeutschland gelebt.

00:13:27: Ich hab immer gesagt Irgendwann ziehe ich mal Nach Klagenfoto oder nach Villach weil Die Österreicher, die haben es ja so gut.

00:13:34: Die sind ja so nahe an Grado, so nah in Italien.

00:13:36: aber diesen Schritt habe ich dann einfach übersprungen und bin gleich nach Grado und so später.

00:13:40: Ich finde das spannend was du sagst weil für mich hatte Italien auch lange etwas sehr Exotisches.

00:13:46: also meine Erinnerungen gehen zurück in die siebziger Jahre.

00:13:49: nicht war so vier fünf jahre.

00:13:50: da waren wir das erste mal Campingurlaub in Cavallino.

00:13:55: Meine Eltern haben immer kampiert mit uns und ich war wirklich sehr oft in Italien, selbst dann auch noch mit mit fünfzehn-sechzehn.

00:14:02: Immer Camping einmal in Follonica das ist Tuscana, in Rom waren wir da und also ich weiß noch es war wirklich so extrem exotisch.

00:14:11: Ich bin da war ich vierzehn, fünfzehnt und als ich dann zurück in Österreich wieder war von dem Urlaub Und ich habe meinen Großeltern erzählt wer stellt sich vor?

00:14:18: Da gibt's nicht einmal dunkles Brot.

00:14:24: Auch meine Großeltern, die waren auch in den Siebzigerjahren, habe ich sehr schöne Erinnerungen.

00:14:28: Die haben Freunde auf Isker gehabt und dort oft Urlaub gemacht Und das kennst du, diese kleinen roten Campari-Fleschen mitgebracht.

00:14:39: Das war fantastisch oder?

00:14:41: Ich dachte immer, dass es so wie Himbeer saft und ich durfte kosten und war dann ganz enttäuscht.

00:14:45: Wie bitter die sind!

00:14:47: Aber Campari lieb ich heute noch vielleicht auch wirklich deshalb.

00:14:51: Das heißt, wie lange lebst du mittlerweile in Grado?

00:14:53: Ja, also ich pendel natürlich noch.

00:14:55: Ich bin schon sehr oft im Deutschland und den Österreich weil meine Verlage und die Zeitschriften für dich schreibe hier sitzen aber schon über zwanzig Jahre.

00:15:04: Und was mir erst in den letzten Monaten fast bewusst geworden ist, ich hatte einfach das große Glück in eine italienische Familie reinzuheiraten, denn ich saß auch schon vor zwanziger Jahren an den richtigen Tischen am richtigen Standtisch bei Pino und habe die Gespräche schon mitbekommen.

00:15:20: Vielleicht hab' ich noch nicht alles verstanden weil mein Italienisch noch nicht so gut war.

00:15:23: aber diesen Zugang Den hätte ich natürlich niemals gehabt, wäre ich allein als Deutscher oder Österreicher.

00:15:29: Oder mit meiner deutschen oder österreichischen Frau dahin gezogen.

00:15:31: Also das war so ein Startvorteil von dem ich bis heute profitiere und der auch ganz viel für meine Bücher getan hat.

00:15:37: und meine Leserinnen und Leser wissen halt dass sie wirklich Insiderinformationen bekommen weil ich wirklich dank volling meines Schwiegervaters die ganzen Gränten des Ortes gerade früh kennengelernt habe und mit ihnen enge Beziehungen habe und viele Dinge sehr früh erfahre

00:15:56: Was ich erlebt habe, Events und Begegnungen.

00:16:00: Ich war bei einem Brunch im Palais Kuhburg, wo ein Ernährungskonzept vorgestellt wurde für Menschen die Abnehmensspritze nehmen.

00:16:07: Dort war auch Hormonspezialist Prof.

00:16:09: Dr.

00:16:10: Markus Metzger zu Gast – er hat uns sein allerbestes Anti-Aging Rezept verraten!

00:16:16: Pasta aus hartweizen Grieß, Alldentekochen dazu Tomatensauce Parmesan gutes Olivenöl und ein Kaffee Löffel Oregano.

00:16:27: Ich habe es natürlich sofort nachgekocht einfach köstlich!

00:16:33: Ja du bist offensichtlich auch eben herzlichst aufgenommen worden in der italienischen Community wahrscheinlich auch dank deiner Frau

00:16:40: Absolut.

00:16:41: Und man muss natürlich auch sagen, ich bin ja jetzt nicht in ein zizilianisches Bergdorf gezogen also gerade ist schon auch noch Italien leid.

00:16:49: Wir haben über das österreichische Erbe gesprochen.

00:16:51: es ist hier auch noch nahe an also auch geografisch nahe am Mitteleuropa.

00:16:55: sie selbst halten sich auch eher für Mitteleuropa wie Sie es immer sagen statt für Südeuropaa.

00:17:00: Also für die beginnt Süde Europa so etwa Emilia Rumania Toscana.

00:17:05: Also von daher wurde mir schon leicht gemacht.

00:17:08: Andererseits ist es natürlich eine Insel und Inselfolk ist auch schon speziell, das sagen sie selbst von sich.

00:17:15: also ein echter Gradeser werde ich nicht mehr.

00:17:17: da müssen drei vier Generationen vergehen aber trotzdem fühle mich da wirklich sehr gut aufgenommen worden.

00:17:25: Man hört das auch so.

00:17:26: in jedem deiner Sätze hört man diese Liebe zu.

00:17:30: gerade Dennoch brauchst auch du manchmal eine Auszeit offensichtlich, eine Anderszeit wie du das nennst.

00:17:38: Und so ist ja dein neues Buch entstanden, dass von Null auf Eins die Bestsellerlisten erobert hat.

00:17:43: Espresso unter Sternen erschienen im Goldeckverlag.

00:17:47: Hast du noch einen Überblick?

00:17:48: Denn wie viel des Buches ist

00:17:51: es?

00:17:51: Also von den Italienbüchern ist es so etwa das sechste Siebte.

00:17:54: Das Erste was tatsächlich nicht schwerpunktmäßig in Grado spielt und der Grund dafür Du hast ja gerade gesagt, dass ich so viel von Grado schwärme.

00:18:04: und natürlich ist Grado ein wunderschöner Ort der so vieles hat.

00:18:07: Strandgeschichte, Kultur, Kulinarik alles.

00:18:11: Meine Frage war jetzt die ich mir selbst gestellt habe.

00:18:15: Habe ich einfach nur unfassbares Glück gehabt mit Grado oder all das was ich so gelernt habe an kleinen Ritualen, an kleinen Glücksmomenten wie es Italiener machen?

00:18:24: funktioniert das auch anders?

00:18:25: Würde das auch irgendwo funktionieren Wo ich niemanden kenne, würde das ganz woanders funktionieren.

00:18:32: Und die... Ich konnte ja jetzt nicht auf eine einsame Insel ziehen!

00:18:35: Ich wohne ja schon auf einer Insel.

00:18:36: Deswegen wäre eine Großstadt ideal gewesen.

00:18:38: und dann dachte ich sofort an Triest.

00:18:40: Warum Triest?

00:18:41: Ist doch so nah.

00:18:43: Ja, Triest ist Nahangrado aber doch was komplett anderes.

00:18:46: Und zwar vor allem für mich als Norddeutscher Denn du hast einerseits natürlich das italienische Antrieß Aber du hast andererseits auch ganz viel Österreich Natürlich dort, denn Trieste wäre wirklich lange noch viel länger als gado österreichisch.

00:18:59: Lange über sechshundert Jahre der Seehafen des KOK Reiches und das ist natürlich so ein doppelter Schleier der Fremdartigkeit.

00:19:06: Denn natürlich ist für mich als Norddeutscher auch den Habsburger Reich etwas fremdes und deswegen dachte ich, Trieste wär doch ideal!

00:19:16: Dein neues Buch ist übrigens eins meiner Nachtkastellbücher, so sage ich das immer.

00:19:22: Das sind die Bücher, die ich jeden Abend sofort am Einschlafen lese und zwar lese ich die ganz langsam weil ich sie sehr genieße.

00:19:30: Und du schaffst es da wirklich einen Sohn mitzunehmen in den Alltag dort wie du das erlebst, in welchen Cafés du gehst?

00:19:39: Ich habe das sehr genossen.

00:19:43: vor ein paar Jahren das letzte Mal dort.

00:19:47: Aber jetzt muss ich noch was ganz Wichtiges erwähnen, nämlich dass du mit deinem neuen Buch auch am elften Oktober zu unserem Event kommst zur Kunst der Balance Whispers of Nature ins wunderschöne Stift aus Jahr im wunderschönen Kärnten und ich freue mich wirklich riesig, dass du da dabei bist von Kärnten nach gerade oder umgekehrt dann?

00:20:06: Was verbindest du mit Kärnten?

00:20:08: Ich habe tatsächlich eine ganz enge Verbindung mit Kärnten, purer Zufall.

00:20:12: Denn meine italienische Familie hat eine Ferienwohnung in Bad Kleinkirchheim und dort sind wir oft.

00:20:18: Ich bin auch selbst oft allein da um mal so ein Abend für mich zu haben.

00:20:25: Wir liegen... Unsere Wohnung ist direkt an der Maibrunnenbahn also direkt mitten im Wald.

00:20:30: Das ist zauberhaft!

00:20:32: Es ist wirklich wunderschön.

00:20:34: Und das Lustige ist natürlich dass Kärnten für uns Italiener, ich ziehe mich jetzt ja mal frech mit ein.

00:20:42: Gerade für Italienern der oberen Adria etwas völlig Exotisches ist, etwas völlig anderes.

00:20:47: also ich sehe es an meinen Töchtern Sie sind schon älter haben wir gesagt?

00:20:51: Ich war bis heute so und das war schon so als sie vier und sechs waren.

00:20:56: Der erste Weg wenn wir in Kärntin angekommen sind war zu einer Fritatensuppe Für sie das Allertollste was es gibt auch heute noch Klar, das ist für die etwas so exotisches wie für uns Spaghetti Vongole.

00:21:09: Das ist für deutsche Urlauber oder österreichische Urlaub etwas Exotisches und deswegen lieben wir es so und sie lieben Frittatensuppe.

00:21:15: Aber das finde ich total süß!

00:21:17: Lass uns ein bisschen eintauchen in dein neues Buch um den deinen Alltag in Triest.

00:21:22: Im Befern hat sich dieser Alltag dann wirklich anders angefühlt und unterschieden von deinem Alltag, deiner Arbeitstag in Grado?

00:21:30: weil ich glaube du hast ja auch Interesse gearbeitet nämlich an deinen neuen Buch

00:21:33: Ganz genau, also ich habe keinen Urlaub gemacht.

00:21:36: Das war mir wichtig.

00:21:38: Ich wollte schon sozusagen ein normales Leben führen und wollte mal gucken wie es ist wenn alles auf Null gesetzt ist weil man wirklich überall von vorne anfangen muss.

00:21:46: Also ich hab mir einen Stammcafé gesucht, ich hab mehr einen Stammbuffet gesucht.

00:21:51: Buffets Wissen alle Trieste Kenner ist so eine sehr simplete Werne wo es wunderbaren Pauschuto mit Grenn gibt.

00:22:00: Also es war wirklich, ich bin einfach mit großen staunenden Augen durch die Stadt gelaufen und habe mir diese Stadt wirklich von Anfang an erschlossen.

00:22:10: Erschließen müssen denn... Ich hatte ja wie gesagt keine Bezugspunkte und das macht schon auch was mit dir.

00:22:17: Du denkst natürlich viel drüber nach, du denkst viel über dich selbst nach.

00:22:21: Ich bin gar nicht so einer der jetzt wahnsinnig selbstreferenziell sein will.

00:22:25: aber manchmal muss man's als Autor auch sein Manchmal muss man auch raus, ich bin immer ein großer Fan davon in der Wohlfühlzone zu bleiben.

00:22:33: Obwohl alle sagen, man muss raus aber manchmal muss man tatsächlich raus und wie lange

00:22:37: warst du dann Interesse insgesamt?

00:22:39: Ich würde sagen insgesamt so fünf sechs Wochen also schon eine ordentliche Zeit.

00:22:43: Und wie gesagt, ich war jetzt nicht auf Mount Everest.

00:22:49: Ich war schon auch noch nah an meiner Familie und mein Spielvertrag hatte mich in Absucht.

00:22:53: Für deine Familie war das okay?

00:22:54: Ja meine Frau und wir kennen es nicht anders denn nach unserer Hochzeit waren wir... Ich habe lange immer noch in Deutschland arbeiten müssen.

00:23:03: Ich fahre viel auf Reisen weil ich sehr viel als Reisejournalist gearbeitet habe.

00:23:08: Deswegen, wir kennen es fast nicht anders.

00:23:10: Ich sage immer, wir sind über zwanzig Jahre verheiratet aber netto wahrscheinlich nur vier fünf Jahre.

00:23:15: Hält die ihr frisch?

00:23:17: Absolut frisch!

00:23:18: Aber nein also ich war nicht aus der Welt sagen wir jetzt mal so wobei ich mich aber schon bewusst darauf einlassen wollte dass ich habe mir eine kleine Wohnung genommen dort Und hab versucht an mein Leben, dort zu leben.

00:23:32: Da beschreibst du sehr schön diese kleine Wohnung und ein kleiner Kühlschrank kein Blick aufs Meer.

00:23:37: Es war kein Nobelviertel.

00:23:39: sagst du also nicht wieder heimengrado wo du glaube ich hundertfünfzig Meter zum Strand hast?

00:23:45: Ich frag da deshalb nach weil dieses Reduzieren die Reduktion ist etwas was ja angesagt ist und macht sich fast ein bisschen lustig drüber.

00:23:53: uns nennste so temporary downsizing Aber ich möchte gerne wissen, das ist ja auch ein bisschen entbehrungsreicher auf einmal.

00:24:01: Also wenn man wirklich nicht mehr den gewohnten Luxus hat von zu Hause?

00:24:07: Was hat das mit dir gemacht dieses Downsizing?

00:24:10: Naja also es ist downsizing auf hohem Niveau natürlich.

00:24:14: Ich hatte wieder Hunger und noch Durst.

00:24:18: Also müssen wir immer sagen... Wie nennt sich das?

00:24:22: Jammern auf hohem Niveau.

00:24:22: Aber es war doch wichtig, mal ein Fernseher zu haben der keine Fünfhundert Programme hatte sondern nur zwei.

00:24:28: Ein Internet zu haben was nicht wirklich so richtig funktioniert hat.

00:24:32: Quitschendes Bett und eine kleine Bibliothek mit sieben Büchern drin.

00:24:37: also ich finde... Man braucht diese Ruhe, also wir haben ja... was wir verlernt haben ist so ein bisschen die lange Weile.

00:24:47: Also wir stehen an der Supermarktkasse an und zücken schon das Handy und gucken drauf.

00:24:51: Und ich bin da auch schuldig genau wie wahrscheinlich jeder andere, der hier mit hört.

00:24:56: Es ist wichtig auch mal wirklich sich nicht vierundzwanzig Stunden am Tag selbst zu optimieren sondern wirklich mal auf dem Sofa zu liegen und an die Decke zu schauen Das auch mal zehn Minuten oder zwanzig Minuten lang und nicht das Gefühl zu haben was zu verpassen, Fear of Missing Out.

00:25:12: Und da hilft natürlich diese Reduktion sehr weil du ja gar keine andere Wahl hast.

00:25:16: und dann hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich doch sofort wieder Netflix angestellt oder hätte im Internet irgendwelche Sachen recherchiert für mein Buch aber sowas wirklich so... und dann habe ich mir mal diese sieben Bücher, die da standen völlig vergibt, mir einmal vorgenommen und dann hatte ich ein Buch in der Hand über die deutsche Sprache gedruckt.

00:25:33: In der DDR, wo ich mich auch gefragt habe wie ist dieses Buch nach ... nach Dresd gekommen?

00:25:40: und das war dann, dann lag ich so auf dem ... Oh, da saß ich auf dem Sofrand.

00:25:45: Dann ging so das Kopfkino in mir an ohne dass Netflix dazu kommen musste.

00:25:48: also... Durchatmen nicht sich immer bespaßen lassen.

00:25:54: Ich weiß es ist auch gerade ein bisschen ein Trend aber das kann man wirklich gut machen in einer anders Zeit denn jetzt mal.

00:26:00: Aber

00:26:00: ist das immer angenehm?

00:26:02: oder kommt da vielleicht auch weissend unangenehme Gefühle?

00:26:04: Oder Sachen die man sonst im Alltag eher verdrängt?

00:26:09: Ganz sicher, also das war ja auch so ein wesentlicher Punkt.

00:26:12: Das Wort Selbstfindung ist mir viel zu groß aber die Sache war natürlich auch die... Du hast es angesprochen ich bin wirklich fleißig und ich mache's auch gern und ich liebe es.

00:26:22: Aber man muss immer aufpassen.

00:26:24: Es ist auch wichtig heutzutage fleißigt zu sein und sich zu zeigen und Podcasts zu machen und den anderen Podcast zu gehen.

00:26:30: Autoren müssen sich inzwischen viel mehr zeigen als das früher der Fall war.

00:26:34: Dennoch muss man aufpassen.

00:26:36: Ich will mal sagen, sich nicht zu verzetteln oder wirklich genau die Dinge zu machen, auf die man Lust hat von denen man weiß dass man sie besser kann als andere.

00:26:44: Also ich nenne hier ein ganz simples Beispiel.

00:26:46: Ich lebe in Italien werde sehr oft gefragt Kannst du uns nicht einen Reiseführer über Venedig schreiben?

00:26:51: Über Apulien?

00:26:52: Über sonst?

00:26:52: was habe ich früher immer alles zugesagt?

00:26:54: weil du natürlich auch als Autor immer die Angst hast das die Aufträge ausbleiben.

00:26:59: Das ist eben auch so diese Sache der Selbstständigkeit.

00:27:02: Ich habe also wirklich alles zugesagt und hatte dann so das Gefühl, ich mache Dinge obwohl ich andere Dinge viel besser und erfolgreicher hätte machen können.

00:27:11: Und das habe ich bei dieser Anderszeit wirklich für mich gelernt.

00:27:13: Ich hab gesagt, pass mal auf.

00:27:15: Gang zurück und dafür noch mehr Energie der guten Art in die Erzählung denn ich habe gemerkt, ich will Geschichten erzählen.

00:27:24: Das ist das was ich machen werde.

00:27:26: Oh Gott, das ist schön.

00:27:28: Das kriege ich jetzt wirklich manchmal so gänsehaut wenn meine Gäste etwas sagen was mich sehr berührt und ich denke mal dass können ganz viele nachempfinden weil wir sind alle ziemlich zugetaktet und machen das was von uns verlangt wird.

00:27:41: die Aufträge die andere wollen nehmen es aber selten die Zeit einen Schritt zurück zu gehen und schauen was wollen wir eigentlich machen?

00:27:49: Und ich gebe dir recht meistens ist ja das wahrscheinlich das was wir besonders gut können Und das hat mir auch so gefallen bei deinem Buch, wo du gesagt hast wenn jemand vielleicht auch überlegt haben mit seiner Anderszeit oder liebäugelt sucht euch eine Stadt.

00:28:04: Du hast glaube ich schon nehmt euch ein Klausel.

00:28:06: Das muss man glaube ich für die Österreich übersetzen.

00:28:08: Ein kleines Zimmer genügt da wahrscheinlich und dass es auch ein ungeheurer Kreativitätsboost ist.

00:28:15: Ja ich liebe es!

00:28:17: Also dieses Remote Work ist jetzt ein bisschen mutiger geworden nach Corona klar.

00:28:21: Aber es ist wirklich so, du bist ja dann auch mit dir selbst.

00:28:24: Wenn du so ein bisschen reduzierter lebst.

00:28:26: Du bist viel mehr bei dir und bei deinen eigenen Empfindungen.

00:28:31: Und das kann natürlich in der Kreativität helfen.

00:28:34: aber ich bin mir sicher es kann allen helfen.

00:28:35: also ich rede jetzt hier nicht nur von Menschen die Bücher schreiben oder Bilder malen oder fotografieren.

00:28:40: Also ich bin mich wirklich sicher dass es eine kleine Anderszeit allen gut tut.

00:28:45: Ich sage ganz bewusst er findet euch nicht neu.

00:28:48: Das ist auch Quatsch.

00:28:49: so ein bisschen auf sich selbst zu achten, ist ja ganz sicher nicht verkehrt und das vergessen wir ganz oft im Alltag.

00:28:57: Du hast dich ein Triest auf Glückssuche gegeben?

00:29:02: Wahrscheinlich sagst du jetzt auch dach, weil es wieder ist ein zu großes Wort.

00:29:05: aber ich frage dich jetzt trotzdem was waren deine wichtigsten Erkenntnisse?

00:29:08: Hast du etwas Neues übers Glück gelernt?

00:29:11: Weil du bist ja eigentlich vom Glück gesegnet!

00:29:13: So wie du arbeitest, so wie du lebst... Was kann ein glücklicher noch über das Glück

00:29:17: lernen?!

00:29:19: Mein Onkel sagt immer, so wie du arbeitest möchte ich mal Urlaub machen.

00:29:28: Du hast recht Glück!

00:29:29: Ich weiß es steht auch auf dem Cover drauf ist ein sehr großes Wort.

00:29:32: aber ich denke was ich so ein bisschen gelernt habe Wir sollten nicht den Glück hinterherrennen, diese Glücksspitzen.

00:29:41: Aber so eine gewisse Zufriedenheit zu erreichen ist das viel besserer Wort wie ich finde, dass du mit einer Grundzufriedenhe durchs Leben gehst.

00:29:49: und ich habe gemerkt erstens da braucht es wenig für, zweitens du musst ein bisschen darüber klar sein was du selbst willst.

00:29:57: Das kann sich auch immer ändern.

00:29:58: also wir sind keine Schablonen.

00:30:00: wir Menschen, wir erinnern uns auch Und ich habe aber auch gelernt, dass es doch relativ einfach ist wenn man mal so ein bisschen einen Schritt neben sich tut.

00:30:10: Dass man sieht was einem stresst und was einem nicht gut tut.

00:30:13: Das vergisst man manchmal.

00:30:15: Was wäre das bei dir gewesen?

00:30:18: Also wir Autoren... Ich mache das wirklich sehr ungern, aber ich muss es machen.

00:30:22: die Präsenz auf sozialen Medien kann einen schon stressen.

00:30:24: ... bemühe mich da wirklich so zurückhalten wie möglich zu sein, aber du musst natürlich viel tun wenn ein neues Buch da ist.

00:30:33: Aber

00:30:33: machst Du das alles alleine?

00:30:34: Das macht das alles allein.

00:30:35: Oh, das ist wirklich viel

00:30:37: mehr!

00:30:37: Also ich suche noch einen Personal-Assisten, dass wäre so'n Traum der alles für mich macht auch Behördengänge und ähnliches... Und Steuern war

00:30:45: schnell!

00:30:47: Auch so deutsch- italienisch, alles sehr kompliziert.

00:30:49: Und ich habe ja auch für Verlage geschrieben, die in den USA sitzen und dann gibt es wie zwanzigseitige Steuererklärungen, die ich unterschreiben muss und wenn nicht komme ich immer ins Gefängnis oder so.

00:30:57: Also Personal Assistant wäre ein Traum.

00:31:00: Das wäre sicher auch ein Baustein zum Glück?

00:31:02: Nein!

00:31:03: Wie gesagt, was ich wirklich finde geht um eine gewisse Grundzufriedenheit, die man schnell erreicht.

00:31:10: aber man sieht schon, was einen so ein bisschen runterzieht

00:31:15: Und was wie anderen.

00:31:16: zu den wichtigsten Säulen der Grundzufriedenheit?

00:31:21: Da spreche ich jetzt sehr für mich selbst, klar.

00:31:26: Familie ist natürlich in Italien sowieso schon meine Säule und es gibt verschiedene psychologische Untersuchungen dazu, wie gut Familie gerade tut und wir haben ja über unsere Töchter gesprochen Allein schon das gemeinsame Essen jeden Abend.

00:31:42: Gibt dir so einen Halt auch als junger Mensch, aber eben auch als Eltern.

00:31:46: Du weißt genau... Das ist jetzt der Nukleus hier.

00:31:52: Hier ist das ein sicherer Hafen für uns alle.

00:31:54: Habt ihr das immer geschafft?

00:31:55: Also ich schaffe das wirklich.

00:31:57: Ich hab'

00:31:58: den Mählichte.

00:31:59: Es ist bei uns so schwierig weil wir sehr unterschiedliche Essen rückt man noch haben, unterschiedlich zu Hause und wir sind nur zu dritt.

00:32:05: Also mein Mann ich und meine Tochter und es ist selten dass wir es wirklich schaffen ein gemeinsames Abendessen.

00:32:11: aber wenn da gebe ich dir recht, wenn dann ist das immer schön.

00:32:13: Ja

00:32:14: also es ist glaube ich auch für die Kinder was ganz wichtig ist.

00:32:16: ja nein wir haben's auch nicht jeden Tag jeden Abend geschafft.

00:32:18: dazu kommt ja auch noch Sport.

00:32:19: Die Kinder haben ja noch noch Sport gemacht Und jetzt ist es ja sowieso oder

00:32:22: sie sehen einfach unterwegs

00:32:24: Ein Grade gibt es ja nicht so viele Möglichkeiten auszugehen.

00:32:26: Das ist tatsächlich die Familie irgendwie der wichtigste Punkt.

00:32:31: Bei mir kommt dann natürlich doch noch das berufliche hinzu, genau zu wissen irgendwie was jetzt meine nächsten Projekte sind auf die ich wirklich ganz viel Lust habe.

00:32:38: Ich darf leider auch nicht drüber reden aber bei...

00:32:40: Also das geht gar nicht!

00:32:41: Du kannst es nicht so antießen?

00:32:43: Der Kunst der Balance kann ich schon was erfahrraden.

00:32:45: Da finde

00:32:45: ich jetzt sehr gespannt.

00:32:47: Das wird für mich auch nochmal ein Mainstein, da freue ich mich sehr drauf

00:32:52: Was bald kommt.

00:32:53: Wer sich nicht nur eine Anderszeit, sondern wieder mehr vom echten Leben wünscht, dem leg ich die neue Woman Balance Ausgabe ans Herz, die am XXIII.

00:33:02: Juli erscheint!

00:33:04: In unserer Cover-Story untersuchen wir, warum immer mehr Menschen Social Media müde sind, weniger posten und sich nach Erfahrungen sehnen, die nicht sofort in Content verwandelt

00:33:15: werden.".

00:33:22: Also Familie ist ...

00:33:23: Ja, aber auch so.

00:33:24: Jetzt kommt was ganz Simples.

00:33:25: Only love no hate.

00:33:26: also wenn dir irgendwas missfällt dann ich will nicht sagen du solltest ignorieren aber schau einfach nicht hin also regt dich nicht drüber auf.

00:33:34: das ist irgendwie klingt ganz banal.

00:33:36: aber wenn man mal darüber nachdenkt über was man sich so alles aufregt im Leben wenn man da einfach mal sagt was komm.

00:33:43: ich schaue jetzt mal in den Sonnenuntergang und nicht da wie die beiden sich gerade um einen Parkplatz streiten.

00:33:49: Ich will nicht zur großen Ignoranz aufrufen, ganz sicher nicht.

00:33:52: Aber wirklich gibt der Schönheit mehr Raum in eurem Leben.

00:33:56: Das ist ein Ratschlag, den wir alle gut

00:33:58: gebrauchen können.

00:33:59: Das finde ich sehr schön und die Schönheit versteckt sich oft so nicht auf den ersten Blick.

00:34:04: oder aber wenn man es so ein bisschen trainiert findet man so viel Schönes überall.

00:34:08: das schreibst du durch in deinen Büchern.

00:34:10: so schön was mir gefallen hat.

00:34:12: auch Du schreibst so schön übers Flanieren.

00:34:17: Ich mag ja allein den Ausdruck, wie es da hinschlägt und das andereseits spazieren gehen.

00:34:22: Und was magst du daran?

00:34:24: Ist es was Italienisches oder dieses Flanieren?

00:34:26: Genau, die Passeggiata ist etwas sehr italienisches.

00:34:29: Erst mal ohne Schrittzähler.

00:34:31: Also bindet eure Schrittzähle ab und schaut nicht aufs iPhone wie viele Schritte ihr gemacht habt.

00:34:35: Das zählt nicht.

00:34:36: Ich hab mir gerade erstmals in meinem Leben eine bestellt!

00:34:40: Aber ich weiß genau, was du meinst.

00:34:41: Bis jetzt konnte ich mich verwähren.

00:34:43: aber

00:34:44: ja... Da sind Italiener natürlich auch vom Klima bevorteilt.

00:34:46: Aber man geht abends oft nach dem Essen.

00:34:49: Es muss nicht mal ein Restaurant essen sein.

00:34:51: Nach dem Essen daheim geht man nochmal auf die Piazza Schlendert noch mal durchs Viertel, trifft nochmal hier und da jemanden.

00:34:57: Das ist was ganz schönes.

00:34:58: aber auch das Flanieren.

00:35:00: ich mache es auch in meinem täglichen Leben in Grado.

00:35:02: Grado ist natürlich auch toll zum Flangenieren.

00:35:04: Du kannst in der Nebensaison sieben Kilometer am Strand rauf- und drunter gehen.

00:35:07: Das is so zauberhaft!

00:35:09: Ich weiß dass viele meiner großen großen Kolleginnen und Kollegen Schriftstellerinnen und Schriftstellern alle große Spaziergeger waren.

00:35:19: Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat mal gesagt, er misstraut jedem Gedanken der nicht ergangen worden sei.

00:35:25: Auch ein schöner Satz!

00:35:27: Also ich glaube Spazierengehen ist schon auf ganz vielen Ebenen etwas Tolles.

00:35:34: Du kriegst auch Distanz zu dem Problem.

00:35:36: also im wahrsten Sinne des Wortes wenn irgendwas auf deinem Schreibtisch legt was dich bedrückt Geh mal raus, geh mal spazieren.

00:35:42: Geh einmal flanieren.

00:35:43: Flanieren heißt tatsächlich ein bisschen genauer hinschauen.

00:35:46: auch Mal ist übrigens auch eine Ratschlag den ich allen gebe die sagen ja wie kriege ich denn anders seit heute hin?

00:35:51: Dann sage ich das mal auf.

00:35:53: Fahr mal nicht... Ich weiß es sind sechs Kilometer zu deiner Arbeitsstelle aber mach doch mal einen einstündigen Spaziergang dahin.

00:35:58: Gehe mal und bleib.

00:36:00: nimm mal deine eigenen Stadt oder deinen eigenen Ort so als Tourist war.

00:36:03: Bleib doch mal vor dem Denkmal stehen wo du nie geschaut hast.

00:36:05: wer ist das eigentlich?

00:36:06: was steht da eigentlich auf der Bronzeplatte?

00:36:08: Das sind so Dinge wo man eine Anlasszeit ganz leicht in sein Leben reinbekommen kann.

00:36:13: Fand ich auch spannend, dass du geschrieben hast das Geschäftsleute nach dem Essen also nach ihrem Business Meetings gemeinsam spazieren gehen und da auf die Deals abgeschlossen werden?

00:36:23: Also in Italien ist es wirklich üblich, da ist das Teil des Alltags!

00:36:26: Ja also bei Kaffee oder beim Essen wird nicht über knallharte Verhandlungsmasse gesprochen.

00:36:34: Das wird dann.

00:36:36: Das Essen ist sozusagen der Apparativo für das Geschäft.

00:36:39: Danach hakt man sich auch oft unter, da ist ja auch so ein typisches Italienenschutz zwischen zwei Herren und dann wird halt so ganz intensiv und dann geht es ums Geld.

00:36:49: Also der dumme Deutsche... also so oft habe ich jetzt keine Business-Geschäfte, aber Businessgespräche, natürlich mit dem Podcast kommt das jetzt ab und zu mal vor Und der dumme Deutsch hat dann halt immer sofort angefangen, ja also das machen wir so und mein Schwiegervater hat gesagt hier mach langsam jetzt trink erstmal einen Kaffee.

00:37:05: Ja und dann geht ihr mal spazieren und dann bespreche ich alles übliche.

00:37:11: Das finde ich auch so schön.

00:37:12: du hast es jetzt gerade die Langsamkeit angesprochen.

00:37:15: Ich frage mich das öfter welche Rolle Zeit in Italien spielt?

00:37:19: Weil leben die Italiener wirklich entspannter oder sind sie nur anders gestresst?

00:37:24: Also Ich lebe hier, wie gesagt seit mehr als zwanzig Jahren in Italien und es ist nicht alles Klischee.

00:37:31: Es ist also nicht alles irgendwie Deutsche Farniente usw.

00:37:35: Aber was Italiener machen?

00:37:36: Ich finde sie haben wirklich ein etwas besseres Zeitmanagement.

00:37:39: natürlich sind die auch gestresst.

00:37:40: ihr müsst nur mal in Romo oder Neapel mit dem Auto fahren dann werdet ihr das erleben Oder in jeder italienischen Großstadt?

00:37:46: Ich komme gerade

00:37:46: mehr oder weniger aus wie ein Apel.

00:37:48: Ich hatte wirklich Angst!

00:37:50: Das ist

00:37:51: echt heftig gewesen, aber es passiert nichts.

00:37:53: Es passiert nichts... ich habe tatsächlich auch mal nachgeschaut.

00:37:55: also Unfallstatistiken sind wirklich sogar geringer als in Deutschland.

00:38:00: Obwohl du denkst dass die fahren sich doch gegenseitig über den Haufen.

00:38:02: Wie kann das

00:38:03: sein?!

00:38:04: Also was Zeitmanagement angeht, habe ich ein schönes Beispiel aus meiner Familie.

00:38:07: Wir treffen uns nämlich jeden Morgen um neun bevor die Arbeit eigentlich losgeht alle zusammen zum Café im Café meiner Schwiegermammer, die nicht mehr so gut zu Fuß ist.

00:38:14: deswegen ist es das nächstgelegene Café zu ihrer Wohnung und da wird am morgen erstmal, kriegt jeder sein Espresso natürlich den jeder auf eine andere Art trinkt typisch Italien wieder.

00:38:24: der einzige Deutsche am Tisch trink natürlich seinen Cappuccino.

00:38:29: Es ist

00:38:31: ein Zitat, das habe ich leider nicht ins Buch unterbringen können.

00:38:40: Aber es finde ich sehr schön.

00:38:42: Abraham Lincoln soll gesagt haben Wenn du drei Stunden Zeit hast einen Baum zu fällen dann verbringe die ersten beiden Stunden damit die Axt zu schärfen.

00:38:50: Sehr gut Und so machen es die Italiener oder zum Beispiel auch in meiner Familie.

00:38:54: Du setzt dich um Neuen hin und besprichst ein bisschen den Tag, also was ist heute wichtig?

00:38:59: Du legst dir den Tag gewissermaßen zurecht ohne Notizbohrenkalender und dann trinkst du einen Kaffee und dieser Kaffees dann auch in fünf Minuten getrunken sitzt da jetzt keine zwei Stunden rum aber alle haben sich mal kurz gesehen alle haben kurz abgesprochen.

00:39:11: du machst das Du denkst an heute Abend, die Schocken einzukaufen.

00:39:16: Und dann ist der Tag sozusagen zurechtgelegt und das finde ich einen coolen Start.

00:39:21: Das ist ein wunderschönes Ritual!

00:39:22: Ich find's auch toll dass das quasi außerhalb der Wohnung ist.

00:39:26: Dass du wirklich dorthin gehst, dich bewusst dort priffst weil es macht auch noch mal was.

00:39:32: Viele meiner deutschen Freunden und sicher auch viele Österreicher haben teure Espresso-Maschinen zu Hause.

00:39:36: Ich kenne keinen einzigen Italiener, der eine Espressemaschine zuhause hat.

00:39:39: Du gehst natürlich in die Bar!

00:39:41: Denn Iboncafe ist ibevalbar.

00:39:43: Du hast da diese riesigen Maschinen, wo fünfhundert Tassen pro Tag gemacht werden.

00:39:47: Du brauchst diesen Durchlauf auch... ich hätte auch gerne so ne kromenglänzende Espressemaschine zu Hause.

00:39:52: aber In Italien hast du ja wirklich alle zweihundert Meter eine Bar, wo du dich dann eben auch triffst und dann kostet der Espresso einem ein Euro zwanzig.

00:39:59: Und dann ist die Schwiegermutter ja wie gesagt auch da und die muss natürlich wissen was wir heute alles vorhaben.

00:40:06: Das ist schon ein cooles Reteoral!

00:40:08: Gutes Ritual und auch ein Zeichen von mehr Geselligkeit, dass man eben rausgeht.

00:40:12: Und sich nicht so wie bei uns oft zu den eigenen vier Wänden sehr verkriecht.

00:40:17: Das finde ich ganz wichtig.

00:40:18: Es gibt ja gerade das Megathema Longevity-Langlebigkeit.

00:40:23: Italiener leben tatsächlich länger als zum Beispiel Deutschland oder Österreich, obwohl sie eine schlechtere medizinische Versorgung haben.

00:40:31: und lange hat man ja die mediterrane Diät vermutet.

00:40:34: Da ist sicher was dran, ich glaube aber das wirklich eine ganz wichtige Komponente der italienischen Langebigkeit.

00:40:41: dort ist niemand allein.

00:40:44: Also ich sehe es an Pinos Bar, das ist ja meine Stammbar über die ich auch schon geschrieben habe.

00:40:48: Das wollte ich kurz nachher

00:40:49: in Pinos

00:40:50: bar geben.

00:40:50: So ein Bild arbeitest du auch dort?

00:40:52: Da arbeite ich tatsächlich... Da kommst

00:40:53: du dein Laptop auf und... Da

00:40:54: klappe ich mein Laptob auf da liegt mein Notizbuch.

00:40:57: Ich hab natürlich noch einen Notizbuch.

00:40:58: Liegt daneben und dann sitzt sich eine Stunde jeden Vormittag so zwischen neun und zehn.

00:41:02: also zuerst Schwiegermama manchmal erst danach je nachdem ob Markt ist oder ob sie zur Messe geht.

00:41:09: Wir richten uns natürlich nach den Ritualen der Schwiegermamma.

00:41:12: Aber tatsächlich in Pinos Bar arbeite ich, Pinos bar hat nämlich so deiner Tische.

00:41:16: Weißt du also nicht diese wackelnd bistrotischen?

00:41:20: Wo der Laptop praktisch keinen Platz mehr drauf hat sondern wirklich große massive lange Holztische wo Du Dich wunderbar ausbreiten kannst.

00:41:26: also ideal für alle die schreiben.

00:41:29: Tipp für euch, falls ihr Bücher schreiben wollt kommt zu Pino.

00:41:32: Das sitzt ja du schon.

00:41:34: Aber es gibt genug Platz vor allem am Vormittag weil die... Es ist eher eine Apparativo-Bar.

00:41:38: also am Abend wird's dann voll und dann sind die Stammtische besiedelt und dann gibts sie guten Geschichten.

00:41:44: Vorm mittags ist noch relativ still aber ich genieße es trotzdem und genau da schreibe ich dann das ist dann so mein und starten den Tag in die erste Stunde.

00:41:53: Genau, jetzt greife ich den Launcheville-Gedanken nochmal auf wo du gesagt hast, du glaubst das ist eben das Gemeinschaftserlebnis warum die oder generell die Menschen, die in mediterranen Ländern leben so eine hohe Lebenserwartung haben.

00:42:06: weil an sich mediterrane Diät bedeutet ja auch Pastaessen oft nach zwanzig Uhr dazuglas hotern ab und zu vielleicht sogar nicht Zigarette.

00:42:16: also es ist jetzt nicht etwas was Was man generell empfehlen würde, oder?

00:42:22: Ganz genau.

00:42:23: Also dazu habe ich mir wirklich lange Gedanken gemacht.

00:42:26: Kurz noch zu Pinos Barles.

00:42:27: Ich hatte den Faden verloren.

00:42:28: Sorry!

00:42:28: Ich wollte nur sagen dort ist niemand allein und ich kenne auch ganz viele Witfen und Witfer die dorthin gehen jeden Tag eine halbe Stunde.

00:42:36: Die sind dann wirklich Teil der Gesellschaft und der Gemeinschaft.

00:42:39: sie blättern in der Zeitung Sie wissen was passiert, sie unterhalten sich mit dem Barista Und wenn sie da mal einen Tag fehlen Dann wird auch sofort angerufen.

00:42:47: Hey, was ist los?

00:42:47: Alles gut bei dir und ich fühle mich... Komm vorbei!

00:42:51: Komm Winston auf den Kaffee vorbei.

00:42:53: Da versauert niemand hinter Jalousien.

00:42:57: Was ganz genau.

00:42:58: Und natürlich auch das kommt noch dazu viele ältere Menschen sind auch familiär noch eingebunden.

00:43:03: Wenn es nur das Kartoffel schälen ist okay.

00:43:05: Schlechtsbeispiele sagen wir mal Möhrenschälen.

00:43:09: Karotten heißt es war.

00:43:11: Also und was sich zur Mediterranean Diät sagen will Bin mir nicht sicher, ob diese ganzen Ernährungswissenschaftler da... recht haben, wenn sie sagen... Also Italiener machen ja wie du schon angedeutet hast eigentlich alles falsch.

00:43:27: Kohlenhydrate kein Frühstück.

00:43:28: angeblich ist doch das Frühstuck so wichtig.

00:43:30: Genau die trinken nicht nur in Espresso.

00:43:32: Espreso

00:43:33: also selten dann auch vielleicht mal ein Brioche dazu was jetzt auch nicht gerade irgendwie Haferflocken mit Skier ist.

00:43:41: Ganz genau!

00:43:42: Ich bin mir nicht sicher es gibt die Theorie dass dass Kalorien nicht gleich kalorien sind, das du wirklich anders ist.

00:43:49: Wenn du in Gesellschaft bist, dass du langsamer ist und weniger Portionen ist, das ist schon auch so.

00:43:53: Also Italiener neigen zum Beispiel nicht zum Exzess.

00:43:55: Klar essen die abends Pasta aber es eben keine Zwei-Hundert Gramm-Pasta sondern es ist wirklich... also in Restaurants wird mit Achtzig Gramm kalkuliert.

00:44:03: Achtzig Gramm ist wirklich wenig.

00:44:05: Für mich sind das zwei Happen.

00:44:07: Aber die Italienern sind generell genügsam.

00:44:10: Auch beim

00:44:10: Trinken?

00:44:11: Ja

00:44:11: voll!

00:44:12: Mein Schwiegervater trinkt jeden Abend egal wie lange der Abend geht Ein Glas Wein und es wird nie mehr.

00:44:17: Es ist wirklich bewundernswert.

00:44:20: Aber das mit Genuss?

00:44:21: Das mit Genuß, aber auch wirklich so dieses... Es gibt ja diesen schönen Satz, dass Italiener kein Wort für Kater haben, also für den Alkohol-Kater weil sie's einfach nicht kennen.

00:44:30: Also mehr als ein Glas oder vielleicht mal zwei Gläser trinkt keiner außer Sie sind beim München in Oktoberfest dann taumeln Sie aus den Zelten und auch wenn Sie keinen Wort für kater haben bin ich mir ziemlich sicher.

00:44:41: viel dass sie kein Wort haben.

00:44:44: Gut,

00:44:44: das sind Sie nicht in Ihrem Terrain.

00:44:46: Genau.

00:44:49: Was ja auch Melangeve die mitgedacht wird ist die psychische Gesundheit, die Entspannung.

00:44:55: da möchte ich noch einmal auf das zurückkommen was du sagst.

00:44:57: deine Meditation

00:44:59: isst

00:44:59: Mudeln essen und Du hast doch gesagt, Du sagst nicht Pasta?

00:45:06: Ja genau also alle sagen inzwischen Pasta.

00:45:09: Ich finde, wir sollten das Wort Nudeln wieder groß machen.

00:45:12: Das ist einfach ein sehr süßes Wort!

00:45:14: Ich lese mal aus meinem Buch vor was ... Was Nudel für mich bedeuten?

00:45:19: Oh ja...

00:45:22: Ein Teller Spaghetti macht etwas mit dir.

00:45:24: Man soll nicht mit Essen spielen haben uns unsere Eltern eingeschärft.

00:45:28: Aber mit langen Nudelen musst du es ja fast.

00:45:31: Du musst genau die richtige Menge mit dem Gabel-Zinken zu fassen kriegen.

00:45:35: Nicht zu wenige und erst recht nicht zu viele, du musst eine freie Stelle auf den Teller finden um sie um die Gabel zu wickeln – geübte können das auch in der Luft!

00:45:44: Und beim Wickeln sollte sich der Sugo möglichst nicht aufs Hemd den Tisch oder Partner verteilen was eine ausbalancierte Geschwindigkeit erfordert?

00:45:53: Nicht so langsam denn sonst wickelt nichts.

00:45:56: Und nicht zu schnell, sonst sitzt der Gegenüber im tomatenroten Nieselregen.

00:46:02: Dann musst du den Winkel der Gabel verändern und das gewickelte Konstrukt elegant zum Mund befördern ohne dass es auseinander fällt – gar nicht so einfach!

00:46:11: Wenn's auseinander fällt dann musst du schnell schlürfen.

00:46:15: Sophia Loren findet gar, Nudeln müssen mit Geräusch verzerrt werden.

00:46:20: Mein Tipp für Sie Ein Tip, den mir eine Schlafcoachin empfohlen hat Sie schläft im Sommer fast immer im Freien.

00:46:29: Vorteil?

00:46:30: Es ist kühler, die frische Luft wird als angenehm empfunden und der Blick in den Sternenhimmel lässt uns wunderbar zur Ruhe kommen.

00:46:38: Außerdem unterstützt es unseren natürlichen Schlafwachrhythmus!

00:46:42: Ich werde das jetzt auch probieren und meine Matratze auf die Terrasse schleppen – sicherheitshalber mit

00:46:48: Insektenspray.".

00:46:51: Das ist großartig... Danke, Stefan.

00:46:55: Sophie und Loreen.

00:46:55: Man kriegt ja auch sofort, wenn man das hört, unheimlichen Guster auf eine Portion

00:46:59: Pasta!

00:47:00: Absolut

00:47:01: Kannst du uns eines deiner Lieblingsrezepte ... oder hast du so ein Pasta-Lieblingsrezept?

00:47:05: Wie ist deine Nudeln am liebsten?

00:47:08: Also ich finde schon Spaghetti von Ungulä Klasse.

00:47:10: Das ist schon großartig.

00:47:12: Ich war jetzt länger in Rom.

00:47:15: So eine gute Carbonara macht es auch schon was Feines.

00:47:18: Interessanterweise wird Carbonara in Rom fast immer mit kurzen Nudeln gemacht, das war mir auch neu also niemals mit Spaghetti oder Spaghettis oder sowas weil die Römer.

00:47:27: ich habe auch gefragt sie sagen halt Carbonara kühlt sehr schnell aus und da sind kurze Nudel die tatsächlich nicht auf dem Teller sondern richtig einem Glas serviert werden einfach viel besser um das Gericht konstant warm zu halten.

00:47:40: In Grano steht Spaghetti Carbonara, also die echte Carbonare mit Ei auf fast keiner Karte.

00:47:45: Weil sie so schwer zu machen ist du musst es ja... Du kannst sie nicht vorbereiten ne?

00:47:49: Also eine Bolognese so kannst du vorbereiten.

00:47:52: Du musst eine Carbonara passen da wenn du sie richtig machen willst mit Ei und Pecorino und Guanciale musst du ja immer frisch machen und das kann die Küche brutal lehmen.

00:48:02: deswegen versuchen Restaurateur das immer ein bisschen zu vermeiden was ich sehr schade finde.

00:48:08: Und stimmt das auch dass in Italien wirklich den ganzen Tag übers Essen geredet wird?

00:48:11: Also klingt wie ein Klischee, ist aber keines.

00:48:16: Es ist wirklich so das natürlich auch bei uns.

00:48:18: am Morgen geht es darum was es am Abend zu essen gibt.

00:48:21: ich bin sozusagen... Ich bin derjenige der in meiner Familie schon nervt weil ich um zehn Uhr morgens schon schreibe was essen wir heute Abend damit ich irgendeinen Ruhe einkaufen kann.

00:48:28: Ich bin tatsächlich meistens derjenig der kocht vor allem wenn meine Töchter da sind.

00:48:33: Aber ich habe tatsächlich mal Bauarbeiter auf einem Gerüst zugehört die sich darüber gestritten haben, ob Pesto mit oder ohne Knoblauch angerichtet werden muss.

00:48:45: Was bis heute eines meiner größten Erlebnisse war.

00:48:47: Ich wünschte ich hätte es irgendwie filmen können, aber wer wäre wieder privat?

00:48:51: Privat

00:48:51: hat nicht gegangen!

00:48:52: Ja und Mitknoblau oder Ohne das Pesto?

00:48:54: Also ich bin dann auch so ein bisschen tiefer eingestiegen in dieses Thema.

00:48:59: man kann sich ja darin auch wirklich verlieren.

00:49:01: Es gibt das Pestro aller Genovese Pesto aller Liguräse, also das ligerische Pesto und Genua ist ja die Hauptstadt von Liguren.

00:49:10: Und sie sagen dass Pesto aus Genua hat weniger Knoblauch oder kein Knoblaub weil die feinen Damen und Herren nicht nach Knobblauch riechen wollen.

00:49:18: aber normalerweise das liguerische Pisto wird mit Knobllauch gemacht.

00:49:22: Wie magst du es lieber?

00:49:23: Ich mag's mir knoblaucht lieber, ich machs alles mit Knublauch lieber.

00:49:25: Knobleuch ist auch was Feines.

00:49:27: Ja!

00:49:27: Ich könnte natürlich jetzt mit dir ewig weiter sprechen.

00:49:30: wir haben ja eigentlich diese Glückssuche begangen Gemeinsam, sozusagen haben es auf Glückssuche gemacht und ich habe dich da ein bisschen gelöchert.

00:49:37: Und da gibst du noch so viele gute Tipps in deinem Buch.

00:49:42: Du fasst das zusammen, glaube ich unter dem Begriff ME-MZF die mediterrane Zufriedenheitsformel.

00:49:49: Also am Ende deines Buches gibt's da eine sehr schöne Liste.

00:49:52: Wir haben da zwei Dinge sehr gut gefallen, die möchte ich noch ansprechen und zwar verreizt du eine Formel Die mir wirklich sehr gut gefällt.

00:50:00: Du sagst schau dir lieber viel von wenig Welt an als von viel weltwenig.

00:50:08: Erklär uns das in deinen Worten, weil gerade jetzt zum Urlaubsstart glaube ich ist es was sehr schönes.

00:50:13: Tatsächlich die Lieblingsstelle vieler Leserinnen haben mir das auch geschrieben.

00:50:19: also ich hau mal ich haue jetzt mal dick drauf.

00:50:22: ich sage jetzt einfach mal Reisen wird ein bisschen überschätzt und zwar vor allem reisen wird überschätzen.

00:50:27: Wer glaubt, möglichst viele Länder abzuhaken ist glaube ich auf dem falschen Weg.

00:50:32: Ich glaube nicht dass das so etwas mit ihr macht, dass es dein Horizont erweitert und dass es deinen Charakter verbessert, möglichst viel von der Welt gesehen zu haben.

00:50:45: Ich lebe seit zwanzig Jahren in Italien und begreife das Land erst jetzt!

00:50:51: immer wieder an den gleichen Ort zu reisen.

00:50:53: Also da sollen alle bitte mal den Druck rausnehmen, wenn ihr euch in Grado wohlfühlt dann bleibt auch in Grados und dann kommt wieder.

00:50:58: dann taucht tiefer ein.

00:51:00: Ihr müsst nicht die ganze Welt bereisen was übrigens ja auch unmöglich ist.

00:51:04: ich sage auch immer zwischen München und Rom gibt es so viel zu entdecken da reicht dein ganzes Leben nicht aus.

00:51:09: überlegt mal was dazwischen alles liegt und du wirst das nie sehen.

00:51:12: also von daher die welt zu erfassen oder gar irgendwelche Listen zu führen oder es gibt ja auch so Weltkarten wo du abhaken kannst welche länder du schon bereist hast.

00:51:22: Wenn das euer Ding ist, tut es.

00:51:24: Es gibt sicher schlimme Hobbys als Reisen!

00:51:26: Aber ich glaube, ihr müsst den Druck rausnehmen zu glauben.

00:51:30: Ihr müsst viel von der Welt sehen bleibt an einem Ort und steigt da tiefer ein.

00:51:36: Ich finde das sehr schön.

00:51:37: Und eine meiner allerbesten Freundinnen die fahrt mit ihrem Mann ich glaub seit zehn Jahren nach Thailand zwar was wirklich weit weg ist aber immer ins gleiche Ressort an dem gleichen Strand.

00:51:48: und sie sind ja jeden Sommer fünf sechs Wochen Und das ist genau das.

00:51:55: Also, es wäre so tiefer eindauch und dann dort eben den Markt kennenlernen oder vielleicht nur dieselbe Bar besuchen.

00:52:04: also man kriegt mehr mit wie wenn wir alles quasi im Stadion

00:52:08: abklappen.

00:52:09: und noch etwas hat mir sehr gut gefallen.

00:52:12: einer deiner Tipps und da brauche ich jetzt einen Expertenrat dazu du sagst zieh dich ein kleines bisschen besser an tust für dich nicht für andere.

00:52:23: Erstens mal, was meinst du damit mit dem Besse anziehen?

00:52:27: Und was hast du Punkt und Mode von den Italienern und Italienerinnen vor allem gelernt?

00:52:33: Also ich würde mir nicht trauen... Frauen einen Ratschlag zu geben und ich muss auch ehrlich sagen, dass... Ich finde Österreicherinnen die in gerade Urlauben sehen schon auch top aus.

00:52:42: Also das ist... Die haben das schon... Wer was lernen kann sind Männer.

00:52:45: Ja?

00:52:45: Also da muss ich mal ganz klar sagen Leute... Jetzt bist du

00:52:47: charmant!

00:52:48: Ja ja, aber ich weiß nicht, hören hier Männer zu.

00:52:51: Natürlich!

00:52:54: Also mit Flip-Flops und kurzen Hosen abends ins Restaurant, Leute.

00:52:59: Da sage ich eben, tut's für euch.

00:53:02: Macht doch aus diesen... Ihr geht abends essen!

00:53:04: Das ist doch was Feines, was Schönes, wenn ihr euch entsprechend anzieht und das muss ja jetzt kein Maßanzug sein.

00:53:11: Aber ein Hemd, lange Hosen, Leinenhosen gehen im Sommer auch wunderbar.

00:53:18: Vernünftige Schuhe, ihr werdet auch ganz anders wahrgenommen von anderen.

00:53:22: aber es geht auch vor allem so um diesen Selbstwert zu sagen heute Abend Ein schöner Abend.

00:53:27: Und ich gehe jetzt bewusst dorthin und setze mich dort hin, werde diesen Abend genießen.

00:53:32: Es fühlt sich gut an, was ich an habe.

00:53:35: Meine Frau sieht toll aus!

00:53:37: Wir genießen diesen Tag.

00:53:40: Das gilt übrigens auch für männliche Italiener am Strand von denen wir viel lernen können wie Männer.

00:53:46: Natürlich sind die Italienern zwei, drei Monate am Strand oft.

00:53:49: Also für die ist das jetzt auch nicht mal so zwei Wochen oder eine Woche.

00:53:52: aber die ziehen eben nicht Badehose und ein ausgeleitetes T-Shirt vom aus dem Jahr nineteen fünf neunzig Jahren sondern wir haben eben auch einen Hemd aufgeknöpft ganz leichtes ganz leichter Stoff.

00:54:02: Eine kurze Hose aber jetzt nicht unbedingt schon die Bade hose an und Mokassins und das sieht dann einfach auch anders aus.

00:54:07: plus du kannst danach eben auch cool in die Strandbar gehen und sitzt da nicht in deiner nassen Bade Hose und in deinem Feinripp unterhemmt.

00:54:15: Und

00:54:15: deswegen lieben wir die Italiener auch so sehr.

00:54:17: Unter anderem deshalb, wobei ich finde schon auch dass die Italiernerinnen wirklich top aussehen.

00:54:22: also was ich so mag sie wirken irgendwie einerseits unangestrengt Manchmal aber gleichzeitig so ein bisschen overdressed, dann wieder fast ein bisschen spissig im Bleistift treten.

00:54:32: Aber es gibt immer so ein gutes Gesamtbild!

00:54:34: Du merkst die haben sich was überlegt beim Auto?

00:54:37: Also da muss ich ganz klar sagen, da bin ich kein Experte... ...aber was mich an Italienerinnen auch immer fasziniert am Strand, die kommen damit kompletten Schmuck an und der teuersten Uhr.

00:54:45: Und also sie ziehen sich wirklich gut an für den Strand.

00:54:48: Ich finde jetzt gar nicht das vielleicht noch so als Rat.

00:54:50: Stresst euch nicht mit Strandfiguren sowas.

00:54:52: So eine souveräne Eleganz wirkt viel sexier als irgendwie eine perfekte Form.

00:54:58: Und Italienerinnen machen das so toll, die haben dann diese weiten Sommerkleider an und planieren dann wirklich im vollen Schmuck und großer Sonnenbrille.

00:55:09: Das finde ich irgendwie schon cool.

00:55:11: Stefan!

00:55:11: Ich fliege Ende Juli eine Woche nach Sizilien.

00:55:15: Für alle unsere Hörerinnen, die heuer auch Uralab in Italien machen Was sollte ich tun, um nicht gleich als Touristin entlarvt zu werden?

00:55:29: Ja also.

00:55:32: Ich finde man kann auch dazu stehen, Tourist zu sein.

00:55:38: Also das finde ich ganz sinnlos.

00:55:40: Man, ich sehe es hier zum Beispiel immer an Venedig.

00:55:42: Ich kenne mich sehr gut in Venedige aus.

00:55:43: meine Frau kommt aus Pardua dass die Provinz gehört zu Venedi zum Venedor dazu und ich kriege immer die Frage wo gehen denn die Einheimischen hin?

00:55:52: Wo gibt's denn die Geheimtipps?

00:55:54: Ganz ehrlich, für die dich gibt es keine Geheimtipps und letztlich bin ich ja auch Urlauber.

00:55:59: Aber ich finde man muss nicht zwanghaft zu tun als sei mein Einheimischer.

00:56:04: Ja aber zum Beispiel diese Sache sich etwas besser anzuziehen ist wirklich ein Phänomenaler Tipp.

00:56:10: Ich merke das auch selbst ich habe das auch wirklich selbst.

00:56:14: Also ich mache dass auch wenn ich selbst unterwegs bin Und du wirst einfach anders behandelt und du fühlst dich auch selbst sofort besser.

00:56:19: Du fühlt sich jetzt zwar nicht als der Einheimische Gott, der da über die Piazza flaniert.

00:56:25: Aber du bist doch irgendwie schon näher dran an Italien wenn du selbst auch so ein bisschen Wert auf dein Äußeres legst.

00:56:33: und das soll jetzt nicht furchtbar eitel sein.

00:56:36: aber einfach überlegt mal Auch gute Schuhe können bequeme Schuhen sein.

00:56:42: Wenn eure besten Schuher unbequem sind, dann habt ihr einfach einen Fehler beim Einkaufen gemacht.

00:56:47: Wir haben übrigens beide heute Arte das nicht.

00:56:50: Sehr guten Geschmack oder?

00:56:53: Nein also ich würde mir da wirklich... Und ich weiß, Deutsche und Österreicher gerade Deutsche bei Österreichern weiß ich es nicht so gut aber wir Deutschen machen uns auch immer zu viel Sorgen irgendwie unangenehm aufzufallen.

00:57:03: Gut bei manchen ist es auch wirklich zurecht so.

00:57:05: Aber im Allgemeinen Menschen die nach Italien fahren Deutsche oder Österreich, die sich für die Kultur interessieren.

00:57:11: Die machen schon vieles richtig.

00:57:12: Also ich finde nicht dass sie von mir irgendwelche Ratschläge bekommen sollten.

00:57:17: aber diese Sache mit dem Guten anziehen unten sich natürlich auch so ein bisschen.

00:57:21: das freut Italiener mal sehr.

00:57:22: aber das ist auch wirklich was tolles für euch selbst.

00:57:25: lasst euch auf die Spezialitäten ein, auf die kulinarischen Spezialitäten.

00:57:28: Das ist immer ein Riesentipp und wenn ihr nicht genau wisst was das ist dann fragt nach und die werden begeistert sein es euch zu erklären Dinge genießen, die ihr vielleicht noch nie vorher gegessen habt.

00:57:39: Und wenn man Italienisch nicht sehr gut ist?

00:57:41: Wie frage ich dann nach?

00:57:43: Dann würde ich es einfach bestellen und riskieren!

00:57:46: Stefan Maywald vielen Dank für dieses wunderbare Gespräch.

00:57:49: Ich hätte ewig mit dir weiterregen können.

00:57:51: wir sehen uns in Kärnten

00:57:52: bis bald.

00:57:53: freut mich sehr.

00:57:55: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat freue ich mich wenn Sie diesen Podcast abonnieren teilen oder mir ihre Gedanken dazu hinterlassen.

00:58:03: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:58:04: Bis bald und auf Wiederhören.

Über diesen Podcast

Wir sprechen in diesem Podcast über relevante Themen unserer Zeit und wollen unseren Hörerinnen und Hörern damit neue Inspirationen für ein besseres Leben geben.
Sie können sich hier Anregungen holen aus den Bereichen Spiritualität, Achtsamkeit, Psychologie, Wellness, Gesundheit, Medizin, Bewegung und Ernährung. Kompetent, sympathisch und authentisch machen wir Lust auf ein genussvolles, gesundes Leben und bieten eine Fülle an Ideen, wie man mit ganz einfachen Methoden und Tipps den Alltag bunter und bewusster gestalten kann.
Die Gespräche führt Kristin Pelzl-Scheruga, Chefredakteurin von WOMAN Balance, Österreichs Magazin für achtsamen Lifestyle.
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von und mit Kristin Pelzl-Scheruga

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