00:00:00: Das kann passieren, dass sie wut sich dann gegen einen selber richtet.
00:00:02: Dann beginnt der Dialog mit einem selber.
00:00:05: hätte ich noch was anderes machen müssen?
00:00:07: hat die Person nicht recht?
00:00:08: und ich habe das schon wieder falsch gemacht den viele nur zu gut kennen?
00:00:11: und er ist sehr destruktiv und führt nicht dazu, dass wir uns entspannen und ja auch Lebensfreude einfach empfinden?
00:00:18: darum geht es hier am Ende.
00:00:19: ne?
00:00:21: Zeit zum Reden!
00:00:23: Der Podcast von Buhmen Balance.
00:00:25: Ich bin Christine Pelzer-Scheroger, Chefredakteurin und ihre Gastgeberin.
00:00:30: Hier geht es um ganzheitliche Gesundheit, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung.
00:00:35: Neu dazu?
00:00:36: Persönliche Einblicke, Tipps und Impulse!
00:00:39: Los geht's!
00:00:40: Jetzt gibt's gleich den ersten Tipp... ...und weitere folgen dann im Laufe des Gespräches.
00:00:45: Was mich gerade bewegt Mit den Jahren wird die Lebensfreude immer weniger.
00:00:50: Das haben Psychologinnen lange gedacht.
00:00:52: Doch Altersforscherin Gloria Luong widerlegt diesen Mythos.
00:00:56: Ältere Menschen empfinden ihr Leben oft als ausgeglichener, gewinnern innere Stärke und Gelassenheit.
00:01:03: Noch bitte!
00:01:06: Stark souverän erfolgreich – so präsentieren wir uns gerne im Außen.
00:01:10: Und ja auch ich kenne das nur zu gut.
00:01:12: Wir teilen unsere Erfolge, meisternden Alltag, funktionieren im Job und kümmern uns um andere ….
00:01:18: doch die Seiten, die wir lieber verstecken?
00:01:20: unsere Ängste, Unsicherheiten und Verletzungen bekommen selten Platz.
00:01:26: Was passiert wenn wir aufhören perfekt sein zu wollen?
00:01:29: Wenn wir Unsicherheit zulassen?
00:01:31: Zweifel Angst Wut Traurigkeit?
00:01:35: Diese Fragen stelle ich meinem heutigen Gast, auf den ich mich schon lange sehr, sehr freue.
00:01:40: Er ist Psychologe, bestselle Autor und einer der bekanntesten Stimmen im deutschsprachigen Raum für emotionale Gesundheit und persönliche Entwicklung.
00:01:49: Ganz herzlich willkommen Lukas Klasinski!
00:01:52: Hallo wenn du das so... sagst, dann kann ich immer kaum glauben dass ich das bin aber scheinbar.
00:01:57: Scheint so und ich bin auch extra wegen dir nach Tirol gekommen.
00:02:01: Ja freut mich!
00:02:02: Du hostest ja selbst einige Podcasts.
00:02:04: wir haben vorher gerade darüber gesprochen fünf sind es mal schauen um die gemeinsam zusammenbekommen da ist einmal dein Reichweiten stärkster.
00:02:12: ich glaube das sind die besten Freundinnen?
00:02:14: Ja mit so bin ich ebenso auf gleicher Höhe.
00:02:16: genau
00:02:16: Genau So bin ich.
00:02:18: das ist eben mit Steffi Stahl die ihr auch im Vorjahr bei uns im Podcast war aber auch ein ganz tolles Gespräch.
00:02:24: Dann gibt es ein sehr persönliches Format, den Jakobsweg und dann gibt's noch zwei die ich nicht ganz am Rapper habe.
00:02:31: Beste Vaterfreuden das ist der Podcast über das Vater werden und sein weil man wird ja oder man wird Vater mit der Geburt aber diese Rolle auch richtig ausfüllen ist so ein lebenslanger Prozess.
00:02:43: unten Museumspodcast der SB zum Bones tauchen wir ganz tief in den Museumsalltag und in Tierwelten ein.
00:02:50: Also wie du das alles schaffst neben deiner Tochter, die es jetzt acht Jahre haben gehört.
00:02:55: Das ist mein Rennsel!
00:02:56: Du machst ja nicht nur Bücher und Tournähen und Podcasts sondern du leitest auch Retriez und deswegen sind wir heute hier im wunderbaren Hotel aufatmen in Tirol.
00:03:08: Ja, das viertägige Retrieb ist gerade zu Ende gegangen.
00:03:12: Was war das Thema eigentlich?
00:03:14: Am Ende... gucke ich immer, was die Gruppe braucht.
00:03:18: Das heißt, ich gehe mit psychologischen Reflexionseinheiten rein und mir ist es immer ganz wichtig dass wir auch Bewegung und zur Ruhe kommen haben.
00:03:26: Und dann kommt automatisch Themen auf weil wir sind häufig in unserem Alltag sehr beschäftigt in vielen kleinen To-do's und gerade Frauen mit ganz viel mentaler Last, die sie tragen.
00:03:36: Wenn das alles mal wegfällt und wenn es nur noch das auf sich besinnen gibt, kommen viele Themen hoch und mit denen arbeite ich dann.
00:03:42: aber am Ende gehts eigentlich darum berührbar?
00:03:46: zu sein und wiederzuwerden, um eigentlich die Lebenslust wieder für sich zu entdecken.
00:03:52: Berührbar in sich selber das heißt ich fühle und höre was in mir vorgeht berührbar mit der Welt mit der Natur Und berührbare mit den Menschen die mich umgeben.
00:04:01: und dann entsteht Verbindung und danach sehen wir uns ja alle.
00:04:04: Ja ist auch so gleich.
00:04:05: jetzt eine super schöne Einleitung unser heutiges Thema vielleicht für alle Die die noch nicht so gut kennen Für mich bist du so etwas wie Der Gefühl ist Spezialist.
00:04:16: Liegt wahrscheinlich auch daran, an deinem Bestseller fühle dich ganz... Du warst für mich irgendwie der Erste, der gesagt hat das ist so wichtig die Gefühle in ihrer Gesamtheit zu fühlen.
00:04:27: aber da taucht man sicher noch näher ein.
00:04:29: ich stelle dir jetzt mal deine Frage die ich allen meinen Gästen am Anfang stelle auf einer Skala von eins bis zehn wie sehr bist du selbst jetzt gerade nach dem Retreat in deiner Balance?
00:04:40: Schon ne neun bis zehn
00:04:42: Das hat noch niemand gesagt.
00:04:44: Also so im Balance war ich schon lange nicht mehr.
00:04:46: und das Retreat ist ja nicht nur für die Teilnehmenden, Ich habe das vorhin in der Abschlussrunde mit denen besprochen.
00:04:51: Ich bin auch gleichzeitig Teilnehmer.
00:04:54: Mir sind auch in einer Abschlussrunde ganz doll die Tränen gekommen weil ich so krass berührt war von den Begegnungen und wie sich die einzelnen Teilnehmenden geöffnet haben und wie viel sie in ihr Leben reingucken lassen haben.
00:05:05: Und es hat mich so bewegt.
00:05:06: und dann gab's auch eine ganz spezielle Freundschaft zwischen zwei Was mir aufgefallen ist, dass Frauen sich anders trösten häufig in so bewegenden Momenten als Männer.
00:05:17: Wann immer eine Frau angefangen hat zu weinen und wenn es ihr irgendwie runter ging kam eine andere Frau und hat sich hinten an sie ran gesetzt und die den Rücken gehalten.
00:05:26: Das sehe ich in Männerrunden ganz selten.
00:05:28: das hat mich irgendwie total bewegt.
00:05:30: warum hat's mich bewegt?
00:05:31: weil ich dachte auch irgendwie ne Sehnsucht in mir und darum war das so schön zu sehen Der, der das Retreat gibt.
00:05:37: Sondern auch gleichzeitig der, der was für sich mitnimmt und es lebt mich auf.
00:05:41: War das Retreet speziell nur für Frauen?
00:05:43: Weil es waren nur Frauen!
00:05:44: Wir haben vorhin gerade gesprochen... Ich glaube, es waren sechzehn Teilnehmerinnen.
00:05:48: Es war sofort in der Sekunde ausverkauft.
00:05:51: Ja,
00:05:52: genau.
00:05:52: Es hatten sich ganz viele Leute angemeldet aber wir hatten eben nur sehzehn Plätze weil wir das bewusst klein halten wollten.
00:05:59: Weil es dann noch ein anderes Erlebnis ist als wenn man's mit zwei, drei hundert Leuten macht.
00:06:04: Die Frauen waren die schnellsten.
00:06:06: Das ist häufig so?
00:06:07: Also es hätten auch mehr in der Theile nehmen können.
00:06:08: Hätten
00:06:09: teilnehmen können, aber sie waren nicht schnell genug.
00:06:11: und gleichzeitig erlebe ich ganz häufig dass sich gerade die für Psychologie und für Veränderung interessieren wo ich sage wow ihr seid schon auf so einem guten Weg und die aus meiner Perspektive dann tiefer eintauchen könnten die so her retreat.
00:06:27: was ist das?
00:06:29: Ja, ja.
00:06:30: Jetzt hast du uns bei der Scala eine Zehn gegeben.
00:06:34: Eigentlich bist du aber fast wie ein Workaholic wenn man schaut was du alles machst weil du machst noch etwas.
00:06:41: Du gehst ab September auf Tournee mit deinem Live-Programm Psychospiele.
00:06:46: Magst du uns da ganz kurz sagen was da die Menschen erwartet?
00:06:51: Auf jeden Fall mentale Überraschung womit man nicht rechnet.
00:06:56: viel Interaktion mit dem Publikum.
00:06:58: Es ist mir ganz wichtig, dass man das Programm erleben kann.
00:07:00: Dass man nicht nur da sitzt sondern dass man für sich das zum Erlebnis werden lassen kann.
00:07:06: und es gibt am Ende auch eine gemeinschaftliche Runde wo ich Fragen beantworte und das auch ein Wahnsinn.
00:07:12: wie sich manche Menschen bereit sind vor vier-fünfhundert mal tausend Menschen zu öffnen und zu sagen Das ist mein Thema und als Gruppe damit zu arbeiten
00:07:19: ist für mich unvorstellbar.
00:07:23: Du startest jedenfalls in Köln und am zwanzigsten September bist du auch in der Szene Wien, aber schon lange ausverkauft!
00:07:30: Jetzt haben wir aber gute Neuigkeiten für deine Fans in Österreich.
00:07:33: Du kommst am elften Oktober zu unserem Event Kunst der Balance Whispers of Nature nach Kärnten ins wunderschöne Stift Ossiara im Ossiarasee und ich freue mich wahnsinnig dass das klappt, dass wir dich dafür gewinnen konnten.
00:07:46: Warst du eigentlich schon mal in Kärntin?
00:07:48: Ich war schon in Kärnten, ich liebe ja Österreich auch wenn ich immer wieder für Events gebucht werde.
00:07:55: Manchmal ist es so dass sie und wir brauchen auch ein Ausländer und das bist du dann?
00:07:59: Stimmt!
00:08:00: Ich bin hier gar nicht zu Hause weil ich mich so wahnsinnig zuhause fühle in Österreich.
00:08:03: Das ist ganz komisch.
00:08:04: Ich verbringe hier die meiste Zeit, wenn ich nicht in Deutschland bin in Österreich einfach weil ich habe auch ein paar beste Freunde in Österreich Und das ist mir so ans Herz gewachsen.
00:08:16: Die Natur, die Ursprünglichkeit, die Gastfreundschaft... ...die Qualität der Natur und Kraft, die die Natur einem gibt.
00:08:25: Ich liebe Wasser!
00:08:26: Deswegen freue ich mich auch sehr am See zu sein.
00:08:27: Du wirst hier reinspringen bei jedem Betrieb?
00:08:29: Einhundert Prozent.
00:08:30: Ich werde da sein und rein springen.
00:08:32: Ich bringe auch meine Tochter mit.
00:08:33: Das heißt sie wird es auch genießen können.
00:08:35: Es wird eine schöne Zeit dort.
00:08:36: Ich werde wahrscheinlich auch meine Tochter mitbringen!
00:08:39: Also mal schauen, dass es sich bei ihr beruflich ausgeht.
00:08:41: Die ist ja schon wesentlich älter... ...die ist dann wenn Oktober ist schon zwanzig.
00:08:45: aber schauen wir mal.
00:08:46: Und
00:08:46: dann treffen die sich vielleicht mal, das wäre noch
00:08:47: schön.
00:08:48: Jedenfalls, wer Lukas Klasinski live auf der Bühne erleben möchte schnell Ticket sichern für Kunstaball auskärnten?
00:08:55: Dann gibt's die Möglichkeit zumindest nachher.
00:08:57: Ja
00:08:57: ich freue mich auch total auf das Event.
00:08:58: Ich glaube da sind viele Menschen etwas über sich erfahren wollen, tiefer tauchen wollen neue Perspektiven und auch natürlich das Thema Berührbarkeit wird ein Thema sein.
00:09:10: Und ich glaube es ist so wichtig sich immer wieder inspirieren zu lassen aus einem Alltag rauszugehen um zu sagen was sind denn andere neue Perspective die wieder dann mit ins Leben zu nehmen?
00:09:18: Das Leben so auszugestalten wie ich das für mich möchte und ich glaube dass ist eine wahnsinnig gute Chance dort.
00:09:23: Ja, ich glaube das ist auch tatsächlich der Grund weshalb es sind vor allem Frauen zu unseren Events kommen.
00:09:30: Jetzt Lukas lass uns aber in unser heutiges Thema einsteigen.
00:09:35: Es geht um Verletzlichkeit.
00:09:36: Warum haben wir so große Angst davor schwach oder verletzlich zu wirken?
00:09:43: Weil wir in den allermeisten Fällen viel Verletzung erlebt haben.
00:09:48: In unserem Aufwachsen mit unseren primären Bezugspersonen und unseren Lehrern mit unseren Beziehungspartnern, gibt es ja immer wieder ganz viele kleine Mikroverletzungen und irgendwann sagen wir dann vielleicht hey so offen wie ich mal war als Kind mit all den Gefühlen die ich hatte möchte ich nämlich nicht mehr zeigen.
00:10:06: Und dann entsteht ja häufig durch die Formung von Außen das uns gesagt wird wie man sein muss dass wir das beobachten wie sich unsere Eltern anpassen.
00:10:14: Wir sind eine Version von uns entwickeln wo wir denken dies liebenswert die wird gemocht die ist genau richtig wie sie ist.
00:10:20: Das Problem ganz häufig nicht unserem entspricht und wir spielen dann diese Version.
00:10:26: Und zeigen uns nicht so, wie wir wirklich sind und werden dann natürlich auch nicht gesehen, wie Wir sind und es kann nicht wirklich Kontakten, nicht wirklich Verbindungen stattfinden sondern das ist ein bisschen so als ob Schauspieler auf die Bühne des Lebens und die Büne des Alltags treten und man nicht wirklich den Menschen erkennt.
00:10:45: Bleiben wir vielleicht noch mal beim Begriff was bedeutet Verletzlichkeit?
00:10:50: Ich denke mal, das hat ja auch zwei Seiten.
00:10:52: Also manche denken da wie du jetzt gesagt hast an Verletzungen und alte Wunden aber verletzlichkeit ist ja eher was empfindsames oder?
00:11:03: Ja
00:11:04: eigentlich ist es auch Berührbarkeit.
00:11:06: ne
00:11:06: Genau genau.
00:11:07: Berührwirkheit heißt ich zeige mich mit dem was in den Moment da ist Und dass kann sein Dass sich von einem Erlebnis so berührt bin dass mir die Tränen kommen und ich sage immer alles in Dosen und Kontext beachten.
00:11:21: Es ist jetzt vielleicht nicht der richtige Kontext, wenn ich im Geschäfts-Meeting bin und jemand präsentiert eine Idee die ich ihm vor zwei Minuten selber gesagt hat und verkauft ihr als Seine dass sie anfangen zu weinen aber zu gucken, mit welchen Menschen kann man das leben und wo kann ich das mehr rein fließen lassen wenn ich gerade zum Beispiel traurig bin.
00:11:42: Wenn ich Scham empfinde, wenn ich Angst empfande aber auch wenn ich wütend bin um das zu zeigen und nicht immer so in sich selber auszumachen sondern in Kontakt bringen weil in sich selbst ausmachen.
00:11:52: und das erlebe ich viel häufiger noch bei Frauen gerade beim Thema Wut.
00:11:56: Das kann passieren dass die Wut sich dann gegen einen selber richtet.
00:12:00: Dialog mit einem selber.
00:12:02: hätte ich noch was anderes machen müssen, hat die Person nicht recht.
00:12:04: Und ich habe das schon wieder falsch gemacht den viele nur zu gut kennen und der ist sehr destruktiv und führt nicht dazu dass wir uns entspannen und ja auch Lebensfreude einfach empfinden.
00:12:15: darum geht es ja am Ende.
00:12:17: ein Satz in aus deinen buchs mit einer erinnerung geblieben.
00:12:20: Ich hoffe kann da jetzt so halbwegs widergeben.
00:12:23: Da hast du geschrieben Mädchen zeigen Wut seltener oder zeigen sie durch Traurigkeit?
00:12:31: Hab ich das so richtig verstanden und Erinnerungen behalten, ja.
00:12:35: Wie hängt das zusammen?
00:12:36: Ja Frauen bzw Mädchen wenn Sie aufwachsen wird viel häufiger gesagt sei lieb nett und artig passt sich an seien nicht so laut Sorge dafür, dass es allen gut geht.
00:12:47: Und dann führt das dazu, dass wir als Frauen die Kamera nach außen richten und sagen okay wie geht's den anderen?
00:12:53: Hoffentlich mache ich nichts verkehrt und den emotionalen Schirm über alles spannend was sie dann vergessen auf dem Weg was ganz natürlich ist für sich selber zu sorgen und für ihre eigenen Bedürfnisse.
00:13:03: Und das trainiert auch die Wut ab.
00:13:05: Die Wut wird nicht gern gesehen bei Frauen, die hat ja Haare auf den Zähnen und all die Sprüche, die dann kommen... ...die Wut ist aber eine ganz wichtige Emotion damit wir unsere Grenzen verteidigen und uns durchsetzen können.
00:13:15: Bei Männern ist es viel natürlicher und akzeptierter.
00:13:18: also da gibt's die Fußball-Emotionen viel häufiger.
00:13:21: Freude und Wut, so nenn ich sie immer, die man noch im Stadion erlebt setzt sich durch.
00:13:25: nur die harten Kommengarten, die Weichen in die Speichen und du musst dein Mann stehen!
00:13:30: Du musst deine Frau stehen, hört man sehr selten.
00:13:32: Und das ist so dass häufig die Verletzigkeit mit der Schahm, mit der Angst und der Traurigkeit in den Keller gesperrt wird... ...und die Wut und die Freude einfach nach vorne geht.
00:13:43: Das ist ein bisschen schade.
00:13:44: wenn wir nicht unsere ganze Emotionspalette zur Verfügung haben dann können wir das Leben auch in seinen Facettensohn nicht
00:13:49: leben.".
00:13:50: Was ich erlebt habe Events und Begegnungen.
00:13:54: Ich möchte ein sehr persönliches Erlebnis mit euch teilen!
00:14:23: Darauf möchte ich Ihnen noch genauer eingehen.
00:14:25: Ich möchte noch ganz kurz bei diesem Mädchenthema bleiben, ich bin in den Siebzigerjahren aufgewachsen und ich hatte das im Hinterkopf immer.
00:14:33: ja Wut- und Aggression ist an sich schon etwas eher männliches.
00:14:38: Jetzt wollte ich dich als Psychologen fragen sind Burschen tatsächlich von Natur aus?
00:14:42: Ich weiß nicht aufgrund des Destosterons oder so tatsächlich wütender weil so wütende Mädchen erlebt man schon seltener.
00:14:49: oder liege ich da ganz falsch?
00:14:51: Ich würde sagen, der größte Teil kommt von einer Einschliff in die Gesellschaft.
00:14:54: Von der Sozialisierung, dass es bei Frauen so unakzeptiert ist.
00:14:58: und wir lernen ja nicht nur durch das was uns gesagt wird sondern vor allem durch das, was wir beobachten.
00:15:04: Wir orientieren uns an dem Verhalten unserer Eltern und Mädchen orientieren sich eben noch stärker an den Verhalten der Frauen.
00:15:11: Und wenn wir merken sie fangen runter zu schlucken und zu deckeln dann denken wir okay Das ist die Rolle!
00:15:18: So bin ich eine Frau die vollwertig in unserer Gesellschaft akzeptiert wird und passt.
00:15:23: Und wir wollen alle passen, akzeptieren und angenommen werden.
00:15:26: Deswegen schleift sich das so schnell ein und wir erleben dann ach!
00:15:30: Das ist das naturell.
00:15:31: aber dadurch dass es so lange schon in der Gesellschaft aktiv ist wissen wir gar nicht wirklich was das natürliche ist.
00:15:38: Sehr spannend und achtest du jetzt für deine Tochter wahrscheinlich sehr bewusst drauf?
00:15:43: Ja und gleichzeitig gibt auch bestimmte Sachen worauf ich keinen Einfluss habe.
00:15:48: also Ich glaube, als Eltern ist es auch wichtig loslassen zu können.
00:15:52: Ich glaube die wichtigste Eigenschaften als Eltern sind die emotionale Präsenz und die ist natürlich gefährdet auch dadurch dass wir ganz viel Social Media Einflüsse haben und mit dem Handy beschäftigt sind.
00:16:05: wie oft versucht unser Kind Kontakt uns aufnehmen und wir sind am Handy und gucken eigentlich das Handy an.
00:16:11: Irgendwann muss das Kind ja das Gefühl kriegen irgendwas anderes ist da wichtiger als ich.
00:16:15: Und darum glaube ich, emotional Berührbarkeit und Aufmerksamkeit ist sehr wichtig.
00:16:19: also da sein.
00:16:20: Aber auch die eigenen Themen, die ich habe meine eigenen Schatten zu sehen und damit zu arbeiten.
00:16:28: Es muss nicht alles perfekt sein aber zu wissen okay was sind Übertragungen?
00:16:33: Was möchte ich für meinen Kind ganz anders als ich es erlebt hab und der kann dann auch wieder eine Schieflage für das Kind entstehen.
00:16:39: und was möchte ich besonders für mein Kind kreieren und sich auch mal als Eltern zu entspannen Good enough parents heißt das ja, ne?
00:16:47: Das war Winnicott.
00:16:48: Das war glaube ich ein englischer Arzt der das gesagt hat.
00:16:51: Achtzig, siebzig Prozent reichen ganz häufig und wir wollen immer alles perfekt machen und ich glaube eher auf die emotionale Beziehung gucken und nicht ob die Brotbox jetzt perfekt gepackt ist
00:17:02: Und was genau diese emotionale Präsenz bedeutet.
00:17:04: also das heißt dass sich mir immer klar sein sollte in welchem Gefühlszustand jetzt zum Beispiel mein Kind ist.
00:17:10: oder Ich bin so diese Achtsamkeit den Gefühlen gegenüber.
00:17:13: Meinst du das damit
00:17:14: Genau, also je besser wir unsere eigenen Gefühle spüren.
00:17:18: Ob ich jetzt gerade wütend bin oder ob ich gerade traurig bin, desto besser können wir natürlich auch beandern die Gefühlespüren lesen und auch damit umgehen.
00:17:28: weil wenn ich als Vater jetzt zum Beispiel keine Traurigkeit bei mir aushalte dann muss sich meiner Tochter sagen, wenn sie traurige ist nach dem Skirenn, weil sie den fünften Platz gemacht hat, da muss ich ihr sagen das ist nicht so schlimm.
00:17:38: Kannst du jetzt die Tränen wieder abfischen?
00:17:40: Wir trainieren und dann wird es besser Und dadurch fühlt es sich ja überhaupt nicht gesehen in dem Schmerz, indem sie geradein ist.
00:17:46: Für Sie war das jetzt was ganz Wesentliches.
00:17:48: Auch wenn wir aus erwachsener Perspektive sagen... ...ist ja gar nicht so wild!
00:17:51: Vielleicht?
00:17:52: Aber trotzdem mit ihr dann da reinzugehen und sie erst mal zu halten und sagen, hey du darfst das erstmal abweinen.
00:17:57: Das ist wie eine emotionale Reinigung.
00:17:59: Diese emotionale Reinigung lassen wir ganz häufig nicht zu mehr
00:18:02: bei uns.
00:18:03: Ich finde das insofern so spannend weil wir meinen es ja als Eltern gut wenn wir sagen geht durch da nichts an ist ja nicht so schlimm.
00:18:08: Wir wollen hier eigentlich trösten aber eigentlich verbieten.
00:18:11: wird im Kind damit sein Recht auf Gefühle?
00:18:14: oder sprechen Sie ihm ab?
00:18:16: Und
00:18:16: das Recht auf Verbindung mit dem Moment was er gerade erlebt.
00:18:21: Vielleicht noch wichtiger sogar.
00:18:22: Was ist eigentlich der größte Sehnsuchtsort im Hier und Jetzt verbunden zu sein?
00:18:28: Und das trainieren wir Kindern ganz früh dadurch ab, diese Verbindung.
00:18:32: Wir sind einfach durch Gefühle verbunden.
00:18:35: Wenn Menschen raumkommt haben wir ziemlich schnell einen angucken Gefühl also mit anderen verbunden durch Gefülle mit uns selbst.
00:18:41: alles in uns wird ein Gefühl übersetzt.
00:18:43: was wir sehen hören schmecken riechen wird ein gefühl übersetzt.
00:18:47: und wenn wir jetzt hier raus gucken in einem unheimlich schönen Panorama.
00:18:52: Die Tiroler Landschaft ist vor uns Wiesenberge und da öffnet sich auch ein Gefühl, ne?
00:18:58: Und wir merken Gefühle sind in uns die Verbindungsstränge zur
00:19:02: Welt.".
00:19:04: Du formulierst das so schön!
00:19:06: Also ich gehe jetzt richtig vom Thema ab aber weil es mich so interessiert Du hast in deinem Nebensatz gesagt, es ist eben wichtig zu wissen was ich gerade fühle und was ich aber häufig beobachte.
00:19:21: Und das kennst du wahrscheinlich auch aus deiner Arbeit mit deinen Klientinnen und Klienten?
00:19:27: Was ist wenn da zunächst mal ist Ich fühl gar nichts!
00:19:31: Ja... Das ist ein wichtiger Punkt den du ansprichst und das erlebe ich tatsächlich sehr häufig.
00:19:36: Zum einen liegt es daran dass Menschen sich über die Zeit Gefühle verbieten runter schlucken und runter schlocken und deckeln.
00:19:43: Zum anderen liegt es daran, dass wir in unserer Welt sehr sehr beschäftigt sind.
00:19:49: Wir denken ja alles wurde uns abgenommen jetzt gibt's ein mehr Roboter und dann gibts eine automatische Bewässerungsanlage.
00:19:55: Wir können uns Essen bestellen aber die Arbeit an sich ist einfach viel viel komprimierter geworden.
00:20:00: Und ins digitale Gerutsch.
00:20:02: Früher haben wir vielleicht ein Brief geschrieben, was noch etwas physisches, haptisches war und heute tippen wir eine E-Mail schnell und dann kommt da wieder ne Nachricht rein.
00:20:10: das heißt wir sind die ganze Zeit kognitiv wahnsinnig beansprucht und es führt natürlich dazu dass wir nur noch im Kopf sind um gar nicht mehr in unserem emotional erleben und das führt zu einer abgeschnittenheit.
00:20:20: und diese abgeschnitenheit sorgt letzten Endes dafür dass wir uns auf der einen Seite immer höher stimulieren müssen mit großen Reizen Und wir sehen das extrem in dieser Welt.
00:20:32: Extrem Sport, kann Spaß machen, kann Freude machen aber hat auch was mit Berührbarkeit zu tun und auf der anderen Seite dass diese Lebenslust die wir eigentlich alle als Sehnsucht haben immer mehr verloren gehen.
00:20:45: und darum mache ich auch solche Retreats weil wir da lernen wieder an die Stille zu gehen und zu merken Da ist ganz viel in mir und ich finde gibt es einen schönen Spruch zu kommt leider nicht von mir.
00:21:00: Es spielt in uns immer eine Musik.
00:21:03: Manchmal ist es eine Musik der Trauglichkeit und manchmal ist es Musik der Freude, aber manchmal passiert einfach zu viel, dass wir diese Musik in uns nicht
00:21:11: hören.".
00:21:13: Du sagst in jedem Halbsatz so viele tolle Sachen!
00:21:16: Bei mir hat es jetzt total Klick gemacht, weil ich an meiner allerersten Liebesbeziehung denken musste.
00:21:22: Da war ich dreizehnviertzehn und ich habe mich in einen Bayer verliebt in einem Deutschen Und wir haben uns Briefe geschrieben!
00:21:29: Das war eine Langsamkeit.
00:21:30: du hast gewartet auf diesen Brief.
00:21:33: Wenn du dir denkst wie heute Beziehungen funktionieren mit diesem Klick und Ding das ist einfach überhaupt nicht vergleichbar.
00:21:39: da hat sich in den letzten dreißig Jahren so wahnsinnig viel getan Förderlich, sage ich jetzt mal wahrscheinlich für unsere Emotionen.
00:21:48: Ja ganz wichtig was du ansprichst diese Langsamkeit wieder zu pflegen im eigenen Leben und auch gerade in Liebesbeziehung das muss ja nicht von null auf hundert starten sondern erst Mal sich antasten was dann auch passiert.
00:22:04: viele fragen sicher wann ist der richtige Zeitpunkt miteinander intim zu werden?
00:22:09: Ich sag lass dich doch Beziehungen ein bisschen aufbauen weil Commitment & Consistency eine Theorie aus der Psychologie, je mehr Arbeit und mehr Zeit wir in etwas stecken, desto mehr Verbindung entsteht auch.
00:22:22: Und wenn wir dem gegenüber den Zeitraum lassen, mehr zu investieren an Gedanken, an Zeit, an Schreiben, destso mehr kann sich die Verbindung aufbauen.
00:22:34: Ist ein kleiner Dating-Prik aber auch gut für einen selber?
00:22:37: Mehr betrifft wahrscheinlich viele Lebensbereiche.
00:22:39: ich würde ja selber gerne in diese langsam Kat öfter kommen oder?
00:22:44: ich frage mich ja auch jetzt bei dir mit deinen fünf Podcasts Tournee und so weiter.
00:22:48: Ich meine, langsam kannst du das ja auch nicht angehen?
00:22:52: Du bist ja auch sehr hochgetaktet, oder?
00:22:53: Ja!
00:22:53: Ich bin wahnsinnig hochgedreht.
00:22:55: Also Research ist ja auch immer research, ne?
00:22:58: So sagt man.
00:22:59: Das heißt dieses Thema Gefühle ist auch immer schon große Sehnsucht von mir gewesen.
00:23:06: es war Ich hatte einen schweren Unfall beim Keiten und bin aus zehn Meter Höhe auf dem Boden.
00:23:13: Und dachte eigentlich, ich sterbe in dem Moment.
00:23:15: Das war wie so ein Reset-Moment wo ich dachte was ist denn im meinem Leben noch nicht da was ich gerne leben würde?
00:23:23: Weil eigentlich alles da war!
00:23:25: Lass uns da vielleicht gemeinsam eintauchen in die Hörerinnen und Hörern, die das noch nicht kennen.
00:23:29: Ich habe es in deinem Buch gelesen Voller Gänsehautmoment.
00:23:33: Also wie alt warst du da, zwanzig?
00:23:35: Nee ich ... nur vier Jahre her!
00:23:37: Das ist erst vier Jahre hierher.
00:23:38: Ich dachte das liegt lang zurück und seitdem beschäftigst du dich dann so intensiv mit Gefühlen.
00:23:43: Bin auf der Reise!
00:23:44: Oh mein Gott ja!
00:23:46: Für meinen eigenen Gefühl auch.
00:23:48: Du hattest ein Nahtoderlebnis beim Surfen und es hat bewirkt dass du gesagt hast jetzt will ich das volle Spektrum angefühlen.
00:23:58: war das bei dir auch so, dass du Gefühle weggedrängt hast bis dahin?
00:24:01: Ich
00:24:01: habe es gar nicht gemerkt.
00:24:02: Das ist ja das Erstaunliche!
00:24:04: Wir merken irgendwas, was fehlt und denken im Außen, oh wir haben alles, da ist eigentlich alles komplett, was uns mal gesagt wurde, was ein komplettes Leben braucht.
00:24:14: Und dann habe ich bei mir gemerkt aber irgendwie fühlt sich das ein Stück weit leer an und nicht so eingebunden oder verbunden.
00:24:25: Und war auch bewusstlos am Boden und habe danach gesagt, das Leben hat mir irgendwie nochmal so eine zweite Chance gegeben.
00:24:32: Wir leben ja ein bisschen mit dem Gefühl von Unendlichkeit.
00:24:35: Also der Tod ist ja sowas Unangenehmes für uns alle, dass wir nicht daran denken wollen.
00:24:40: Und gleichzeitig ist er so wichtig weil er uns daran erinnert wie sehr wir es... in die Hand nehmen dürfen, unser eigenes Leben so auszugestalten.
00:24:49: Dass es für uns lebenswert ist und das meine ich nicht aus einer egoistischen Perspektive sondern eher aus einer gemeinschaftlichen Perspektiv für unsere Mitmenschen.
00:25:01: Ich folge dir und frage mich jetzt nur, du hast jetzt bewusst geworden okay ich lebe nicht mein volles Gefühlsspektrum.
00:25:08: aber was ist denn da ja der Schritt für dich gewesen um zu sagen ich will jetzt alles fühlen oder wovor hast du dich verschlossen?
00:25:13: Und wie hast du's dann geschafft?
00:25:16: Also ich habe eine recht schwierige Kindheit gehabt, wo ich sehr früh die Verantwortung übernahm hab im Familienkreis.
00:25:24: Und meine Eltern haben sich getrennt als ich sechs war und mein Vater war bis dahin der finanzielle Versorger.
00:25:29: und dann gab es auf einmal eine andere finanziele Situation.
00:25:32: Meine Mutter hatte sehr wenig Geld und hat sich auch mit ihren Geldnöten mitgeteilt.
00:25:37: oder das führte dann dazu dass ich einen gesagt habe schmiert euch nicht so viel Marmelade aufs Brot Die Klamotten von meinen Schwestern aufgetragen, also von meiner größteren.
00:25:45: Also wirklich so finanzielle Ängste bis Panik.
00:25:49: und dazu kam noch dass meine Mutter Freunde hatte Partner die mit mir recht gewalttätig waren und ich irgendwann gesagt habe Ich um hier zu überleben schlage ich einen anderen Ton an und pack die Gefühle in den Keller.
00:26:08: Und das natürlich als sechs, sieben, achtjähriger triffst du so eine Entscheidung nicht bewusst aber du weißt sehr genau dass du nie wieder in diese Ohnmacht kommen willst, die du fühlst wenn du über ne Stunde im Schwitzkasten bist.
00:26:19: und dann weißt du auch oder ich wusste für mich dass ich irgendwann Kampfsport machen will und wenn ich den erwische, dass ich ihn auch mal so in den schwitzkast nehmen will.
00:26:26: und was bin ich geworden?
00:26:27: Ringer?
00:26:29: Ah, du warst vorher Ringen ab.
00:26:30: Ja ich habe Ringen auch als Leistungssport gemacht und jetzt mag das so kontrapsychologisch-therapeutisch klingen.
00:26:37: aber diese Selbstwirksamkeit zu erleben dass sich auf einer physischen Ebene nicht mehr so in den Schwitzkasten genommen werden kann hat auch eine gute Komponente.
00:26:47: und ich glaube auch dass es gerade für Frauen toll ist um an ihre Wut näher ranzukommen und an ihre Kraft auch ein Weile im Kampfsport zu machen und zu gucken.
00:26:56: wie fühlt sich das dann an?
00:26:58: wenn ich wirklich auch körperlich eine Grenze setzen kann?
00:27:01: Ja, da muss ich jetzt fast schmunzeln.
00:27:03: Ich war vor zwei Wochen im wunderbaren Mount Medrisor und da hat mir die Ärztin tatsächlich Boxen empfohlen weil sie gesagt haben, ich habe einen Stresslevel wie ein Leistungssportler Und offensichtlich sind da auch irgendwie Gefühle unterdrückt.
00:27:18: Also das hat sie jetzt so nicht gesagt, dass ich keine Psychologin war.
00:27:21: Aber ich denke mal Sie haben sich schon etwas gedacht dabei.
00:27:23: Das ist mir ausgerechnet Boxen empfiehlt.
00:27:25: was ich jetzt so... Ich bin ja eher dieser Yoga-Mensch sage Ja und aber das fand ich spannend.
00:27:31: Ja also auch Kampfsport hat ja ne?
00:27:33: Ich würde mal sagen wenn man auf Leistungsniveau kämpft Ist Wut gut, aber wenn du dich von Wut kannst zur Aggression werden und das ist dann das Gewalttägliche.
00:27:42: Wenn du dich davon leiten lässt, dann hast du ihn verloren weil es so technisch ist.
00:27:46: Und dann siehst du deinen Gegner nicht mehr nach.
00:27:50: Das ist ja auch extrem anstrengend.
00:27:51: Ringen- und Kramssport als solches, wenn du in richtigen Matches bist.
00:27:54: Da hast du nicht genug Energie um das ans Ende zu tragen.
00:27:57: Einfach zu spüren, ich bin in meinem Körper und Sport ist ja wahnsinnig wichtig um auch Stresshormone abzubauen.
00:28:02: Du hast Stress wie ein Leistungssporter?
00:28:04: Machst aber nicht den Sport dazu!
00:28:05: Darum ist es gut auszukombinieren wahrscheinlich.
00:28:07: Genau wobei das hat ihr auch eine Kehrseite.
00:28:10: Ich kenne hier auch viele Menschen die vielleicht vor Gefühlen davon laufen mit Sport.
00:28:15: Ja,
00:28:16: ein hundert Prozent, da ist du völlig recht.
00:28:17: Es gibt Menschen die nutzen Sport Um Gefühle zu unterdrücken Wie andere Shopping Essen, Sexualkontakte, Erfolg, Arbeitssucht.
00:28:29: Jeder hat seinen Ventil.
00:28:30: Social Media ist eines der stärksten unserer Zeit und wo wir uns noch gar nicht bewusst sind was das für Folgen neuronal emotional in unsere Beziehungswelt hat.
00:28:39: also ich habe erst neulich hier ein Pärchen gesehen vor einer Weile.
00:28:43: die machen zusammen Urlaub und sitzen abends zusammen jeder an seinem Handy und sind dann vier Stunden liegen die irgendwie zusammen und sind beide an ihrem Handy.
00:28:51: Und das für mich eine der schrecklichsten Artenbeziehungen zu führen, also ganz persönlich
00:28:56: jetzt.
00:28:56: Naja weil man gleich allein fahren weg.
00:28:58: Ja da kann ich mir Heizkissen neben mich legen und dann kannst du losgehen!
00:29:02: Ich möchte es nur die Klammer, die ich da aufgemacht habe mit dir nämlich wo du dann nach deinem dramatischen Surfunfall gesagt hast so ich will jetzt das ganze Spektrum füllen.
00:29:13: Du hast jetzt von deiner Kindheit erzählt.
00:29:15: War dir das vorher ja wahrscheinlich auch schon bewusst, dass die Kindheit nicht einfach war?
00:29:19: Bist du dann noch einen Schritt tiefer gegangen?
00:29:21: oder wie hat sich das dann entwickelt?
00:29:25: Dass du gesagt hast, ich will alles fühlen und wie hast du das geschafft?
00:29:29: und vor allem bist du dabei gegangen weil Ich nehme mal an da ist dann Wut und Angst und Trauer vielleicht gekommen.
00:29:34: Und wie geht man damit um?
00:29:36: Ja also Erst mal habe ich meine eigene Kindheit gar nicht so verfolgen genommen.
00:29:41: Ich glaube, wenn man selber da drinsteckt dann ist es so.
00:29:43: ja, bin jetzt hier gelandet und alles ist gut.
00:29:46: nur weil wir im Hier-und-Jetzt funktionieren heißt das nicht dass unsere Kindheit nicht dramatisch war und vor allem wir haben die erlebt und dann ist das Dramatischste was wir erleben können.
00:29:56: Da wird auch nochmal kurz nachfragen, weil ich glaube die perfekte Kindheit gibt's fast nicht und du kennst dir den Begriff des Mikrotraumers.
00:30:06: Du hattest sicher eine sehr schwere Kindheit, vor allem wenn dann auch Gewalt im Spiel ist.
00:30:10: Aber ich glaube diese Mikroverletzungen betreffen ja fast alle und die sind uns wahrscheinlich gar nicht bewusst.
00:30:17: Ja genau das ist das Wichtige!
00:30:18: Und mit der Abwendung davon und zu sagen ja es war alles nicht so wild holen wir uns ja selber nicht in dem Gefühl was sich ganz häufig angestaunt hat aus der Vergangenheit ab.
00:30:28: und darum glaube ich ist es so wichtig das anzuerkennen.
00:30:33: Ich meine, Steffi Stahl macht es mit der inneren Kindarbeit.
00:30:36: Dass wir unseren emotionalen Aufgestauten in der Kindheit begegnen und damit hat auch nicht mehr so ein Einfluss im Hier-und-Jetzt.
00:30:45: Aber es geht nicht darum den Einfluß zumindest.
00:30:48: Es ist ein positiver Nebeneffekt.
00:30:49: Es geht vor allem um die Begegnung mit meiner Vergangenheit und dem fühlen dessen was da war und dem anerkennen und dem integrieren dessen.
00:30:59: Aber wie schaffe ich es, zu dem Gefühl zu kommen?
00:31:02: Wie hast du das gemacht?
00:31:03: Also zum einen habe ich das nicht alleine gemacht nur.
00:31:06: Ich hatte auch Begleitung.
00:31:07: Kann
00:31:07: man's überhaupt alleine machen?
00:31:08: Ich glaube
00:31:09: wenns sehr sehr schmerzhaft wird
00:31:11: ist
00:31:12: der Ort in der Vergangenheit mit zu viel Angst belegt dass es sehr schwer ist da allein hinzugehen.
00:31:17: und wie Du gesagt hast ein Mikroverletzung aus sind vor allem eins Beziehungsverletzungen.
00:31:23: Und wir lernen dann in Beziehung wieder zu Vertrauen und Beziehung.
00:31:27: Da gibt es ja Profis, da gibt's Coaches, da gibts Psychotherapeuten, Psychologen die einen da begleiten können.
00:31:33: Und da ist immer die Beziehungen zudem Therapeuten zu der Therapeutin das Entscheidende.
00:31:38: Das hat ein Grund als die Therapie Methode ist das eine aber die zeigt nicht immer den Wirkfaktor.
00:31:44: Den Wirk Faktor zeigt.
00:31:45: die Beziehung die ich zu dem Menschen habe traue ich dem baut sich in Vertrauen auf halte ich die Person für kompetent und wenn die da ist dann kann man Reisen zusammengehen und dann kann man Hand in Hand durch die Sache gehen.
00:31:59: Was bald kommt, wir schauen nach Vorarlberg.
00:32:02: von dritten bis sechsten September findet dort das Mountain Yoga Festival in Sankt Antonstadt geboten werden.
00:32:09: vier Tage lang Yoga am Berg und im Tal für jedes
00:32:12: Level
00:32:15: ist wahrscheinlich gar nicht einfach da jemandem zu finden dem ein ebenso Vertraut oder auf dem er sich dann so einlassen kann.
00:32:20: ich glaube es wichtig auch da Experimentell umzugehen.
00:32:24: Ich bin immer dafür, das Leben als Riesenexperiment zu sehen und wir wissen alle dass wir am Ende sterben werden Und dann zu sagen ich traue mich Zu sagen hey mit dieser Person passt was nicht?
00:32:36: Ich gehe weiter und wähle doch noch eine andere Person auch wenn es schwer ist ein Therapieplatz zu finden Auch wenn Es Nicht Einfach Ist Eine richtig gute Person Zu Finden.
00:32:45: Aber Da Den Mut Zu Haben und Sag ich Zieh nochmal Weiter und Irgendwann Klickt Es Dann.
00:32:48: Manchmal Braucht Es aber auch ein bisschen Geduld Mit einem Menschen weil die Person genau ein Thema in einem auslöst, was man eigentlich bearbeiten will.
00:32:56: Ja und du wirst mit deinen Schattenzelten konfrontiert?
00:33:00: Und ne also Coaching-Prozesse, Therapieprozesse Psychologische Prozesse sind ganz häufig nicht angenehm ist so'n bisschen wie Leistungssport emotionaler der ist ja auch nicht angesehen immer aber es ist wahnsinnig wichtig.
00:33:17: das ist so ein großer Blindspot in unserer Gesellschaft und wird auch immer noch n bisschen in die Ecke gestellt.
00:33:22: Immer erst wenn es kracht, dann sollte man mal was machen.
00:33:25: Aber wenn's leise die ganze Zeit kracht und wir unsere Lebensfreude verlieren... ...und irgendeinem Ideal hinterherrennen in der Zukunft wo wir da angelangt sind schon wieder Neue haben Der kracht es eigentlich die ganze Zeit.
00:33:38: Ja, also ich bin mittlerweile so weit dass ich sage, ich glaube jedem und jeder würde eine Begleitung.
00:33:43: wie auch immer das dann ausschaut ob es Coaching ist oder Psychotherapie gut tun kann, kann nie verkehrt sein, oder?
00:33:48: Ja
00:33:48: besonders wenn wir auch in die Führungsposition der Welt gucken wer da so sitzt mit seinen Traumata Und das außergeht auf ganz großer Bühne in Form von Kriegen und Konflikten Die eigentlich aus der Persönlichkeit rühren und auf ne Weltbevölkerung übertragen werden.
00:34:05: Ich glaube Jeder Politiker sollte psychologische Eignungstests machen, Therapie und eine ständige Begleitung auch bekommen.
00:34:14: Also ich habe letztens mit einem schwitzen Politiker gesprochen der hat gesagt es steht um fünf Uhr morgens aufhängt zu fordern zur Arbeit und geht um zwanzig Jungs Bett und arbeitet bis zum Schluss.
00:34:22: Ich frage mich ob man unter dem Druck gute emotional angebundene Entscheidungen für die Gesellschaft treffen kann?
00:34:29: Und ich würde da mal ein großes Fragezeichen beziehungsweise Nein ranhängen.
00:34:32: Ja, das sehe ich genauso.
00:34:34: Da gibt es ja auch dieses ... Wie sagt man das jetzt?
00:34:37: Das Vulnerable Leadership also auch dass das Führungskräfte eigentlich an sich arbeiten sollen aber ist sich eben... Jetzt kommen wir ein bisschen wieder aufs Thema zurück, sich auch verletzlich zeigen dürfen.
00:34:47: Also sie können Fehler zugestehen oder auch mal sagen vielleicht geht's mir nicht gut.
00:34:51: da gibt Sie glaube ich Studien, dass die dann weit besser mit ihren Teams performen wie wenn sie Gefühle eben ganz abschneiden.
00:34:59: Genau, und ich finde ganz wichtig in solchen Kreisen das nicht als weiteres Instrument zu nutzen um die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu steigern.
00:35:08: Sondern wirklich authentisch und ehrlich zu meinen und zu leben und zu gucken was entsteht daraus, was passiert daraus?
00:35:14: Weil Verletzlichkeit heißt dann auch heute bin ich so erschöpft dass sich nicht mehr kann und ich würde jetzt gerne nach Hause gehen und ich habe meine vier fünf Stunden manchmal gemacht Und heute reicht es auch.
00:35:25: Also wir verlangen ja Leuten acht Stunden konzentrierte Arbeit ab!
00:35:28: Ich frage mich, wer auf der Welt kann sich acht Stunden am Stück konzentrierend?
00:35:31: Habe ich noch nie eine Person erlebt?
00:35:33: Wir haben so zwei Stunden Hochkonzentrationsphase und danach fällt alles ab.
00:35:36: Danach brauchen wir die Gespräche mit Kollegen, danach müssen wir uns mal aussetzen auf dem Balkon.
00:35:43: Irrtum, wenn man die wirklich nur mit Arbeit verbringen will.
00:35:46: Geht gar nicht!
00:35:47: Ich unterschreibe jedes Wort von dir aber ich kann mich selbst da so am Shop backen.
00:35:51: Ich schaffe es nicht nach vier Stunden zu sagen.
00:35:53: So für heute bin ich eigentlich müde und habe genug geleistet.
00:35:56: Ich gehe jetzt, ich schaff es
00:35:57: nicht.".
00:35:57: Du hast ja auch einen stressigen Job und bist eingebunden unten.
00:36:02: Hast du ja auch so die verschiedenen Sachen?
00:36:04: Wir kennen ja beide die Medienbranche und das ist auch ein hartes Pflaster, du wirst an deinen Erfolgen gemessen.
00:36:10: Und die sind wahnsinnig messbar!
00:36:12: Oder was würden die Kolleginnen sagen wenn du jetzt schon nach vier Stunden gehst?
00:36:15: Das ist ja kein Halbtagsjob.
00:36:17: Mir geht's auch so, würde ich vielleicht sagen... ...und der weiß was mit den Ergebnissen passieren wird.
00:36:23: Das heißt er auch nicht unbedingt dass das alles schlechter wird wenn wir weniger lange damit zu tun.
00:36:28: Ich
00:36:28: glaube sogar ganz im Gegenteil, also vom Gefühl her wäre ich total dafür dass man viel mehr nach seinem eigenen Rhythmus auch geht.
00:36:35: Wer sagt das sich zwischen neun und siebzehn Uhr mein Kreativitätshoch habe?
00:36:39: Vielleicht hab' ich das nach einer Laufrunde im Wald etc... Und ich finde sollten uns alle vielmehr am Ergebnis orientieren so quasi was schaut denn dabei raus?
00:36:48: und die Arbeitsbedingungen nach dem optimieren.
00:36:51: aber das ist noch so ein langer Weg
00:36:53: unbedingt.
00:36:54: Ich sehe das schon auch.
00:36:55: Also ich arbeite ja in einem Frauenmagazin, also ich glaube gerade wir Frauen
00:37:00: tun uns
00:37:01: vielleicht noch mal schwerer damit.
00:37:05: Mir fällt jetzt nur das Wort Schwächen ein aber ich meine damit vieles mehr Schwächen zuzugeben Verletzlichkeit zuzugegeben Vielleicht weil wir unter Anführungszeichen unseren Mann stehen müssen...
00:37:16: Also ich glaube viele Dinge die für Männer sagen, wenn wir einhundert Prozent schwierig sind für Frauen weil sie sich viel mehr beweisen müssen in der gleichen Position dran hat mal so schwierig.
00:37:28: Dann nicht immer die Vorbilder zu haben die zu sagen hey das ist ganz gut und ganz natürlich dass du diese Rolle einnimmst und ständig getestet zu werden und gleichzeitig in allen Bereichen irgendwie so hohe Ideale haben.
00:37:43: Ich habe mal den Spruch gehört, ich möchte arbeiten als ob ich keine Kinder hätte und Kinder haben also wenn ich keine Arbeit hätte.
00:37:49: Ich glaube das der größte Schwachsinn solche Leistungsansprüche an sich zu haben.
00:37:53: Ja
00:37:53: und genau den haben wir aber.
00:37:56: Das
00:37:56: ist ein ziemlich gutes Spruch ja?
00:37:58: Aber
00:37:58: wie absurd!
00:37:59: Ich finde ihn so furchtbar
00:38:00: auch.
00:38:00: Ist eigentlich furchтbar.
00:38:02: Kann sie nicht ausgehen?
00:38:04: Einhundert Prozent nicht für alle Beteiligten und vor allem nicht für die Mutter.
00:38:07: dann selber zu sagen Es ist anstrengend, an die Kindergeschenke zu denken.
00:38:12: An die Zahnhygiene das alle rechtzeitig aufstehen auch die Aufgaben zu verteilen Frauen sehen sich ja dann auch.
00:38:18: jetzt möchte ich weniger machen.
00:38:20: Jetzt gebe ich meinem Mann mal die Aufgabe
00:38:21: oder auch diese emotionale Präsenz du vorher angesprochen hast Das funktioniert ja auch mit meinen ganzen to dos.
00:38:27: Genau dieses emotionale präsent sein.
00:38:30: und gerade wenn Ich erlebe dass mein partner das nicht mit abdeckt fühle ich mich Dann Ja Nicht nur Für Mich selber Oder Also ich würde mal die Reihenfolge so aufmachen, wie ich sie am meisten erlebe im Familien.
00:38:41: Ich fühle mich für meine Kinder verantwortlich.
00:38:43: Dann kommt noch der Mann, der vielleicht wenig wirklich tiefe emotionale Kontakte hat und dann zu sagen, wie geht's denn den?
00:38:49: Und ach, er ist so traurig!
00:38:50: Und an allerletzten Platz aber da ist eigentlich dann nie Zeit, gucke ich auf mich selber.
00:38:56: Und das glaube ich aus meiner Sicht eine Reihen Folge, die könnte gesunder sein.
00:39:00: Auf jeden Fall.
00:39:02: Lukas... Du hast mir immer noch nicht diese bisschen ausgewichen.
00:39:06: Ich möchte immer noch wissen, was hast du gefühlt und wie war das für dich als du erstmals quasi alle deine Gefühle eingeladen hast?
00:39:18: In deinem Buch hast du von deinem Dunkel-Retreat geschrieben also da sitzt man oder erzählst du was da war, war das der Grund um an alle deine Gefühle heranzukommen.
00:39:29: Wie war das und ist es was für jedermann?
00:39:31: Also, Dunkel-Retreat ist dass man drei plus mehr Tage in absoluter Dunkelheit bei mir war's ein Keller in einem Kloster sitzt und zweimal am Tag eine Mahlzeit bekommt aber alles im Dunkeln macht keine Uhrzeit hat nicht weiß wenn man morgens aufwacht ob wirklich morgen ist oder ob man mit einer Nacht aufwachte ob man acht Stunden zwölf Stunden sechzehn oder noch zwei geschlafen hat und man verliert die komplette Orientierung, weil man keine Reize von außen hat.
00:39:57: Keine Geräusche, keine visuellen Reize... Ich habe meine Hände wo ich mich im Raum bewegen und tasten kann.
00:40:02: Ich dusche in der Dunkelheit, ich mache Toilettengänge in der dunkelheit Und daher kommt ganz viel hoch.
00:40:07: Das ist auch ganz viel mir hochgekommen was ich über die Jahre verdrängt hatte.
00:40:11: Wenn man Psychosen in der Familie hatte sollte man das nicht machen Weil es ist schon ein sehr sehr kraftvolles Verfahren.
00:40:18: Weiß man das in der Regel?
00:40:19: Dass man Psychosen in der Familie hat.
00:40:21: Also wenn man seine Familiengeschichte kennt, dann weiß man zumindest so ein, zwei Generationen nicht jeder weist das.
00:40:27: Psychosen?
00:40:27: Was ist das genau?
00:40:28: Depressionen zum Beispiel oder...
00:40:30: Eine Psychose ist eine schwere psychologische Störung wo ich den Bezug zur Realität verliere.
00:40:35: Wenn man manchmal Menschen auf der Straße sieht diese rumschreien Das erlebt man ja manchmal Die sind meistens in einer Psychose aber es kann auch stiller sein eine Psychose Und eigentlich ist es dieser Realitätsverlust, ich fange an Stimmen zu hören.
00:40:49: Das kann passieren!
00:40:50: Ich sehe Dinge die es nicht gibt und das kann sehr schwerwiegend sein und das weiß man manchmal dass es das in der Familie gab aber genau das auch kontraindikativ bei anderen Therapie Verfahren.
00:41:04: Das gab's bei mir tatsächlich auch in der Familie aber nur über halb Geschwister von meiner Mutter und darum ist das in Ordnung und ich habe es gewagt.
00:41:14: Da ist ganz viel hochgekommen.
00:41:16: Was kam dazu erst?
00:41:18: Ganz viel Traurigkeit da, ganz ganz viel Traorigkeit die... Und
00:41:20: du hast dann geweint im Stillen?
00:41:22: Ganz viele geweint auch nicht so still, auch ziemlich laut.
00:41:26: aber mich hat ja keiner gesehen und das ist immer noch ein Thema weil fragst ihr nach dem einen Klickmoment vielleicht auch der mich dahin gebracht hat.
00:41:34: Aus meiner Erfahrung funktioniert meine psychologische Reise und das erlebe ich auch bei Retreat-Teilnehmern, bei Leuten die zu mir kommen in ganz vielen kleinen Mikrostufen.
00:41:45: Das heißt, es sind so ganz viele kleine Sachen.
00:41:48: Ich habe mich ganz lange nicht getraut, mich verletzlich zu zeigen gerade vor Männern und ich bin in der Familie mit Handwerkern groß geworden wo Männlichkeit so schaffen und... ...ich bin nie traurig auf meinen Vater zweimal weinen sehen.
00:41:59: Und dann das aber auch reinzubringen und zu sagen wenn das hoch kommt ist nicht mehr diese Stahltür in mir sondern ich schaffe es die Spaltweite aufzumachen um mich zu teilen.
00:42:07: Und sozusagen hey Papa ich bin grad so krass traurige darüber!
00:42:11: immer wieder diese kleinen Erlebnisse zu haben verändert, was Großes ganz ist.
00:42:15: Das ist so ein bisschen als ob wir bergsteigen gehen.
00:42:18: Es ist nicht so dass wenn man dann einmal die große Traurigkeit fühlt das dir dann für immer weg ist?
00:42:23: Nee aber man merkt, dass es am Ende ein Gefühl ist, dass wir da durchkommen, dass fürs fließen lassen.
00:42:28: ich habe jetzt auch gerade ganz viel emotionalen Fluss im Workshop gehabt im Retreat und ganz viele haben Angst vor ihrer Traurigkeiten.
00:42:36: dazu sagen eigentlich kannst du es dir vorstellen wie in Berg wo Wasser durchfließt und gereinigt wird.
00:42:42: Und dein Körper wird durch diesen Emotionsschluss gereinigd, und du wirst merken Es ist eh in dir und wenn du es abfließen lässt fühlst du dich danach leichter.
00:42:51: ich habe das jetzt stark gemerkt auch In der trauer um meine mamma und Das ist ja eigentlich auch nur deshalb auszuhalten weil es in wellen kommt.
00:43:01: also dass Und ich glaube am Anfang hat man vor allem diesen unangenehmen Gefühlen, ob es jetzt Angst ist eben oder Trauer.
00:43:09: Alles was wir so nicht spüren wollen.
00:43:11: du denkst ja wenn ich mich dann noch tiefer darauf einlasse Dann wird's noch schlimmer oder geht vielleicht nie wieder weg.
00:43:17: Man stellt sich wie in ewig großen dunklen See vor indem man versinkt und an den Grund gerissen wird mit Beton an den Füßen.
00:43:25: Es ist mehr wie ein Fluss, in dem ich lerne zu schwimmen und ich merke krass irgendwann kann ich mich gut über Wasser halten.
00:43:33: Und es fühlt sich nicht mehr so lebensbedrohlich an.
00:43:35: Irgendwann merke ich dass ich in diesem Fluss stehen kann und wirklich Halt habe und diese Gefühle durchfließen und das das am Ende was sehr Reinigenes hat Berührbarkeit erzeugt, das ist ja eigentlich die Energie des Lebens auch mit der wir da in Kontakt kommen.
00:43:52: Und wie schlimm wäre es wenn wir unsere Traurigkeit und unsere Verletzlichkeit nicht hätten?
00:43:56: Wenn wir unsere traurigkeit nicht hätten dann wären wir vielleicht gar nicht so verbunden mit anderen Menschen.
00:44:00: Die ist ja auch ein Signal dafür dass mir die Beziehung, dass mir der andere Mensch wichtig war oder ist.
00:44:06: Genau!
00:44:07: Das schreibst du auch so schön in deinem Buch.
00:44:08: Ich hoffe ich kann das jetzt auch wieder so wieder geben wo du sagst Trauer, selbst du kannst in der Trauer Glück empfinden.
00:44:16: Darüber, dass du diesen Menschen gehabt hast.
00:44:18: Ich finde Gefühle sind so... Das ist nicht so... Wir glauben immer so Du fühlst Traurigkeit und das ist aber ein Spektrum und so einen Auf-und Ab.
00:44:27: Und sich darauf einzulassen ist schon Ja Es ist spannend es bringt deinen weiter und darauf möchte ich noch hinaus.
00:44:35: Ich glaube schon je mehr man gefühle zulassen kann Umso weniger schlimm werden sie oder?
00:44:42: Ist eine Trainingssache für alles im Leben.
00:44:46: Und was ich noch spannend finde, und da wollte ich dir auch meine Einschätzung bitten.
00:44:50: Weil es wieder gerade um Frauen betrifft eben dieses taffe nach außen, dieses erfolgreiche, dieses Unteranführungszeichen Marklose.
00:45:00: Wenn wir uns jetzt Prominente anschauen, fällt mir zum Beispiel Oppo Winfrey ein.
00:45:05: Und gerade in einer Zeit, wo viele Persönlichkeiten die sehr erfolgreich waren zu ihrer Biografie eher poliert haben hat sie das Gegenteil gemacht.
00:45:15: Sie hat über ihre traumatischen Erfahrungen gesprochen, über Ihre Kindheit und Scham, über ihre Fehler und ist dadurch eigentlich sympathisch geworden.
00:45:24: Und hat auch ein Feld erzeugt für andere
00:45:27: sich
00:45:27: selber zu öffnen.
00:45:28: wenn man sich OPRAs Interviews anguckt da sind ja die prominentesten Menschen die ihre Einladung mit gutem Beispiel voranzugehen, angenommen haben und gesagt habe ich erzähle ihr was im Interview.
00:45:41: Was ich vorher noch nie erzählt habe weil du die Tür geöffnet hast durch deine Verletzlichkeit hast auch etwas in mir angesprochen Und Oprah ist da ein großes Vorbild und ich würde sagen dass das auch Teil meiner Arbeit ist.
00:45:54: warum erzähle ich auch meine Geschichte?
00:45:56: Weil ich für andere Menschen auch eine Tür öffnen möchte und weil es für mich so eine Qualität ist nicht im missionarischen Gedanken, sondern einfach in dem Gedanken der Qualität fürs Leben.
00:46:08: Und das ist natürlich auch nicht immer ein angenehmer Weg.
00:46:10: für Oprah war es ganz sicher auch nicht angenehm über ihre Verletzlichkeit zu sprechen.
00:46:14: Es gehört wahnsinnig viel Mut dazu!
00:46:16: Also, ich denke mir das ja auch bei dir.
00:46:18: Wenn du da über deine Kinder erzählst ... Ich meine, du stehst so in der Öffentlichkeit und lässt uns so tief blicken!
00:46:24: Und gleichzeitig bewirkst aber genau damit das, dass wir sagen eigentlich sind wir alle okay?
00:46:28: Auch mit unseren Verletzlichkeiten.
00:46:30: Ja,
00:46:30: und es gibt ja auch immer das Bild davon, dass Psychologen und Psychotherapeuten alles durchgespielt haben müssen.
00:46:36: Aber zu wem geht ein Psychotherapeut wenn er wirklich Probleme hat?
00:46:39: Manche haben Supervision und andere stellen mal vor, du bist richtig in die Öffentlichkeit und richtig erfolgreich.
00:46:45: Zu wem gehst du dann?
00:46:47: Ja, ich habe mich da auch schon öfter gefragt.
00:46:48: Zu wemen gehen die Leute!
00:46:50: Weil weißt
00:46:50: Du's?!
00:46:51: Also entweder haben manche gute Freunde und Kollegen zu denen sie gehen aber ich glaube auch jeder Mensch sollte eine Fachperson haben zu der er auch gehen kann weil am Ende kümmern wir uns so sehr um ganz viele Aspekte von Gesundheit aber diese emotionale Hygiene und Gesundheit bleibt ganz häufig auf der Strecke weil es unsichtbar ist.
00:47:13: Ist es so wichtig, das auch zu haben?
00:47:15: Mein Tipp für Sie.
00:47:17: Für eine Fotosession wurde ich professionell geschminkt und die Make-upartistin hat mir einen super Tip verraten.
00:47:24: Das Wichtigste hat sie gesagt ist eine gute flüssige Foundation.
00:47:28: Für Extra Glow hat sie dazu ein Produkt von Joa mit einer koreanischen Marke vermischt Und das Tolle war.
00:47:35: meine Haut sah danach nicht nur superebenmäßig aus sondern war zugleich richtig gut mit Feuchtigkeit versorgt.
00:47:42: Ich möchte jetzt noch auf eines zu sprechen kommen, nämlich auf die sozialen Medien.
00:47:48: Wo meiner Meinung nach gerade so ein bisschen ungesonder Trend passiert.
00:47:51: Nämlich gerade dass sich viele Influencerinnen plötzlich sprechen in die übere Krisen und was ihnen alles passiert ist.
00:47:58: Das ist aber erst wieder clickbaiting meiner Meinung Nach Und es gibt ja diesen ganz schlimmen oder ich finde irrsinnig blöd.
00:48:06: BTV by the Way Trend, also übrigens.
00:48:08: Du siehst eine lachende Frau und dann kommt aber Übrigens, war ich in dem Moment wo das Foto aufgenommen wurde tief traurig?
00:48:15: oder mir ist das und das passiert?
00:48:17: Also eigentlich wäre es ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit und Transparenz im Netz.
00:48:21: Aber das geht dann so schnell in die andere Richtung.
00:48:24: plötzlich sind alle traurige und plötzlich haben alle einen Drama erlebt.
00:48:28: Wie siehst du das?
00:48:29: Du bist ja auch sehr aktiv auf sozialen Medien.
00:48:32: Beobachtest du das Und was macht das mit uns?
00:48:35: Ich glaube immer, wenn es zum Trend wird und genutzt wird einfach um zu kommerzialisieren.
00:48:40: Und wenn das nicht wirklich die Authentizität der Menschen ist dann entsteht was Neues und dieses neue bringt wieder Schatten.
00:48:47: Das müsste ich von Fall zu fall sehen weil manchmal ist es vielleicht authentisch Manchmal ist es so, dass ihr mal gesehen habt auch okay.
00:48:53: Das hat viele Klicks gekriegt.
00:48:55: dann mache ich das im nächsten Moment auch.
00:48:57: Ich würde mir viel mehr wünschen, dass die Leute gleich von Anfang an mehr so reingehen wie sie sich fühlen.
00:49:02: weil diese idealisierte Welt ja auch von den gleichen Personen kreiert wurde Schafft ja ein vergleichsmomentum und eine Fassade.
00:49:12: Es ist ja eigentlich Hollywood auf Social Media was da entstanden ist.
00:49:15: alle Weil die allermeisten Hollywood-Filme enden mit dem Stadium des Verliebtseins, aber nie mit dem Stadion der Erliebe.
00:49:21: Und das armen wir im kleinen Nachhoff Social Media.
00:49:24: und da kann sich jeder fragen was ist mein Beitrag dass die Welt so hoch ist wie sie ist?
00:49:29: Ich glaube tatsächlich, dass Sie auch gemerkt haben okay diese schöne heile Welt das ist jetzt ein Trend der nicht mehr so en vogue isst machen sich alles schon lustig drüber.
00:49:38: Jetzt komme ich auch mal ein bisschen mit meinen nicht so angenehmen Gefühlen, also dass das wirklich aus Trend missbraucht wird.
00:49:44: Das war so wie meine Eindruck.
00:49:46: Ja es kann gut sein!
00:49:48: Und ich möchte aber jetzt mit dir noch über ein spezielles Gefühl sprechen Lukas.
00:49:52: Ich glaube es ist möglicherweise das Unangenehmste von allen und zwar über die Scham.
00:49:58: Gibt's für dich einen Zusammenhang zwischen Scham und Verletzlichkeit?
00:50:05: Ich weiß, wie beschämt ich selber manchmal noch bin.
00:50:08: Wenn mir die Tränen hoch kommen jetzt gerade in der Abschlussrunde vom Seminar da haben sehr viele geweint weil ich hatte auch gesagt das ist vielleicht der letzte Moment wo wir hier in der Gruppe zusammenkommen wo wir so zusammengewachsen sind über die letzten Tage und vor so viel passiert ist.
00:50:24: Ich habe gemerkt, dass ganz viele angefangen haben dann zu weinen und dann sind mir auch die Tränen gekommen.
00:50:28: Und im ersten Moment dachte ich so oh nee, ich bin ja hier der das leitet, ich darf jetzt hier nicht mitweilen.
00:50:33: und dann dachte ich mir so warum eigentlich nicht?
00:50:36: Aber da kam sofort die Scham, die gesagt hat du nicht alle dürfen aber du nicht weil du bist dann nicht das nicht das was auch immer da abrat hat.
00:50:44: Scham sorgt immer dafür Wir uns an bestimmte gesellschaftliche Norm halten, egal ob sie gut sind oder nicht.
00:50:51: Scham denkt ja nicht, oh das ist eine Schwachsinsregel sondern Scham sagt sofort nein so nicht war evolutionär mal gut.
00:50:58: bei uns und unsere Schamen würde jeder vielleicht auch frei drehen.
00:51:01: und gleichzeitig ist Scham das Gefühl was uns am meisten in einem Gefängnis hält ne?
00:51:05: Was uns sagt trakt diese Klamotten habt diese Flissur wirke so nach außen sei so erfolgreich in deinem Beruf sei so in der Kindererziehung Und gibt uns Metriken vor die vielleicht gar nicht zu uns passen.
00:51:17: Und je mehr wir mit unserer scharmlichen Berührung kommen, und deswegen mache ich auch immer mit den Leuten Schamübungen... Ja
00:51:23: was?
00:51:23: Was machst du da?
00:51:24: Ich mach zum Beispiel eine Vorstellungsrunde, dann muss jeder seinen Namen nennen, eine Adjektive und eine Bewegung dazu.
00:51:31: Dann sagen alle danach herzlich willkommen!
00:51:34: Bei mir ist
00:51:35: z.B.,
00:51:35: Hallo, ich bin der Lustige Lukas, dann mache ich so ne komische Bewegung und alle sagen dann hallo herzlich willkommen, lustiger Lukas machen diese komischen Bewegungen.
00:51:43: Für mich ist es natürlich beschämend, so eine komische Bewegung und meinen Namen und ein Adjektiv dazu zu nennen in einem großen Kreis.
00:51:49: Dadurch dass von allen Nachgaben wird entsteht ein Gruppengefühl... ...und ich merke, ich schäme mich!
00:51:54: Es wird aber gleichzeitig in der Gruppe aufgenommen.
00:51:56: Man ist ein Icebreaker.
00:51:57: Und für mich ist man ganz wichtig das wir das nicht nur theoretisch begreifen sondern fühlen und erleben, weil das geht dann viel schneller ins System.
00:52:05: Also wir lernen ja viel schneller über emotionaler Erfahrung als über ich lese was und dann verstehe es.
00:52:11: Und darum ist mir diese praktische Umsetzung so wichtig.
00:52:14: Ja und Scham ist tatsächlich etwas sehr individuelles.
00:52:16: also zum Beispiel würde ich mich nicht schämen wenn ich weinen muss.
00:52:20: gar nicht, weil ich mir denke ja okay zeig mich da halt jetzt emotional berührt.
00:52:24: Ich suche Wein zum Beispiel manchmal bei Popkonzerten, weil so schäme ich mich gar nicht dafür oder auch jetzt wie gesagt beim Tod meiner Eltern.
00:52:32: das habe ich mich nicht geschämt für das Hirtewein.
00:52:34: Das ist als Mann wahrscheinlich etwas anderes.
00:52:37: Für die meisten glaube ich
00:52:38: auch.
00:52:38: Ich hab mich tatsächlich gefragt wann ich mich zuletzt geschämten habe und das war wegen einer Kleinigkeit.
00:52:44: Ich habe Kleidung zu einer Freundin gebracht, die das in einer Boutique verkauft und dir dann gesagt du zwei drei Sachen kann ich dir nicht zurückgeben weil die waren da waren Flecken drauf.
00:52:54: also sie waren nichts sauber.
00:52:55: ja und da haben wir gedacht aber das ist mal so unangenehm ja und gleichzeitig hab ich aber dann gemerkt dass ich offensichtlich von meinen Eltern punktu scham schon ganz gut Er hat es oben worden bin, weil Mama hätte gesagt naja kann jeden Passieren tun da nichts an.
00:53:13: Also das ist schon auch wie ich glaube da kommt ganz viel Kindheit mit was du zuhause wofür du dich schämen musstest dass das lange in uns nachwirkt
00:53:22: und Frauen wurden in der Sozialisierung häufig für andere Sachen beschämt als Männer.
00:53:27: also wir haben ja noch so viele alte Paradigme die in uns und wo sich eine Frau für eine Sache schämt, für die sich ein Mann vielleicht in der Regel nicht schämte.
00:53:37: Aber auch umgekehrt.
00:53:38: Also wann neben Sport-Events zeigt sich ein Mann verletzig und lässt sie drehen mal fließen vor einem Kreis von Leuten?
00:53:47: Und umgekehrt gibt es ganz andere Sachen.
00:53:51: wenn eine Frau ihren Weg geht, wo ganz viele Schammomente aufkommen und man denkt so okay krass dafür schäumst du dich hätte ich jetzt gar nicht so offen Schirm gehabt sich selber an den Mittelpunkt stellen und mal das Wort zu ergreifen.
00:54:04: Hat ich ganz viele in der Runde, die gesagt haben, dass es ganz beschämend für mich...
00:54:08: Ja oder wie viele Frauen sich für ein Körper schämen?
00:54:11: Männer wahrscheinlich auch.
00:54:13: Charme hat so viele Gesichter aber hat er auch eine gute Seite?
00:54:18: Du hast das schon kurz angesprochen.
00:54:20: Es gibt natürlich kulturelle Sachen oder gesellschaftliche, wo man sagt okay dafür lohnt es sich zu schäumen wenn ich was stehle oder wenn ich lüge.
00:54:27: Oder Müll
00:54:28: in die Umweltschmeiße.
00:54:30: Genau Wobei da schämen sich auch.
00:54:34: Die, die sich dafür schäme sollten, schäben sie ja nicht, sonst würden
00:54:36: sie es nicht mehr.
00:54:37: Genau!
00:54:38: Aber ist das bei Scham nicht generell so?
00:54:41: Wie meinst du das?
00:54:42: Naja, du hast jetzt gesagt, diese sich dafür schehmen sollten, die schehmen sich nicht.
00:54:46: und ich frage mich wenn jetzt jemand sagen wir einen Einbruch begeht und sich nicht dafür schämt, wenn er erwischt wird.
00:54:59: Er sollte sich aber dafür schemen.
00:55:02: Das können wir nur in der gesellschaftlichen Berührung feststellen.
00:55:05: Wenn wir sagen, wäre es ein Weg wenn derjenige...
00:55:10: Ihr könnt sich auch denken steht mal zu ich habe so wenig.
00:55:12: ich nehme als was?
00:55:13: Was wäre denn, wenn wir ein anderes psychologisches Konstrukt um einen Eintenbruch bauen würden, wenn der bei dem eingebrochen wird Stabil genug ist, um mit dem Einbrecher zusammenzukommen und zu sagen hey weißt du was wie viel Unsicherheit das kreiert hat?
00:55:29: Was du mit dem Haus gemacht hast in dem ich lebe mit meinen Kindern.
00:55:32: Wie viel Trauer und wie viel Angst in mir kommt wenn ich nachts nicht zur Bett gehen kann und wenn das sich auf meine Kinder überträgt.
00:55:41: Es gibt glaube ich wenig Menschen du musst schon psycho oder so zupatisch sein da nichts berührt zu werden und zu merken.
00:55:48: Was hat das für eine Tragweite?
00:55:49: Es geht ja nicht eigentlich nur um die Uhr, die geklaut wurde oder irgendwas technisches sondern es geht vor allem darum dass in den intimsten Bereich eingegriffen wurde.
00:55:59: der Mensch hat
00:56:00: Aber das kann dann erst funktionieren.
00:56:02: also die Scham wenn die persönliche Beziehung hergestellt wird
00:56:06: Ja genau In dem Fall schon
00:56:10: Frauen in der Lebensmittel.
00:56:11: Lukas wir sind jetzt wirklich gegen Ende.
00:56:14: Erstens möchte ich von dir wissen, was können Frauen gewinnen?
00:56:17: Wenn sie mehr Verlässlichkeit zulassen.
00:56:19: Unter anderem auch Scham und... Ich möchte auch ein bisschen dahingehend mit dir sprechen weil man oft das Gefühl hat dass Menschen oder Frauen so ab vierzig fünfzig beginnen ehrlicher auf ihr Leben zu schauen.
00:56:34: macht uns Oder wird Verletzlichkeit im Alter leichter?
00:56:38: fragen wir so.
00:56:40: Also Ich erlebe es häufiger, dass sich bestimmte Strukturen verfestigen.
00:56:43: Es ist ein bisschen wie Beton, der austrocknet und dann gibt auch die andere Seite, die ich sehe das manche berührbarer werden weil sie auf einmal ah die Zeit und die Kinder sind irgendwann aus dem Haus oder es sind berufliche Ziele erreicht und dann ist auch eine emotionale Kapazität gereift und gewachsen sich bestimmten Themen zu stellen, dass sie dann wieder berührbärer werden.
00:57:06: Warum ist die Scham so wichtig?
00:57:08: Die Scham ist leider so unangenehm, dass ich häufig mich schon vorher von der Situation abwende bevor sie überhaupt aufkommt.
00:57:15: Ich habe jahrelang nicht getanzt, weil ich mich so davor geschämt hab und habe gar nicht gemerkt das ich mich geschämte davor, sondern hab nur gesehen, dass mein Terminkalender immer zu voll war um überhaupt Termine fürs Tanzen einzuplanen.
00:57:26: Darum die Scham.
00:57:27: Und ich glaube wenn diese Komponenten zusammenkommen, dass sich mehr Zeit hat, mehr emotionale Kapazität kann ich mich den Gefühlen widmen wie ich merke, dass sich mein Körper verändert.
00:57:39: Ich merke das sich vieles im Außen verändert und es spielt trotzdem nicht die größte Rolle sondern ist was anderes in mir, was auch eine Qualität hat und was ich mehr leben möchte.
00:57:49: Wenn man so sieht müssten ja vielleicht Männer und Frauen um die fünfundzwanzig vielleicht das größte Selbstwertgefühl haben weil sie vielleicht nach gesellschaftlichen Maßstäben die Körper haben, die immer in Magazin abgebildet werden.
00:58:00: wenn wir auf die Statistiken gucken stimmt das endlich?
00:58:02: Wann haben Brau das größteste Selbstwertgewicht?
00:58:04: Also generell bei Menschen Um die Sechzig ist das stabilste.
00:58:08: Ah,
00:58:08: bin ich bald so weit!
00:58:10: Ja weil auch so eine innerliche lasst die anderen mal machen?
00:58:13: Ich mache das so wie ich möchte und habe genügend Lebenserfahrungen und Weisheit in mir angereichert dass ich Stück für Stück mir um die Sozialisierung die ich erfahren habe bewusst bin und weiß wie ich meinen eigenen Weg gehen möchte.
00:58:25: Und wie übt man jetzt so Verletzlichkeit oder Charme ohne dass sie mich jetzt blöße gibt?
00:58:31: Das will man ja auch nicht
00:58:33: in kleinen Dosen.
00:58:34: Also Scham zu bemerken, hier schäme ich mich und dann nicht gleich was verändern zu wollen sondern erst mal drin zu sein.
00:58:42: Ich finde eine große Artistensachen um Scham im Theatergruppen zu trainieren sind wo man wirklich Dinge schauspielerisch darstellt und merkt was kommt immer hoch wenn ich eine bestimmte Rolle spiele.
00:58:54: Ich habe jetzt auch mit den Seminarteilnehmern gesagt hey geht Mal wie ein Gorilla und jetzt wie ein Elefant.
00:59:00: Und das ist was spielerisches, gleichzeitig kommt der Scham auf durch die Gegenlaufe aber mein Handlungsspielraum wird größer.
00:59:07: Verletzlichkeit mit den Menschen, die mir wichtig sind in kleinen Dosen.
00:59:11: Was sage ich denn mal?
00:59:12: Anders als ja passt schon oder... Das habe mich gerade krass berührt, was du gesagt hast und irgendwie macht es mich auch traurig, merke ich.
00:59:19: Und dann zu gucken ob die Person meinen Vertrauensinvest gut händeln kann, gut tragen kann oder ob da was kommt wie näher ist jetzt nicht so wild.
00:59:29: Ja verstehe ich auch alles und ich glaube viele Menschen die sind jetzt zuhören denken wahrscheinlich auch ja kann ich nachvollziehen aber diese Verletzlichkeit es macht mir irgendwie trotzdem Angst.
00:59:40: Und ich frage dich jetzt als letzte Frage Was wäre der erste kleine Schritt um in einem sicheren Rahmen etwas mehr Verletzlichkeit zu wagen?
00:59:49: Jetzt nicht in einem Retriez sondern im Alltag Tag für Tag
00:59:52: zu spüren dass mir das Angst macht und der Angst zu sagen, ja ich merke, dass du da bist.
00:59:58: Und du wolltest mich ganz lange beschützen und mich sicher halten und gleichzeitig merk' ich also einen positiven inneren Selbstdialog zu starten, dass ich im Moment an einem Punkt bin wo ich mit was anderem experimentieren möchte, wo ich Sachen ausprobieren will und es ist
01:00:13: soweit.".
01:00:14: Ich hoffe, dass das viele machen!
01:00:16: Lukas Klasinski vielen Dank für das wunderbare Gespräch.
01:00:19: Ja ich danke dir für deine schönen Fragen.
01:00:22: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, freue ich mich wenn Sie diesen Podcast abonnieren teilen oder mir Ihre Gedanken dazu hinterlassen.
01:00:29: Vielen Dank fürs Zuhören!
01:00:31: Bis
01:00:31: bald und
01:00:32: auf Wiederhören.