00:00:01: Zeit zum Reden.
00:00:28: Hallo und herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörern zu einer kernten Spezialausgabe!
00:00:34: Mein Kollege Patrick Schuster war vor Ort im wunderschönen Kärnten und wir tauchen jetzt mit ihm ein in eine neue Welt voll schöner Begegnungen, inspirierender Impulse und ganz tollen Gespräche.
00:00:47: Ich wünsche viel
00:00:49: Hörvergnügen!
00:00:53: Es gibt Orte an denen wir sofort merken hier ist die Zeit ein bisschen langsamer.
00:00:57: Orte, an denen der Tag nicht vom nächsten Termin bestimmt wird sondern vom Rhythmus der Natur, vom ersten Sonnenstrahl den Duft von frischem Heu oder den Gespräch am Frühstückstisch.
00:01:07: Vielleicht liegt genau darin die besondere Kraft eines Urlaubs am Bauernhof, er bringt uns zurück zu Dingen, die im Alltag oft verloren gehen – Nähe, Einfachheit und echte Begegnung!
00:01:17: Günter Zeilinger hat mit dem Naturgut Lassen einen solchen Ort geschaffen, einen Ort an dem Landwirtschaft, Natur- und Gastfreundschaft miteinander verbunden sind.
00:01:26: Als Gastgeber und Opfer von Urlaub am Bauerenhof Kärnten beschäftigt er sich damit, warum solche Erfahrungen für Menschen heute wichtiger sind denn je?
00:01:33: Warum ein Bauernhof zur emotionalen Medizin werden kann und weshalb Kernten der ideale Rahmen für diese Form der Auszeit ist?
00:01:39: Darüber
00:01:40: sprechen wir jetzt.
00:01:41: Hallo Günther!
00:01:41: Hallo, freut mich.
00:01:43: Günther, ankommen aufatmen, aufleben – diese drei Worte beschreiben die Philosophie des Naturgutlassen ganz gut.
00:01:49: Wie ist diese Idee eigentlich entstanden und was bedeutet sie für dich persönlich?
00:01:53: Ich bin schon sehr lange an diesem Ort, ich bin hier aufgewachsen und schon als kleines Kind war für mich immer das nach Hause kommen.
00:02:02: Das Aufatmen auf tausendvierzig Meter Seehöhe und dann wieder das Aufleben ein großes Thema!
00:02:07: Und jetzt als Feedback von unseren Gästen habe ich das gleiche immer wieder gehört.
00:02:12: wenn sie zu uns kommen spüren Sie ein besonderes Gefühl.
00:02:17: wir sind ja die Entmoräne Gletscherzunge und dieses Hochblattot, das der Schöpfer uns geschenkt hat vor vielen Jahren strahlt eine besondere Energie aus.
00:02:29: Und aus diesem Grund ist dieses Ankommen, dieses Aufatmen und dieses Aufleben an diesen Platz mit einem Königsblick über Halbkärnten etwas was wirklich die Menschen berührt.
00:02:43: Du bist Gasgeber, ob man von Urlaub am Bauernhof Kernten visionär und hast dir früher aus uns gerade erzählt dein Geld als Zauberer verdient.
00:02:50: Wenn du deinen eigenen Weg ganz kurz skizzieren müsstest was war denn der Moment an dem du wusstest dass du Menschen mit einem besonderen Ort berühren möchtest?
00:02:58: Für mich sind ja Menschen wie Musikinstrumente.
00:03:02: ihre Resonanz hängt davon ab wer oder was sie berührt.
00:03:06: Und ich habe als erstes, als ich bei mir zu Hause von meinem Vater und meiner Mutter den Betrieb übernommen habe einen Barfußpfad mit einem Kilometer gebaut.
00:03:16: Wo es darum gegangen ist die Natur meditativ-sensitativ zu erfahren und zu erspüren.
00:03:23: Ich bin mit sehr vielen Leuten über diesen Barfuesspfad gegangen.
00:03:27: aber was mich am meisten berührt hat, als einmal ein blinder Gast mich gebeten hat mit ihm dem Pfad zu gehen.
00:03:36: Und dieses Barfußpfee gehen mit diesem blinden Menschen war für mich eine ganz berührende Situation, wo ich eigentlich lernen durfte wie ich als Sehender meine Fünfsinnhe richtig aktiviere und da hat man wirklich ein Blinder diesen Impuls gegeben weiterzumachen.
00:03:56: und das war für meiner dieser Momente, wo Ich mir gesagt habe Da möchte ich weitermachen und da möchte ich Menschen berühren.
00:04:05: Und mir geht es darum, wenn Gäste zu uns kommen, dass die mit einem Mehrwert nach Hause fahren.
00:04:11: Es geht mir darum, dass sie einfach spüren was ist die Wirkung?
00:04:15: Und dass Sie Ihre Auszeit diese bei uns genießen auch sinnvoll genießen.
00:04:21: Diesen Mehrwert schaffte ja auf eine ganz besondere Art und Weise das Naturgut lausend nämlich längst mehr als ein klassischer Urlaubsort, die verbindet hier Landschaft, Natur, Tiere und bewusste Erlebnisse.
00:04:30: Was macht denn genau diese Kombination so besonders?
00:04:34: Unser großes Debner ist vom Erlebnis zum Erkenntnis – und zwar über die Erfahrung nicht über einen Mausklick!
00:04:42: Wir haben in unserer heutigen Gesellschaft sehr oft das Thema Erkenntniss über den Maus klicken.
00:04:48: Aber uns geht es einfach darum, dass wir die Natur präsentieren, dass selbstwirksame Erkenntnisse von der Natur aufnehmen und für uns Menschen umsetzen.
00:05:01: Bedeutet zum Beispiel, was kann ich von einem Specht lernen?
00:05:06: Der zirka mit Zweiundzwanzig Kmh achtzehntausendmal pro Tag auf einen Baum klopft!
00:05:13: Warum bekommt dieser Specht nicht Kopfweh?
00:05:17: Warum?
00:05:18: das ist etwas, was wir dann unseren Gästen erklären.
00:05:22: Der Specht hat nämlich rund um sein Gehirn ein Zungenbein mit vielen Muskeln ausgestattet ist und er trinkt sehr viel Wasser damit das funktioniert, damit dieser Schlag auf den Baum absorbiert wird.
00:05:41: Das ist wie ein moderner Airbag in einem Auto und somit bekommt der Specht nicht Kopfweh.
00:05:47: Die Botschaft für uns Menschen dahinter ist aber, dass wir genügend Wasser pro Tag trinken.
00:05:53: Nämlich vierzig Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sollten wir Wasser zu uns nehmen.
00:05:59: Leichter gesagt jemand mit achtzig Kilo, achtmal vierzehntdreißig wären drei Komma zwei Liter Wasser die wir täglich trinken sollten.
00:06:06: Danke, dass du das gleich in meinem Fall berechnet hast und weiß ich, dass ich heute noch einiges aufzuholen habe.
00:06:13: Viele Menschen leben ja heute einen sehr durchgetagten Alltag.
00:06:16: Was beobachtest du denn bei deinen Gästen, wenn sie nach Tagen oder Wochen voller Tempo plötzlich hier am Naturgut Larsen ankommen?
00:06:23: Auf einmal haben die Gäste Zeit.
00:06:25: Aus einmal verfallen Sie wieder in ihr altes Verhaltensmuster wie im Beruf und zu Hause und möchten so viel wie möglich erleben.
00:06:35: Möchten sehr viel tun!
00:06:38: Und da gebe ich immer den Ratschlag... Orientiert es euch an den Jahreszeiten.
00:06:44: Die Jahreszeite lernen uns, dass jede Zeit ihren Sinn hat – die Zeit des Wachsens und der Zeit des Erntens, die Zeit das Loslassen und auch die Zeit der Ruhe.
00:06:58: Und im Urlaub soll auch eine Zeit der Rue reserviert werden!
00:07:02: Das ist auch der Ansatz von Auszeit auf Kärntenerisch wirklich auszurasten, seinen Geist aufwählen.
00:07:09: eine Ebene zu bringen, wo man sagt ich bin ausgeglichen und freue mich an der Zeit die mir geschenkt wird.
00:07:19: Darf ich vielleicht das Erleben kurz aufgreifen?
00:07:21: Du sprichst nämlich immer wieder von sinnstiftenden Erlebnissen und davon dass Urlaub auch eine Art emotionale Medizin sein kann.
00:07:27: Was steckt denn hinter diesem Gedanken?
00:07:30: Hinter diesen Gedanken steht diese sogenannte Sinnresonanz vom Urlaub am Bauernhof.
00:07:36: Erlebnisse bleiben vor allem dann im Gehirn gespeichert, wenn mehrere Sinne bedeiligt sind.
00:07:41: Werden diese später wieder ausgelöst, aktiviert das Gehirnen den selben Zustand der alten Spannung und Freude die man damals erlebt hat.
00:07:52: Und wir möchten da unsere Gäste genau in diese Richtung auch mitnehmen Mit den fünf Sinnen eigentlich, man den sechsten Sinn schärfen kann.
00:08:05: Und das ist unser Ansatz zu einer emotionalen Medizin.
00:08:08: Das heißt wenn ich über das Gesehene spreche habe eine Gehirnwirkung wo mein Gedächtnis visuell etwas aufnimmt und habe dann einen Gesundheitseffekt der so funktioniert.
00:08:24: Wenn ich etwas sehe, kann ich Stress abbauen Cortisol wird gesenkt und ich tu mir was Gutes.
00:08:32: Genauso ist es bei den Gerüchen, die Gerüche das ist der Geschmack der Kindheit Das ist unser stärkster Erinnerungsträger und der Gesundheits Effekt dahinter bedeutet Entspannung.
00:08:46: sofort messbar über angenehme Gerücher die wir in der Natur wahrnehmen wenn wir in einen Fichtenwald gehen den Alpinenrododendron, den sogenannten Kerntenalmrausch riechen.
00:09:01: Dann ist das für uns Entspannung.
00:09:04: noch wichtiger ist der Klang.
00:09:06: wenn wir auf den Wiesen unterwegs sind und einen Kuhklang hören also die Kuhglocken und das kann uns extrem beruhigen und da wird das limbische System praktisch angeregt.
00:09:24: Man kann dadurch, wenn man tagsüber solche Klänge hört die beruhigen das Rauschen des Wassers ein Windgeräusch.
00:09:35: Das kann die Schlafqualität in der Nacht stark heben.
00:09:39: weiter möchten wir auch noch den Weg gehen des Berührendes wo man zum Beispiel Holz berührt Und das ist eine Erdung.
00:09:49: Hier wird der Parasympathikus aktiviert und die Herzrate wird gesenkt.
00:09:53: Das ist so wie bei Zirbenholz, wenn ich in einen Zierbenholtzimmer schlafe, dann sende diese Zierbe der Beene aus – und das ist Herzfrequenz senkend!
00:10:07: Das sind
00:10:08: die ätherischen Öle?
00:10:09: Genau, die Botenstoffe der Zierwe, wenn du in den Zierbenwald spazieren gehst Aber auch in jedem anderen Wald.
00:10:16: Wir laden die Gäste bei Urlaub am Bahnhof immer ein, eine halbe Stunde im Wald zu verbringen.
00:10:23: Dann wird die Herzrate gesenkt und das ist wirklich gesund!
00:10:29: Und der letzte Bereich ist der Geschmack.
00:10:32: Der Geschmacksverknüpft Erinnerung und Körper.
00:10:37: Das ist für uns etwas Essenzielles weil wir sagen, wir möchten freudestiftend agieren indem wir viele Bauernhofprodukte – ob das jetzt ein guter Speck ist oder eine frisch geerntete Marille bis hin zur Tomate- oder Kürbisse dort zu essen wo das Produkt das Lebensmittel seinen Ursprung hat.
00:11:03: Das bringt mich auch schon zur nächsten Frage.
00:11:05: Ihr gebt Gästen nämlich Einblick in das echte Leben am Hof, also von den Tieren über Lebensmittel bis hin zur Arbeit mit der Natur?
00:11:11: Warum ist es denn denkst du für Menschen so wertvoll wieder zu verstehen wo Dinge eigentlich ein Ursprung haben und herkommen?
00:11:18: Für mich ist es insofern ganz wichtig dass wir unseren Gäste das Thema der Nachhaltigkeit näher bringen.
00:11:24: natürlich müssen bei uns die Tiere über den Regenbogen gehen.
00:11:28: Es geht das Wild über den Regenbogen Dann hat das Wild es verdient, dass man's weit gerecht verarbeitet from nose to tail und dass wir wirklich uns bewusst sind was wir uns Gutes tun.
00:11:41: Hildegard von Bingen hatte auch schon gesagt, dass Wild das einzige Fleisch ist, das an Qualität nicht verliert.
00:11:48: Und bei uns gibt's viele Bauernhöfe die eben mit Milchprodukten arbeiten und wir sagen, dass der Bauernhof immer sich ein Signaturprodukt aussucht.
00:11:57: Also wir haben Höfe, die mit Bienen arbeiten.
00:12:00: Da ist das Signaturprodukt der Honig!
00:12:02: Wir haben Rinderbauern, wir haben Schweinebauern und Gemüsebauern also breit durch die Palette Und da haben wir ein Projekt dazu.
00:12:10: Das nennt sich Genussursprung Lebensmittel dort genießen wo sie wirklich auch wachsen und entstehen.
00:12:18: damit ich von Anfang an sehe was ich mir gutes tue Ich unterstütze die Regionalität Und vor allem stärke ich den ländlichen Raum, weil unser großes Thema ist dass der ländliche Raum in Zukunft noch erlebbar sein wird.
00:12:34: Wird nur dann funktionieren wenn wir bereit sind auch dort Wertschöpfung hinzubringen.
00:12:40: deswegen nennen wir ländlich Betriebe uns die Robin Hoods vom ländlichen Raum.
00:12:46: Wir nehmen niemanden etwas weg aber was wir versuchen ist das die Städter den ländlichen Raum wieder natürlich genießen können und uns die Wertschöpfung bringen, damit wir am Land weiter arbeiten können.
00:12:59: Günther, schau dir ganze Zeit über deine Schulter beim Fenster raus!
00:13:02: Und ich sehe der Durstfönk, das ist die Karawankenkette, die wir da sehen.
00:13:05: Bei euch im Hochplateu ist aber nicht nur die Aussicht einzigartig sondern auch die zahlreichen Orte, die vor allem eines versprechen nämlich neue Energie und dass es um das hier am Gut selbst.
00:13:13: welches dieser Energieplatzerl ist denn dein Liebstes?
00:13:17: Für mich persönlich ist dieses gesamte Hochplato, das ja ein Relikt der letzten Eiszeit ist.
00:13:24: Es ist hier eine Gletscherzunge stehen geblieben und deswegen haben wir diesen schönen Adlerblick über Halbkärnten.
00:13:31: Das ist für mich per se ein Energieplatzall.
00:13:36: Wir haben aber einfach gesagt, dass es uns in der Vergangenheit geschenkt worden ist.
00:13:42: Wesentlich ist es heutzutage Energie an einen Platz zu bringen.
00:13:48: Das heißt, wir möchten Menschen die hierher kommen, anregen über ihre Aktivität auch Energie herzubringen.
00:14:02: und diese Aktivitäten kann sein im Wald das klassische Hädelbeer sammeln oder Pilze sammelt wo ich einfach weiß... kann im Wald mir etwas Gutes tun und kommen mit Heidelbär nach Hause, kann Antioxidantien zu mir nehmen.
00:14:19: Du meinem Körper was Gutes.
00:14:21: Freie Radikale werden im Körper
00:14:22: bekämpft.".
00:14:23: Das ist jetzt der Ansatz wo man erklärt, was passiert mit den Menschen durch sein Tun?
00:14:29: Aber noch wichtiger ist dass die Wirkung eher sofort spürt...
00:14:36: Und beim Wald!
00:14:37: ...im Wald, noch im Urlaub Die Nachwirkung zu Hause, sobald er wieder über den Geruch Hedlbern riecht wird der Gast wieder an Kärnten denken kann sich in den Wald zurückversetzen.
00:14:55: Das ist diese Sinnresonanz von Urlaub am Baunhof die wir als emotionale Medizin bediteln.
00:15:02: Es gibt hier gut auch ein Baumhaus habe ich gehört.
00:15:06: Ist das auch sein Energieplatz?
00:15:07: Ja
00:15:08: Was hat's denn damit auf sich?
00:15:10: Das Baumhaus habe ich vor vierzig Jahren als kleines Kind damals gebaut und hab schon immer gesagt, mein Lebenstraum ist aus diesem Baumhaus einmal ein schönes großes Baumhaus zu machen.
00:15:26: Und diesen Traum durfte ich mir vor drei Jahren verwirklichen.
00:15:32: Acht Sachverständige später Bauverhandlungen usw.. Ich wollte mich nicht abbringen lassen, ich habe das gebaut und das ist jetzt mein Energieplatz weil es dürfen bei uns Gäste.
00:15:46: zwei Personen gehen dort hinauf.
00:15:49: Es ist für sie dann reserviert und wir merken dass etwas ganz besonderes ist, weil Element Luft und Element Erde kommen zusammen.
00:16:00: Wir haben noch untenhin das Verglasst und man ist in der Mitte von einem Wildgehege.
00:16:05: Man kann dann auch wild beobachten, es ist zu hundert Prozent wild edernäher und es macht etwas mit deinem Gehirn weil unser Gehirne ist so gespeichert.
00:16:14: Verhaltensmuster geben uns vor wenn du ein Wildtier siehst is ja kürze wieder weg aber dort hast Du die Möglichkeit lange ein Wildtier zu beobachten Und dann kommt Dein Gehirnen in einen Zustand wo du eine Ruhe bekommst und du bekommest ganz neue Gedanken.
00:16:32: Ich habe sehr oft Gäste, die sagen ich möchte dort hinaufgehen was schreiben?
00:16:37: Ich hab ein Musiker gehabt der hat einen Musikstück geschrieben.
00:16:42: also es ist wirklich Entspannung pur und dann sieht man eigentlich unser Gehirn wie das Gehirnen uns Danke sagt indem er uns Kreativität anschenkt.
00:16:54: Heute wird in unserer Gesellschaft ganz oft von Luxus gesprochen.
00:16:56: Du hast aber mal gesagt, der eigentliche Luxus liegt vielleicht woanders?
00:16:59: Sind genau solche Orte die für dich persönlich Luxus ausmachen?
00:17:03: Ganz genau!
00:17:04: Wir leben in einer Zeit, in der wir fast alles besitzen können außer unsere innere Ruhe.
00:17:10: Wir sind permanent verbunden und fühlen uns trotzdem oft allein.
00:17:15: Wir spannen Zeit mit der Technik und haben doch dennoch immer weniger Zeit.
00:17:22: als jede Generation zuvor und sind aber gleichzeitig unsicherer.
00:17:28: Das heißt, der Erkenntnis beim Mausklick versus Erfahrung.
00:17:32: und deshalb suchen Menschen heute nicht nur in erster Linie den materiellen Luxus sondern sie suchen Bedeutung.
00:17:41: und die klare Botschaft für uns ist Der größte Luxus der Zukunft wird der Sinn sein wie entwickeln entwickeln uns in unserer Gesellschaft, in eine Sinngesellschaft.
00:17:55: Wir waren ja in den Sechziger Jahren in einer Arbeitsgesellschaft, wir sind in den Siebzigerjahren in eine Konsumgesellschaft eingetaucht dann in eine Erlebnisgesellschaft und schlussendlich tauchen wir jetzt in eine Sinngesellschaft ein.
00:18:12: Und Menschen möchten bedeutungsvolle Erlebnisse mit Sinn erleben die ihr Leben auch sinnstiftend verändern.
00:18:21: Und das ist unser Ansatz bei Urlaub am Bauernhof, bei Auszeit auf Kärntenerisch, dementsprechend Erlebnisse mit Wirkung zu zeigen und den Menschen die Möglichkeit geben dort einzutauchen um für sich was Gutes zu tun.
00:18:37: Also
00:18:38: ist Urlaub an Bauernhoff eigentlich die Auszeit of Kärntnerisch?
00:18:41: Urlaub Am Bauern Hof is ein starker Partner von auszeit auf kärntenerisch Und wir haben viele Betriebe, die genau in diese Richtung arbeiten.
00:18:53: Man muss sich vorstellen hier vermischt sich Lebensraum mit Arbeitsraum und führt automatisch zu einem Wohlfüllraum.
00:19:02: Der Ort wo man Auszeit genießen kann ist immer ein Ort, wo Menschen eine Geschichte erzählen können.
00:19:11: Und authentische Geschichten können Bäuerinnen und Bauern erzählen.
00:19:16: Und vor allem es ist auch gelebt.
00:19:19: Man kann bei der Heuernte dabei sein, man sieht was der Bauer seht – kann er ernten?
00:19:27: Ist das vielleicht genau das, wonach die Menschen, die sich für eine Auszeit an Bauernhof entscheiden, suchen diese Geschichten und dieses authentische?
00:19:35: Ich bin ganz bei dir!
00:19:36: Ich glaube, Menschen, Gäste eigentlich Freunde entscheiden sich für eine Auszeit auf Kärntnerisch, die etwas erwarten wo sie sagen hier werde ich mich wohlfühlen.
00:19:51: Sie wollen in einen Wohlfüllraum eintauchen und gleichzeitig ist dieser Wohlfallraum der Arbeitsraum oder Lebensraum der Bauern und Bäuerinnen und das erzeugt Vertrauen.
00:20:02: und weiteres wird das Bewusstsein ganz stark mit den verschiedenen Zeiten der Almzeit, der Waldzeit, da Feldzeit, Stahlzeit, Saarzeit und der Erntezeit kombiniert.
00:20:15: Und ... Das zeigt auf dass die Gäste nichts Neues sehen.
00:20:22: Und es zeigt auch, dass in der Einfachheit die Raffinesse liegt.
00:20:25: Und dass ich ganz leicht zu mir finde wenn ich eine Auszeit mache aber ehrlich auch mit mir umgehe
00:20:33: Was kannst du als Gastgeber tun, damit aus einem Aufenthalt nicht einfach eine Übernachtung wird?
00:20:38: Sondern eine Erfahrung, die bleibt und nachhaltig wirkt.
00:20:42: Gastgebers können Sinnplätze schaffen wo eine Geschichte zum Ort erzählt wird.
00:20:47: Eine Geschichte mit Bedeutung und Wirkung.
00:20:51: Ich erzähle bei mir eine Geschichte vom Kirschbaum.
00:20:55: Der Kirschbarm hat die kürzeste Blüte Und deswegen ist es so wichtig dem Zeitfaktor.
00:21:02: Zeit ist die wichtigste Zutat in unserem Rezept des Lebens.
00:21:07: Und die Kirschblüte ist so kurz in der Blüterzeit und deswegen ist sie auch so schön, weil es sich bewusst ist ich habe nur eine gewisse Zeit um so schön zu sein.
00:21:18: Das ist ein Aspekt den unsere Gastgeber hervorheben sollten auf Basis der Dinge die Sie vor Ort haben auf den Höfen wie zum Beispiel eine Rotbuche.
00:21:30: Die Mutter des Waldes schenkt dem Waldboden Dünger und gleichzeitig ist sie garant dafür, dass der Waldbaden Wasser speichern kann.
00:21:42: Und diese Symbiose von den Bäumen – das wir von den Bäumen lernen können, das wir vom Natur lernen können – das bringt uns Menschen auch weiter, weil wir eine neue Perspektive bekommen.
00:21:54: Die Natur soll einfach uns zeigen wie Leben gelingt!
00:22:01: Zum Abschluss habe ich jetzt noch eine ganz persönliche Frage.
00:22:04: Was ist denn ein Moment am Naturgutlassen, bei dem du dir selbst immer wieder denkst oder vielleicht sogar spürst?
00:22:10: Genau deshalb mache ich das!
00:22:13: Für mich ist das Thema Menschen sind wie Musikinstrumente.
00:22:17: Ihre Resonanz hängt davon ab, wer da was sie berührt.
00:22:21: Mich berührt besonders die Weisheit der Schöpfung wenn ich von der Natur lernen darf und dass an meine Gäste weitergeben kann.
00:22:30: Das ist für mich eine große Genugtuung, Menschen solche Botschaften der Natur zu vermitteln.
00:22:35: Wie zum Beispiel die Botschaft vom Wald – das ist die Botschafter Geduld!
00:22:41: Die Botschaft des Baches – es ist die Bootschaft der Bewegungen.
00:22:45: Die Botschaft des Herbstes ist eigentlich das Thema des Loslassens.
00:22:52: Weil das ist mir aufgefallen dass wir auch von den Tieren sehr viel lernen können Und in der Schöpfung hat jedes Tier eine besondere Gabe bekommen.
00:23:03: Der Adler lehrt uns die Perspektive, die Ameise lehrte uns Fleiß und Beständigkeit.
00:23:09: Die Bienen lehrten uns Gemeinsinn... ...der Fuchs lehrts uns Ausdauer!
00:23:14: Jetzt wirst du mich vielleicht fragen warum ist der Fuchs so ausdauern?
00:23:17: Der Fuchs wird so lange bei einem Bach auf- und abschnüren bis er die Möglichkeit sieht, wie er über den Bach kommt.
00:23:25: Und wenn da ein kleines Treibholz vorbeikommt auf einmal kann er übers Treibholt springen und ist auf der anderen Uferseite.
00:23:31: also das können wir von einem Fuchs lernen.
00:23:34: Der Schmetterling lehrt uns die Veränderung und ein Lieblingsbeispiel für mich ist natürlich auch der Marienkäfer!
00:23:41: Der Marinkäfer lehrts uns.
00:23:43: Arbeit im Hintergrund ist sehr wichtig.
00:23:46: Der Marin Käfer ist so ein Kleines Tier mit einer großen Wirkung.
00:23:50: Warum?
00:23:51: er schützt Pflanzen, indem er Blattläuse frisst?
00:23:54: Ist nicht laut ist leise aber arbeitet beständig.
00:23:58: In der Auszeit auf Kärntnerisch soll die Uhrzeit eigentlich der Ereigniszeit gegenübergestellt werden Die Uhrzeit wo ich dauernd auf die Uhr schaue und auch so wie wir jetzt bei unseren kurzen Interviews ist die Uhr Zeit die uns eigentlich Stress macht.
00:24:17: Aber dieses tolle Gespräch auch mit dir hat uns in eine Ereigniszeit geführt, dass wir die Uhrzeit vergessen haben.
00:24:25: Und das wäre auch Ziel im Urlaub, die Uhr Zeit zu vergessen.
00:24:29: und das Ereigen ist – die Erfahrung soll im Vordergrund
00:24:32: stehen.".
00:24:33: Danke dir lieber Günther!
00:24:34: Das war ein guter Hinweis.
00:24:35: Ich glaube nämlich, dass Sie die Zeit eigentlich schon etwas überstrapaziert haben.
00:24:39: Deshalb darf ich Dir an dieser Stelle für die Einblicke in Dein tägliches Treiben hier im Naturkund lassen herzlich danken.
00:24:46: Das Gespräch zeigt, dass Erholung manchmal nicht darin liegt möglichst viel zu erleben sondern mit der bewusster wahrzunehmen.
00:24:52: Die Natur, die Menschen um uns herum und vielleicht auch uns selbst!
00:24:55: Ich würde vorschlagen wir gehen jetzt noch einmal kurz raus und schauen uns das eine oder andere Kraftplatz gemeinsam an also bis zum nächsten mal.
00:25:02: Danke dir!
00:25:05: Wenn ihnen diese Folge gefallen hat freue ich mich wenn sie diesen Podcast abonnieren teilen oder ihre Gedanken dazu hinterlassen.
00:25:12: vielen Dank fürs Zuhören.
00:25:14: bis bald und
00:25:15: auf Wiederhören.