00:00:01: Zeit zum Reden.
00:00:28: Hallo und herzlich willkommen, liebe Hörerinnen und Hörern zu einer kernten Spezialausgabe!
00:00:33: Mein Kollege Patrick Schuster war vor Ort im wunderschönen Kärnten und wir tauchen jetzt mit ihm ein in eine neue Welt voll schöner Begegnungen, inspirierender Impulse und ganz tollen Gesprächen.
00:00:47: Ich wünsche viel
00:00:48: Hörvergnügen!
00:00:52: Wir alle haben sie dabei – immer.
00:00:54: Sie kostet nichts braucht keine App oder kein Zubehör und trotzdem nutzt mir sie viel zu selten ganz bewusst unsere eigene Stimme Denn Stimme ist viel mehr Sprache.
00:01:03: Sie entsteht durch unseren Atem, unseren Körper und unsere Emotionen – und sie kann etwas in uns verändern, beruhigen, verbinden und uns wieder ins Hier-und-Jetzt
00:01:13: bringen.".
00:01:14: Das Kunst und insbesondere die Stimme eine wertvolle Ressource für unsere Gesundheit sein können weiß Bea Robain Die gebütige Kärtnerin ist Opernsängerin-Initiatorin von Arts for Health und überzeugt davon das Kunst nicht nur erlebt sondern aktiv genutzt werden kann.
00:01:29: Warum unsere Stimme einer eingebauten Wellnestechnologie ist, wie Singen unser Wohlbefinden beeinflussen kann und warum Kernten für sie ein besonderer Ort der Inspiration bleibt?
00:01:39: Darüber sprechen wir in den nächsten Minuten.
00:01:42: Hallo Bär!
00:01:43: Hallo!
00:01:44: Bär du bezeichnest dich selbst als echten Artsfreak.
00:01:46: das klingt nach einer großen Leidenschaft.
00:01:48: wann hast Du denn gemerkt dass Kunst für Dich nicht nur Beruf sondern eine Lebenshaltung ist?
00:01:53: Ich denke von Anfang an eigentlich Das erste Mal, als ich in der Oper war, da war ich sechs Jahre im Klang vor dem Stadtjahr, wollte ich dann Sängerin werden.
00:02:04: Das war schon der Moment wo ich das tun wollte und dann war es für mich ganz klar Gesang zu studieren, zu schauen dass ich überall auf die Bühne komme, dass ich mich mit Musik und dem Singen ausdrücken kann und habe aber gesehen, dass dann v.a.
00:02:20: in der Opera dieses Gesamtkunstwerk so viele künstlerische Spaten mit hineinkommen und dass das ... Das eine schließt das andere nicht aus, sondern bringt es mit hinein.
00:02:33: Also ich finde, für mich ist so viel Inspiration.
00:02:37: Ich find auch Inspiration in der Natur.
00:02:39: Ich denke, dass Naturkunst sich immer wieder befruchtet nimmt.
00:02:45: Ja, ich bin ein Arzt, wenn man sagt, vieles ist Kunst!
00:02:51: Auf die Natur kommen wir zu sprechen.
00:02:53: Bleiben wir kurz bei deinem Beruf als Opernsängerin?
00:02:55: Du stehst ja seit vielen Jahren auf internationalen Bühnen, was fasziniert dich denn an der Stimme
00:03:01: bis heute?
00:03:01: Die Stimme ... Wenn man in einen Raum kommt, okay, man sieht zuerst das Auftreten aber dreißigvierzig Prozent sind Stimme wenn jemand mit einem spricht und die Stimme ist einfach unser ureigenstes Ausdrucksmittel und es sagt so viel über das Wesen und den Charakter von jemanden.
00:03:20: Viele Menschen denken beim Singen ja vielleicht zuerst an Talent oder irgendwie das Leistungsgetrieb.
00:03:25: Wenn du beschäftigst dich aber mit der Stimme als Ressource für Gesundheit und Wohlbefinden, was kann unsere Stimme denn tatsächlich bewirken?
00:03:31: Wozu ist sie denn absetzt davon dass ihr im Idealverschön klingt im Stande?
00:03:37: Die Stimme ist im stande da sie uns hilft gesünder zu bleiben weil wenn ich singe dann atme auch anders Dann atme ich tiefer.
00:03:46: Ich atme tiefer ein tiefer aus Und das Singen, es schaut ja ganz einfach aus zu singen.
00:03:53: Man sagt ja was kann das?
00:03:55: Es ist ein einfaches Tun.
00:03:57: aber was im Körper passiert ist extrem komplex.
00:04:02: Es erzeugen sich Hormone also das Verbindungshormon Oxytocin dass mich zu den anderen verbinden Zerotonin ein Aufheller wir erzeugend Endokanabinoide da sind.
00:04:16: Ja Das ist ein bisschen ... Ja, klingt.
00:04:17: Da sind die Körper eigenen Schmerzmittel.
00:04:20: D.h.,
00:04:20: es überlappt den Schmerzen, den wir haben.
00:04:24: Aber wir spüren ihn nicht mehr!
00:04:26: Es hilft bei der Immun-Antwort des Körpers.
00:04:30: Es hilft uns, Quartisol oder Stresshormone nach unten zu bekommen.
00:04:34: Es helft uns kognitiv weil wir ja mit ... es ist ja Wort und Melodie dabei.
00:04:39: also es werden da neuronale Synapsen wieder geschalten neue Wege.
00:04:43: Es ist eine Superpower das singen
00:04:47: Ein Begriff in diesem Zusammenhang ja immer wie der Feld ist der Wagus.
00:04:50: Was hat unsere Stimme denn mit diesen Körper eigenen?
00:04:53: Ich nenne sie jetzt einmal den Spannungs- und Regenerationssystem.
00:04:56: Der Vagusnerv ist ja einer der interessantesten Nerven, jetzt auch natürlich.
00:05:01: Auch ein gibt es einen Bas da herum weil er eigentlich der weit verzweigteste Nerv und er geht ja von unserem Magen hinauf bis ins Hirn Und er geht auch durch den Kehlkopf und die Stimmbänder durch.
00:05:15: und deshalb wenn wir jetzt sprechen oder singen oder summen dann wird erst stimuliert und Wenn der Vagus nervst stimuliert wird Dann haben wir die Antwort.
00:05:24: also um hier.
00:05:25: Ah, alles ist gut.
00:05:27: Also der spricht das parasymbatische Nervensystem an?
00:05:33: Aber da stellt sich mir die Frage... durchsprechen wird dieser Vagusnerv quasi aktiviert.
00:05:40: Ja, also wenn ich gut spreche?
00:05:44: Das
00:05:44: war nämlich gerade meine Frage.
00:05:45: auf das wollte ich nämlich hinaus weil man erhörte ja ganz oft so diese Wechselwirkung zwischen Gemütsstimmung also wenn man zum Beispiel angespannt ist oder nervös dass die Stimme irgendwie nicht da sitzt wo sie sitzen sollt.
00:05:58: Gibt es da so eine Wechselwirkung, dass man sagt okay wenn ich nervös bin und dann meine Stimme runterbringt das dann quasi auch die Aufregungen runter geht?
00:06:04: Natürlich
00:06:05: aber.
00:06:05: Vielleicht auf der Bühne kennst du das.
00:06:06: also ich weiß nicht ob du Lampenfieber kennst.
00:06:08: Natürlich
00:06:08: ohne Lampenfieber geht's nicht!
00:06:10: Aber da gibt sie eben die Atmung dazu.
00:06:11: weil was heißt das wenn die Stimme nach oben geht?
00:06:14: Mach's mal mit mach einmal so atme durch den Mund ein und so nach oben.
00:06:18: ja jetzt ist schon... Ja
00:06:20: das sieht dann
00:06:21: richtig matcht
00:06:22: aus wie
00:06:22: man das über
00:06:23: ihre Harte abbringert.
00:06:23: das kann jetzt einfach wieder hoch zuatmen
00:06:25: Genau.
00:06:26: Und jetzt Atme einfach mal durch die Nase ein und stell dir vor, du riegst an einer Blume.
00:06:38: Ausatmen!
00:06:40: Jetzt sind wir schon einmal weiter unten.
00:06:43: Stimmt das erdet?
00:06:45: Genau das.
00:06:46: Und das machst du jetzt zwei, drei Mal?
00:06:49: Dann ist schon dein ganzes ... Das ist auch die Information für deinen Nervensystem.
00:06:53: okay alles ist gut.
00:06:54: und des Adrenalin es ist halt etwas dass uns in diesem fight and flight Modus wie sagt man auf deutsch den
00:07:02: Flucht- und Kampfmodus
00:07:04: hineinbringt.
00:07:05: genau und das heißt einfach weil du vor Lampenfieber angesprochen hast auch für die Zuhörer Wenn Sie Lampenfieber haben, dann einfach mal kurz springen.
00:07:15: Das heißt unser Körper möchte jetzt laufen.
00:07:17: Der hat ganz viel Energie und muss jetzt weg.
00:07:21: Und wenn man vor einer Auftritt steht oder vor einer Präsentation in der kleinen Rede, dann kurz weggehen und einmal dreißig Sekunden Spießel springen oder fünf Liegestütze oder drei Mal auf- und ablaufen?
00:07:32: Tatsächlich!
00:07:33: Absolut!
00:07:35: Das bringt das Adenalien nach unten und beruhigt uns einmal.
00:07:40: Durch die Nase einatmen, ausatmen und wirklich sich diese Zeit nehmen.
00:07:45: Und dann erdet man mehr.
00:07:47: Also das bewusste Ankommen in
00:07:48: mir jetzt?
00:07:49: Genau!
00:07:49: Das bewuseste Ankommen und was wunderbar hilft für den Vagus nicht auf.
00:07:53: der beste Simulator ist, ist das Summen.
00:07:56: Jetzt einfach einmal gerne durch die Nose wieder mit mir einatmeln und sich vorstellen, man riecht an einer Blume... genau
00:08:20: Spannend, du hast nämlich deine Hände auf die Brust gelegt und ich habe sie nachgemacht.
00:08:23: Und wenn man richtig atmet, dann vibriert das ganz schön heftig.
00:08:27: Also geht tiefer.
00:08:28: man ist, vibrierte es mehr im Pulsraum?
00:08:29: Ja.
00:08:30: Dann geht die Vibration natürlich nach oben.
00:08:32: Für uns ist einfach evolutionstechnisch, sind für uns tiefere Vibrationen, die beruhigen uns.
00:08:41: Ich wollte jetzt sagen dass allein diese Viberation und dieses summende Geräusche schon irgendwie etwas wahnsinnig entschleunigt hat.
00:08:47: Genau!
00:08:48: Und das kann man ja für sich sofort jederzeit überall machen mit der eingebauten Wellness-Technologie, die wir haben.
00:08:54: Jetzt, wo wir tief entspannt sind, kommen wir vielleicht zum nächsten Punkt des Projekts Arzt for Health.
00:08:58: Du bist da stellvertretende Opfer, aber vielleicht bevor ich das jetzt erkläre, erklärst du selbst ganz kurz was es damit auf sich hat?
00:09:04: Genau!
00:09:05: Der Verein Arzt For Health Austria wurde in den Jahren Und es geht darum, wir agieren an der Schnittstelle von Kunstkultur, Wissenschaft und der öffentlichen Gesundheit.
00:09:16: Was wir versuchen ist eben die Kunst- und Kultur auch mit einem Blickwinkel für Gesundheit und Wohlbefinden zu öffnen.
00:09:23: Also da geht's viel um mentale Gesundheit, da gehts um die Begleitung von chronischen Krankheiten weil die Kunst und Kultur kann sehr viel und dazu gibt jetzt inzwischen seit über fünfundzwanzig Jahren sehr robuste Forschung, was die Kunst und Kultur kann.
00:09:39: Und das hilft uns natürlich auch ein bisschen den Stellenwert der Kunst wieder einfach stärker darzustellen.
00:09:47: Denn man spricht davon, man spricht von den Säulen der Gesundheit Und da gibt es ja die vier Säulen, das ist Naturschlaf, Ernährung und Bewegungssport.
00:09:59: Und die fünfte wird jetzt dazu genommen für Kunst und Kultur.
00:10:03: Das finde ich gut!
00:10:05: Ja, das finde ich auch gut dafür setzen wir uns ein.
00:10:08: Wir sind jetzt eben auf so viel in Forschung, was die Kunst und Kultur kann.
00:10:13: Nur die Leute – das ist auch unsere Arbeit – die Leute sind sich nicht bewusst, was ihnen das tut als auch wenn man rausgeht und man sieht eine schöne Architektur oder einen Kirch oder eine Wandmalerei oder ein Mural.
00:10:28: Das macht etwas mit uns!
00:10:30: Wie viele Leute seid denn im Verein?
00:10:31: Ich glaube, du machst das gemeinsam mit deiner Geschäftspartnerin.
00:10:35: Im Verein sind wir vier Damen die das machen und ich glaube was du ansprichst ist dass ich gemeinsam arbeite mit meiner Partnerin Jennifer Davison auch eine Opernsängerin und wir haben ein Start-up gegründet und das nennt sich Artwave und machen eben da auch.
00:10:53: wir gehen in, machen Workshops für Companies und gehen von Schulen bis Kompany bis Krankenhäuser, Kliniken bringen wir eben das Singen, Atmen und Singen für mehr Wohlbefinden und Gesundheit.
00:11:09: Und was für jeder Mann oder Frau?
00:11:10: Jeder kann da teilnehmen.
00:11:12: Jeder!
00:11:12: Wir brauchen bei uns die Prämisse von Arts for Health Kunst für Gesundheit ist.
00:11:18: es braucht kein Talent und man muss nur ein bisschen neugierig sein und vielleicht aus der Komfortzone herausgehen.
00:11:25: und das tun ist es auf was es ankommt.
00:11:29: Wem würdest du es empfehlen, kann wirklich jeder profitieren?
00:11:31: Jeden.
00:11:31: Man kann's im Sitz entstehen.
00:11:32: Also singen sowieso mal in.
00:11:34: jeder hatte die Kunstform oder das was ihm gefällt ob das jetzt Fotos machen sind ob das Filme machen ob das Bücher lesen Bücher schreiben Heiko machen Häkling da gehört ja so viel dazu.
00:11:47: Du hast gerade angesprochen Es geht nicht darum perfekt zu singen.
00:11:50: viele Menschen sagen Ich kann nicht singen, mich eingeschlossen.
00:11:54: Warum ist genau diese Gedanke vielleicht ein Hindernis und warum geht's bei deiner Arbeit eigentlich gar nicht darum perfekt zu singen?
00:12:01: Es geht darum dass wir es einfach erstens einmal tun weil allein das tun selbst uns schon in einem anderen Bereich hineinbringt und uns einen Wohlbefinden gut tut.
00:12:11: Und es geht eben nicht um Perfektion Weil wir sprechen ja nicht von Open-Sängern oder Open-Sengerinnen Also Sängerinnen die sondern Wir sprechen von etwas in seiner Freizeit, in seinem Privatleben Freude bereiten soll.
00:12:26: Und es geht denn da nie um Perfektion und ich finde das extrem schade dass wir hören das sehr viel in unseren Workshops, dass Menschen sagen Ich kann nicht singen also ich werde nicht mitsingen.
00:12:38: Wir stellen das den Leuten auch immer frei aber Es hat ja dann so etwas die Leute mitmachen weil sie auch mit heran führen.
00:12:49: Man sagt unmusikalisch, das gibt es für mich nicht.
00:12:52: Das ist ein Training, man trainiert ja das Ohr und wie entsteht denn ein Ton?
00:12:57: Das ist eine Frage an dich.
00:12:58: Wie entsteht dein Ton?
00:13:00: Ah,
00:13:00: Luftschwingungen!
00:13:02: Ja, das ist Funktion aber wie entstehter?
00:13:06: du stellst dir zuerst vor die Tonhöhe Du musst ihn dir vorstellen Und die Schwingung ist dann was passiert.
00:13:15: Okay, spannend.
00:13:17: Und deshalb gibt es ja auch ... Das Hören kommt noch beim Singen, wie sie das gehört oder das Hören dazu ist sehr spannend, weil es ist das Erste, dass wir im Mutterleib entwickeln.
00:13:29: und... Ist das Gehör?
00:13:29: Wie
00:13:30: ist das Gehirn?
00:13:31: Es ist das Letzte, was geht.
00:13:34: Also wenn wir sterben, das Letzte, was wir verlieren, ist das Hörn.
00:13:38: Das ist das letzte, was es geht.
00:13:41: Spannend zu genießen!
00:13:43: Ja, also deshalb auch es gibt das Koch-Lehr-Implantat.
00:13:47: Auch die Leute können das hören lernen.
00:13:52: Das ist dieser Prozess und das hilft uns da.
00:13:55: Und ich bin unmusikalisch, ich kann das nicht
00:13:59: ... Ist keine
00:14:00: Ausrede?
00:14:01: Es ist auch egal!
00:14:03: Ich muss sagen wir haben in diesen vielen Gruppen, die wir gemacht haben, nie passiert, dass Das klingt dann mal kreuz und quer, und plötzlich kommen die Schwingungen.
00:14:13: Und plötzlich wird das... Synagogisch?
00:14:15: Genau!
00:14:16: Und es klingt gut und es wird harmonisch.
00:14:18: Ja also im Kollektiven geht ja dann auch wenn man den einen oder anderen Ton versammelt, geht das ja unter
00:14:25: glücklicherweise.
00:14:26: Das ist nicht wichtig, das ist eben was wir versuchen zu sagen.
00:14:29: Es gibt keine Perfektion und Leistung und ich finde das sehr schade dass wir auch Musikinstrumente machen immer unter dem Aspekt Das ist jetzt Leistung und da muss das gut sein.
00:14:42: Wir brauchen Nachwuchs in den Orchestern, so ist es nicht.
00:14:45: aber man macht das ja für sich und wenn Kinder ein Instrument lernen dann entwickelt sich etwas in ihrem Gehirn, das nennt man kognitive Reserve die sie später besser vor Alzheimer oder Demenz schützen kann.
00:15:02: Also das ist diese Cognitive Reserve.
00:15:05: Wenn man das kommunizieren kann, und das versuchen wir... Man macht nichts umsonst.
00:15:11: Vor allem künstlerisch.
00:15:12: wenn Kinder etwas künstlersch machen, das ist sehr wichtig für später.
00:15:15: Was du gerade angesprochen hast, ist ja der Langzeit-Effekt.
00:15:17: Ich frage mich jetzt was beobachtest du deinem Unmittelbar?
00:15:21: Wenn Leute deinen Workshop oder euren Workshop besuchen, gibt es irgendwas wo du sagst okay die kommen so und so rein und wenn sie rausgehen ist das anders.
00:15:32: Was wir beobachten und was sehr spannend ist, sind der verschiedenste Gruppen von Leaders, Lehrerinnen, Klinikangestellte.
00:15:46: Es ist am Ende immer das Gleiche für die Leute finden zu sich aber auch zu den anderen.
00:15:55: Sie spüren sich anders, sie nehmen sich anders wahr und wir wissen dass das Singen ist der schnellste Mittel um sich mit Menschen zu verbinden die man nicht kennt.
00:16:07: Spannend
00:16:07: tatsächlich!
00:16:08: Das ist tatsächlich so weil dieses es kommt aus Oxytocin.
00:16:12: also ich mache etwas für mich.
00:16:13: Ich spüre mich aber ich spüre auch die anderen.
00:16:16: Naja, und auch das Vertrauen glaube ich wenn es einem so unwohl ist dabei zu wissen.
00:16:20: Ich muss jetzt singen kann's aber eigentlich gar nicht!
00:16:22: Ich glaub dass man da...wenn man in der Gruppe ist, da schon noch irgendwie Vertrauensbasis braucht oder wer.
00:16:26: ich finde das ist.
00:16:27: für mich gibt es ja keinen schlimmeren Gedanken als wenn du mir jetzt sagst stell dich auf die Bühne und singe
00:16:30: Ja, das ist ... Ich
00:16:32: nackt durch die Stadt laufen.
00:16:33: Würde ich eher machen?
00:16:35: Auch verleuten zu sprechen?
00:16:37: haben Leute mir Angst, erst zu sterben irgendwie so.
00:16:39: Das
00:16:41: geht besser.
00:16:42: Singen finde ich viel schlimmer.
00:16:44: Natürlich versteht man auch aber wir sind natürlich zur Zeit was tolles und wenn wir mit Menschen singen dann gehen wir auch durch den Raum.
00:16:52: Und wenn ich merke es hat also das ist ja auch so wie sind ihr laut?
00:16:55: Wir singen ja laut und da kann man dann mitmachen Da kann man mitsingen und wir versuchen auch die Leute zu animieren, mitzumachen.
00:17:06: Und wenn du mal neben jemanden stehst ja Probleme hat vielleicht mit der Tonhöhe und du stehst länger daneben und du singst dann kommt diese Schwingung und die Menschen können sich da hineinfinden.
00:17:18: Was ich sagen möchte ist am Ende Ich habe gemerkt, es ist einfach ganz leicht zu mir zu kommen.
00:17:25: Weil wir haben ja ein Leben das so viel Lärm hat jetzt.
00:17:29: Wir sind ja diese Technologie und das muss ich noch machen aber kurz innehalten zu sich kommen und diese Stimme spüren weil die Stimme ... wir brauchen sie weil wir müssen ja in dieser Zeit des Wandels uns auch eine Stimme geben und dafür müssen wir sie erheben können.
00:17:51: Liebe Bär, wir sind hier in einer Kärnten-Spezialepisode.
00:17:56: Du bist gebürtige Kärntnerin
00:17:57: und
00:17:58: du hast es am Anfang angesprochen für dich ist deiner Purbezug ganz wichtig.
00:18:01: das ist für dich Motor deiner Kunst.
00:18:03: wenn ich das jetzt runterbrechen darf welche Verbindung hast du denn zu deiner Heimat?
00:18:06: Und was macht Kärkten für Dich zum Ort an dem Menschen zur Ruhe kommen können?
00:18:11: also Für mich ist ja Kärtenheimat und deshalb ein absoluter Ruheort noch dazu für die kärnten Rinnen und Kernten.
00:18:17: Ich komme aus Sankt Paul im Lavantal.
00:18:20: Wahrscheinlich einige kennen und das finde ich so ein richtiger Ruhe an Kraftort.
00:18:25: Und jedes Mal, wenn nicht egal von welcher Seite ich nach Kärnten hinein fahre diese diese Töne dass diese an dem auf den Bergen dieser diese blau-Töne die für mich sind es immer Blautöne wie sie Die Luft die Luft ist finde ich anders.
00:18:44: die Menschen die sehen.
00:18:47: Ich meine, das klingt jetzt wie eine Tourismuswerbung aber ich liebe mein Heimatland sehr und ich finde auch toll was es an vielschichtigen Menschen dort gibt, an Architektur, auch an Kunst.
00:19:00: wir haben jetzt einen wunderbare Festivals in Kärnten also vom Theater bis zu Musik vom karinthischen Sommer bis zur Regionale bis heinburg ist ja alles dabei.
00:19:12: dann gibts gemünt.
00:19:15: Ja, es ist für jeden was dabei und mir wird den Kärnten nicht wartig.
00:19:18: Ich habe diesen Sommer eigentlich im kärnten Urlaub gemacht, kann man sagen.
00:19:22: Und ja... Mir ist nicht wart geworden!
00:19:25: Ich unterscheibe das alles, was du gesagt hast sofort weil die anderen Episoden, die andere Episode haben wir tatsächlich in Kärntin aufgenommen.
00:19:31: ich möchte das jetzt an dieser Stelle kurz erwähnt haben.
00:19:33: Wir haben uns ja jetzt in Wien getroffen, weil Wien seit einigen erst seit vielen Jahren.
00:19:37: deine Wolle immer das.
00:19:39: Ich war über zwanzig Jahre in Frankreich, weil mein Mann ist Franzose.
00:19:42: Ich bin in Frankrecht gelebt und bin seit vier Jahren wieder in Wien, also in Österreich.
00:19:46: Also gar nicht so lang?
00:19:47: Nichts solang.
00:19:47: aber ich war vorher natürlich, habe in Wyn gelebt... ...und bin natürlich auch immer hier gearbeitet.
00:19:51: So
00:19:51: im Wyn gesangstetiert?
00:19:53: Ja!
00:19:54: Ja, hab beim Late bei schon leider schon verstorbenen Walter Berri Kamersinger Walter Berry mein Diplom gemacht und ja, Wiener Musikhochschule damals noch der Universität.
00:20:06: in den Universitätszeiten abgeschlossen.
00:20:08: Ich
00:20:09: könnte mit dir ewig weiterreden und dann stimme ich noch ganz lange zu, aber wir müssen langsam zum Ende kommen.
00:20:14: das heißt wenn Menschen nach einer Auszeit mitbeziehungsweise bei dir oder euch nach Hause gehen was wünscht du dir da?
00:20:22: Was wünschst ihr euch dass sie mitnehmen?
00:20:25: eine Sache?
00:20:26: Eine Sache ist dass Sie Herr über Ihren Körper sind, über Ihre Stimme immer zu sich kommen können.
00:20:33: Und dass Sie wissen, also wir geben Ihnen wirklich Handwerkzeug ganz einfaches.
00:20:38: Dass Sie wissen das kann ich tun damit ich runter komme, damit ich zu mir
00:20:42: komme.
00:20:42: Wie beispielsweise das Summen?
00:20:44: Wie der Summen und auch etwas was ich möchte, was Sie mitnehmen ist durch die Nase ein- und auszuatmen.
00:20:52: Das würde schon ganz, ganz viel
00:20:55: tun.
00:20:55: Gibt es ja auch zahlreiche Studien mittlerweile dazu?
00:20:58: Es ist auch sehr im Trend und wir natürlich als Opernsänger lernen das als erstes der oberen Atem.
00:21:04: Das ist diese Nasenatmung von der ich gesprochen habe vorhin dass wir etwas riechen Und das fühlt natürlich ganz anders deine Lunge und Ja also der atmest du viel tiefer ein
00:21:17: Bär.
00:21:17: Du bist ja gemeinsam mit der Jennifer am elften Oktober wieder zurück in deiner Heimat, ihr seid in Kärnten beim Wohnenbalanztag.
00:21:27: Was wird den Besucherinnen und Besucher erwarten?
00:21:30: Ein bisschen das, worüber wir gesprochen haben.
00:21:32: Wir machen einen Keynote, werden es ein bisschen einführen in das was wir tun sie mitnehmen.
00:21:39: ich denke wir werden auch gemeinsam singern und es wird auch glaube ich ein Lied geben dass uns begleiten wird und vielleicht auch für euch nicht den Tag damit beenden werden und wir sind halt auch in Workshops noch dabei.
00:21:49: zu viel wollen jetzt nicht verraten.
00:21:50: genau
00:21:52: So, abschließend noch eine persönliche Frage.
00:21:55: Gibt es einen Moment beim Singen oder Musikieren bei denen du selbst immer wieder spürst genau deshalb mache ich das?
00:22:02: Oh ja!
00:22:03: Letzter Moment und das hat mit Kernten zu tun weil wir noch kurz Zeit haben.
00:22:08: Ich habe mal ein Komponierhäuschen, ein Konzert singen dürfen vor einiger Zeit Und wir haben da geprobt.
00:22:14: Das war das erste Mal, dass man dort angefangen hat, so eine Konzertsaison zu machen und ich stand da.
00:22:19: Wir haben Sonntag vormittags das Konzertsamstagabend.
00:22:22: probieren wird dort im Mai.
00:22:25: Es war achtzehn Uhr am Abend die Sonne ist untergegangen.
00:22:29: Wer das Mahlerkomponierhäuschen kennt es scheint unten der See durch und Ich habe dort den Frühlingsmorgengesungen von Mahler ein Lied von ihm Alles, was schwer ist in dem Beruf.
00:22:44: Das gibt ja auch einiges ... Ist da zusammengekommen?
00:22:46: Es war das einfach alles wert!
00:22:49: Weil ich bin natürlich eine große Gustav Maler-Verehrerin, hab viele seiner Sachen gesungen und an diesem Ort zu stehen wo das geschrieben wurde Wo er gewirkt hat, wo sein Genie war Und immer noch dass man spürt diesen Blick auf den See zu haben In meinem geliebten Kärntner Land.
00:23:06: Das begleitet mich heute noch.
00:23:08: Ich glaub es ist jetzt zwei oder drei Jahre her Aber das habe ich ganz, ganz stark in mir.
00:23:13: Also das ist so ein Moment!
00:23:15: Ja liebe Bär herzlichen Dank für dieses inspirierende Gespräch.
00:23:18: Es zeigt, dass Erholung manchmal nicht nur an einen bestimmten Ort gebunden ist sondern auch in uns schlummert.
00:23:24: Manchmal reicht dann schon ein bewusster Atemzug ein Ton oder der Mut die eigene Stimme zu erheben und wieder zu entdecken.
00:23:31: Wie das bei mir klingen wird, das erspeichern wir an dieser Stelle.
00:23:33: Danke bis zum nächsten Mal!
00:23:37: Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, freue ich mich
00:23:39: wenn Sie
00:23:40: diesen Podcast abonnieren teilen oder mir Ihre Gedanken
00:23:43: dazu hinterlassen.
00:23:44: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:23:45: Bis bald und auf Wiederhören.